Leistungssport

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Dreiviertelmann
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dabei seit: 20.03.2013

Moin

Ich bin ja bekanntermaßen selber nicht ts, aber mich würde mal interessieren, wie die (sport-)rechtlichen Regelungen zum Thema Leistungssport nach der Personenstandsänderung aussehen. Ich weiß aus der umfassenden Berichterstattung über Balian Buschbaum, dass TM da schon zu Beginn der Hormonbehandlung sehr eingeschränkt sind, da Testosteron auf der Dopingliste steht, aber wie ist das bei TF? Weiß da jemand was?

Ninakadin
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dabei seit: 07.02.2010

Aus einem Artikel in der FAZ von 2004:

Dieses Jahr entschloß sich das IOC nun auf Drängen vor allem seiner Medizinischen Kommission zu einer weitgehenden Liberalisierung: In Athen dürfen erstmals in der Geschichte der Olympischen Spiele ganz offiziell auch transsexuelle Sportler und Sportlerinnen starten. Damit sind die Organisatoren der Spiele, die der Völkerverständigung dienen sollen, wenigstens in Sachen Geschlechterpolitik vielen nationalen Verbänden weit voraus.

Strenge Voraussetzungen

Die Voraussetzungen der sogenannten Stockholmer Übereinkunft sind aber außerordentlich streng: Wenn der Wechsel des offiziellen Geschlechts nach der Pubertät vorgenommen wurde, müssen sämtliche geschlechtsangleichenden Operationen, einschließlich der Entfernung der Hoden beziehungsweise Eierstöcke, durchgeführt worden sein, außerdem muß eine mindestens zweijährige Hormontherapie stattgefunden haben, und das neue Geschlecht muß rechtlich anerkannt worden sein - ein Verfahren, das in vielen Ländern noch gar nicht geregelt ist.

LG,

Nina 

violettcr
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dabei seit: 08.09.2013

Im großen und ganzen eine geniale Lösung und ein Vorreiter für viele Vereinigungen! Bin gespannt wie es dort weiter geht^^

Suse
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dabei seit: 07.11.2012

So genial finde ich die Lösung jetzt auch wieder nicht! Natürlich ist es gut, wenn sich diesbezüglich überhaupt etwas verändert, aber die "strengen Regeln" sind trotz allem völlig daneben und nicht wirklich durchdacht. Klar, bei MzF sollte gewährleistet sein, dass kein Testosteron mehr produziert wird, was sich aber durch Blutuntersuchungen feststellen lässt bzw. nach GaOP da sowieso nur etwas im Mikrospurenbereich produziert wird, wie bei jeder biologischen Frau auch.

Bei FzM ist es noch abstruser, da durch die künstliche Testosteronzufuhr mit Sicherheit nicht das Leistungslevel eines biologisch männlichen Sportlers erreicht wird, vor allem nicht bei einer vielleicht gerade begonnen Hormonsubstitution. Östrogen als Dopingmittel funktioniert nicht wirklich, im Gegenteil...

LG

Suse

Ich war kein Mann, ich sah nur so aus.