Krankengeld nach OP in Thailand

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Karin
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Ich denke, ich werde heute einmal oben ohne durch die Stadt laufen,

immerhin bin ich ja laut Gesetz männlich.

Mal sehen wie die sogenannte Gesellschaft darauf reagiert.

lg

Karin Fidelia Castrier

Juliane
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Hallo Karin,

ich wünsche Dir alles Gute für die SRS in Thailand.

Ich war letztes Jahr im Februar zur SRS in Bangkok und der Aufenthalt war sehr schön. Es blieb sogar Zeit nach der OP Bangkok kennenzulernen. Bei mir hatte die PKK sowohl der OP als auch der Nachbehandlung in Deutschland zugestimmt und die Kosten übenommen.

Liebe Grüße

Juliane

 

Karin
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dabei seit: 03.04.2007

Juliane schrieb:
Ich war letztes Jahr im Februar zur SRS in Bangkok und der Aufenthalt war sehr schön. Es blieb sogar Zeit nach der OP Bangkok kennenzulernen. Bei mir hatte die PKK sowohl der OP als auch der Nachbehandlung in Deutschland zugestimmt und die Kosten übenommen.

 

Mir zahlt niemand was, ich muß die Kohle erst noch verdienen.

aber ich Pack das

Karin Fidelia Castrier

Svenja-J
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Karin schrieb:
In Deutschland wurde die Kostenübernahme abgelehnt. Weil ich als Transsexuelle Frau im Versicherungsrechtlichen Sinne nicht krank bin. So hat die Aok das begründet

 

Weißt du, diese Begründung ist, angesichts der Tatsache, dass TS in Deutschland als Krankheit anerkannt ist, nicht nur eine dreiste Unverschämtheit, das ist schon Diskriminierung. Ich kann verstehen, dass du dich lieber in Thailand operieren lassen willst. Wie das versicherungsrechtlich aussieht, da habe ich keine Ahnung. Wende dich auf jeden Fall, meinen Vorrednern folgend, an einen TS-versierten Anwalt. Egal, ob du dich nun in Thailand operieren lässt oder vielleicht vorerst als Selbstzahlerin in Deutschland. Es geht letztenendes um DEIN Recht!

Im übrigen ist die "Gesundheitskasse" schon häufiger und nicht nur bei TS höchst unangenehm aufgefallen.

 

 

Beate_R schrieb:
Die Begründung ist ein Hammer. Du solltest Dich dringendst an Frau Augstein oder an Deborah Reinert wenden. Wenn das Schule macht, ist die Kostenübernahme für TS-Behandlungen an sich gefährdet. Du kennst aber doch auch das Grundsatzurteil des BSG?

 

Hast du evtl. einen Link zu diesem Urteil?

 

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Hier mal ein Auszug aus einer Darstellung von Maria Sabine Augstein (http://transray.com/2.11#2.11.2.1}

Zitat:
Die Rechtsprechung der Sozialgerichte hatte jedoch eindeutig die Linie, daß Transsexualität rechtlich als Krankheit zu betrachten ist und geschlechtsumwandelnde Operationen eine medizinisch notwendige Heilbehandlung der „Krankheit“ Transsexualität darstellen. Im August 1987 hat dies auch das Bundessozialgericht höchstrichterlich entschieden (Urteil vom 6.8.1987, Az 3 RK 15/86), und seither stellt sich keine gesetzliche Krankenkasse mehr auf den Standpunkt, sie sei für geschlechtsumwandelnde Maßnahmen bei Transsexualität nicht leistungspflichtig.

Und hier der Link zum Text des Urteils: http://transray.com/2.2500

 

 

 

 

 

Viele liebe Grüße

Beate 

Juliane
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dabei seit: 09.06.2010

Hallo,

unter dem Link gibt es eine Sammlung von Urteilen zu verschiedenen Themen der TS:

http://www.mds-ev.de/media/pdf/RL_Transsex_2009_Anlagen.pdf

http://www.dgti.org/recht/u_gkv.htm

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Urteil vom 12. Juni 2003 - Az: 35968/97: „Erstattung der Kosten für geschlechtsangleichende Maßnahmen bei privat versicherter Mann-zu-Frau-Transsexuellen“. (gilt auch für GKV)
  • http://www.t-vox.org/index.php?title=Transsexuality/Transsexualit%C3%A4t (am Schluß ist eine Sammlung von Links zur rechtlichen Themen u. a. OP)

     

    Liebe Grüße

    Juliane

     

     

    Triona
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    dabei seit: 05.10.2007

    ElleCommandante schrieb:

    ... wir wissen nicht, ob Karin (wg. selbstbezahlter OP) evtl. Urlaub beantragt hat. Damit bleibt ein eventueller Krankengeldanspruch dahingehend in seinem möglichen Entstehen offen. Andere denkbare Anspruchsgrundlagen könnte man auch nur orakeln, zumal die Operation in der Zukunft liegt und die daraus ggfls. resultierende Arbeitsunfähigkeit ebenso fiktionär und nebenbei auch berufsabhängig ist. Arbeitsrechtlich gerätselt ist allerdings der Lohnfortzahlungsanspruch bei selbstbeschaffter kosmetischer Operationsleistung im Nicht-EU-Ausland ohnehin alleine schon recht interessant.

     

    zitat:

    Bundesurlaubsgesetz (BUrlG)

    § 9 Erkrankung während des Urlaubs

    Erkrankt ein Arbeitnehmer während des Urlaubs, so werden die durch ärztliches Zeugnis nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit auf den Jahresurlaub nicht angerechnet.
    zitat ende
    erfolgt eine ärztliche arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (krankschreibung) im anschluß an einen urlaub, dann gilt lohnfortzahlung. (durch den arbeitgeber)
    zustand nach OP kann je nach arbeit arbeitsunfähigkeit hervorrufen, was idR wohl auch von den meisten ärzten rechtswirksam bescheinigt wird.
    dies gilt zb auch im falle von arbeitsunfähigkeit als folge von zb im urlaub erlittenen sportunfällen - selbst wenn es sich dabei um sogen risikosportarten mit erhöhtem unfallrisiko handelt.
    gerne gesehen wird das von arbeitgebern natürlich nie.
    bisweilen müssen arbeitnehmer ihre ansprüche auch schon mal vor dem arbeitsgericht durchsetzen.
    interessant ist, was die KK macht, wenn die arbeitsunfähigkeit über den zeitraum der gesetzl lohnfortzahlung (6 wch) weiter bestehen sollte.
    schlechter stehen da natürlich selbständige da.
    besonders, wenn sie keinen oder einen schlechten versicherungsschutz gegen verdienstausfall (krankentagegeld) haben.
    liebe grüße
    triona

    Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

    sinn féin - ça ira !

    Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.