Krankengeld nach OP in Thailand

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Karin
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Ich habe gerade von der Krankenkasse die Mitteilung bekommen,

dass ich durch eine OP in Thailand meinen Anspruch auf Krankengeld verliere.

Ist das so richtig?

In Deutschland wurde die Kostenübernahme abgelehnt.

Weil ich als Transsexuelle Frau im Versicherungsrechtlichen Sinne nicht krank bin. So hat die Aok das begründet

Das bedeutet natürlich, dass ich noch mehr Geld wegsparen muss, weil ich ja einige Zeit nach der OP in Thailand nicht arbeiten kann.

Weiß jemand eine Möglichkeit, Krankengl trotz Op in 'Thailand zu bekommen?

lg

Karin( männich im rechtlichen Sinne, nicht krank im versicherungsrechtlichen Sinne)

Tassi EX
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Dazu kann ich leider nichts genaues sagen, doch wenn Deine KK am rumzicken ist, dann lasse Dich einfach zu nem Psycho überweisen und Dir dort von dem ne Indikation zur GAOP geben.

Es ist tatsächlich so, dass Du mit erfolgter Vornamensänderung erst mal grundsätzlich nicht automatisch einen Anspruch auf GAOP hast. Diese wird zwar ganz gerne bei einer KK mit ran gezogen, doch im Grunde genommen hat das Eine nicht mit dem Anderen zu tun. Die Vergangenheit zeigte aber, dass es schön öfters Klagen gegen KK's nach der VÄ und Unwilligkeit der KK gab.

Ich habe ja derzeit auch das mehr oder weniger lustige Vergnügen, mit meinem Anwalt gegen meine Private vor zu gehen, denn diese hat bisher bis auf lediglich zwei anfängliche Hormon-Rezepte keine weiteren Kosten gezahlt und sich ständig mit Hilfe der noch nicht eingereichten Vornamensänderungs-Gutachten aus der Affäre gezogen. Inzwischen liegen diese jedoch, auf Empfehlung meines Anwaltes, bei meiner KK vor und nun bin ich gespannt, was denen noch so einfällt. Falls die das weiter in die Länge ziehen und bisher eingereichte Rechnungen nicht begleichen wollen, wird's auf jeden Fall noch ne Klage in Richtung Schmerzensgeld geben, da diese hauptverantwortlich für alle bisherigen Verzögerungen darstellt.

Lass Dich nicht unter kriegen und mache das mit dem Psycho - ist glaube ich bei der AOK immer noch der sinnvollste und gangbarste Weg und ausserdem kostet der Dich ja nix....

Beate_R
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Karin schrieb:
In Deutschland wurde die Kostenübernahme abgelehnt. Weil ich als Transsexuelle Frau im Versicherungsrechtlichen Sinne nicht krank bin. So hat die Aok das begründet

 

Die Begründung ist ein Hammer. Du solltest Dich dringendst an Frau Augstein oder an Deborah Reinert wenden. Wenn das Schule macht, ist die Kostenübernahme für TS-Behandlungen an sich gefährdet. Du kennst aber doch auch das Grundsatzurteil des BSG?

Die Begründung der Kasse ist so brisant und dreist, dass Dir meiner Meinung nach tatsächlich nur ein Anwalt guten Rat geben kann, besonders mit Blick auf Dein Recht auf Behandlung auf eigene Rechnung, darauf folgende Schadenersatzklage und Schmerzensgeldforderung - alles Rechte, die Du im Prinzip hast, aber deren Wahrung einige Fußangeln haben, die Du am besten mit Hilfe eines Profis umgehen kannst.

 

 

Viele liebe Grüße

Beate 

Minolfa
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Dass die VÄ-Gutachten nicht anerkannt wurden, habe ich in der SHG auch schon erlebt. Dann hat aber ein separates Gutachten für den MDK geholfen, wo explizit noch mal auf dem Leidensdruck rumgeritten wurde. (In Deinem Fall sollte doch genug Leidensdruck belegbar sein.) Ansonsten, wenn sie wirklich generell ohne Wenn und Aber ablehnen, hilft wohl wirklich nur Beates Tipp.

Kann die Erstattung einer Auslands-OP eingeklagt werden? Sonst sind (incl. Flug und Hotel) die Kosten vergleichbar mit denen in einer preiswerten deutschen Klinik, beispielsweise Krefeld.

Was für ein Mist! Lieb gedrückt,
Michi

Karin
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Michi_2 schrieb:
Dass die VÄ-Gutachten nicht anerkannt wurden, habe ich in der SHG auch schon erlebt. Dann hat aber ein separates Gutachten für den MDK geholfen, wo explizit noch mal auf dem Leidensdruck rumgeritten wurde. (In Deinem Fall sollte doch genug Leidensdruck belegbar sein.) Ansonsten, wenn sie wirklich generell ohne Wenn und Aber ablehnen, hilft wohl wirklich nur Beates Tipp. Kann die Erstattung einer Auslands-OP eingeklagt werden? Sonst sind (incl. Flug und Hotel) die Kosten vergleichbar mit denen in einer preiswerten deutschen Klinik, beispielsweise Krefeld. Was für ein Mist! Lieb gedrückt,

 

Scheinbar bin ich wirklich nur scheisse. 'Es liegt an mir.

Ich erkläre immer alles falsch, und benutze die falschen Wörter

Ich versuche es nochmal.

Ich versuche gar nicht mehr von der AOK die Kosten für die OP zu bekommen !!!

Ich lasse die Vagina in Thailand durch einen Chirurgen anoperieren!!!

Mir ist es Piepschnurzegal was die von der KK sich noch für Repressalien einfallen lassen.

Ich möchte nur wissen, ob es stimmt, dass ich den Ansruch auf Krankengeld verliere, wenn ich die GAOP im Ausland machen lasse??? Oder lügt mich die AOK damit nur an?

Wenn ich euch zu nervig bin, löscht einfach diesen beitrag.

 

 

ElleCommandante
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Beate_R schrieb:
Die Begründung ist ein Hammer. ...

 

Erst 'mal § 44 SGB V lesen. Vor allem Abs. 2. Der könnte vielleicht einschlägig sein, wenn auch die Kasse möglicherweise recht luschig Auskunft gegeben hat...

 

Beate_R schrieb:
... Schadenersatzklage und Schmerzensgeldforderung - alles Rechte, ...

 

Und hier wäre eine Anspruchsgrundlage interessant...

 

S'E.

n/v
ElleCommandante
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Karin schrieb:
Ich möchte nur wissen, ob es stimmt, dass ich den Ansruch auf Krankengeld verliere, wenn ich die GAOP im Ausland machen lasse??? Oder lügt mich die AOK damit nur an?

 

Siehe den Verweis über Dir, da sich die Antworten zeitlich kreuzen...

 

Herzlich,

 

Elle

n/v
ElleCommandante
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Edith schrieb:
Karin schrieb:
Ich möchte nur wissen, ob es stimmt, dass ich den Ansruch auf Krankengeld verliere, wenn ich die GAOP im Ausland machen lasse??? Oder lügt mich die AOK damit nur an?
Siehe den Verweis über mir, jetzt: zwei darüber, da sich die Antworten zeitlich kreuzen...

n/v
Minolfa
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@Karin: Die 6 Wochen Gehaltsfortzahlung durch den Arbeitgeber hast Du auf jeden Fall, egal wo Du Dich operieren lässt. Solltest Du länger krank sein, weiß ich leider nicht, ob die deutsche KK dann für eine Auslands-OP Krankengeld zahlen muss. Und nein, Du nervst nicht. Smile

ElleCommandante
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Sorry, Michela, aber wir wissen nicht, ob Karin (wg. selbstbezahlter OP) evtl. Urlaub beantragt hat. Damit bleibt ein eventueller Krankengeldanspruch dahingehend in seinem möglichen Entstehen offen. Andere denkbare Anspruchsgrundlagen könnte man auch nur orakeln, zumal die Operation in der Zukunft liegt und die daraus ggfls. resultierende Arbeitsunfähigkeit ebenso fiktionär und nebenbei auch berufsabhängig ist. Arbeitsrechtlich gerätselt ist allerdings der Lohnfortzahlungsanspruch bei selbstbeschaffter kosmetischer Operationsleistung im Nicht-EU-Ausland ohnehin alleine schon recht interessant...

 

E.

n/v
Karin
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Ich habs kapiert.

Kein Krankengeld.

Keine soziale sicherheit.

De Gesellschaft will uns nicht ertragen.

wir sind auf uns selber gestellt.

Erwartet bitte nicht mehr von mir, dass ich die Gesellschaft akzeptiere, und ihre Regeln und Gummiparagraphen