Hilfe - Bin ich TS?

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andrea-b
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dabei seit: 03.09.2004

Ich denke ohne fremde Hilfe geht es manchmal eben nicht.

Bei mir war es der Psychologe, der mir auf den Kopf zusagte "Sie sind Transsexuell". Erst dann hörte ich auf meine Transsexualität zu bekämfpen.

Ergo - psychologische Unterstützung kann diese Frage unter Umständen klären.

 

 

n/v
rika
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dabei seit: 02.12.2007

Das mit den Damensachen und dem Schminken ist so eine Sache. Drastisch: unrasiert, mit Rock und Pumps, Lippenstift und aufgebrezelt, machst Du Dir Stress und sorgst ganz sicher für ein "Umdrehdelta", wenn Du in einer Stadt unterwegs bist. 

Aber da gibt es auch noch andere, feine Stufen. Feine Strümpfe unter der Hose, der Body unter dem Hemd, die getönte Tagescreme, dezent getuschte Wimpern und alles ganz sachte angefangen. Kommen Reaktionen? Meistens nicht, denn wenn jemand entdeckt, dass Du "Damenstrümpfe" trägst, wird er eher nichts sagen. Also weiter. Weißes Hemd oder Shirt (ist doch das gleiche) und einen Body mit etwas dünneren Trägern. Wieder: Reaktionen? Die getönte Tagescreme. Wahrscheinlich hörst Du eher: du siehst gut aus, warst du im Urlaub?

Wenn Dir diese Stufen reichen und Du das TV-sein im stillen Kämmerlein lebst, musst Du keine Angst haben. Frauen werden die Veränderungen früher erkennen - negative Erfahrungen oder gar Ablehnungen habe ich von ihnen aber noch nie erlebt. Anders ist es, wenn Du ganz und gar Steffi ans Licht bringen willst. Dann sei richtig gut. Ansonsten wirst Du zum Faktotum und am Ende eingefangen wie in einem anderen Thema beschrieben.

Viel Glück

rika

n/v
Alita-Saleema
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dabei seit: 19.11.2006

sonnenbine schrieb:

Johanna schrieb:

 

Such dier lieber einen TV-Stammtisch. Die sehen das Thema viel lockerer und mit mehr Spaß.

 

Das kann ich nur unterschreiben!


Erfahrungsgemäß wollen die Leute auf einem TS Stammtisch Unschlüssige dazuüberreden, das sie auch TS sind!!

 

Und ich denke, jede muss für sich selber herausfinden, was sie ist, und wie sie damit am Besten leben kann!

 

Ich habe für München nur das hier gefunden, bin mir allerdings nicht sicher, ob es die "Toleranztreffen" noch gibt.. http://www.ninaangel.de/pageID_2745707.html

Es gab auch (bis etwa 2005??) noch einen TG-Stammtisch, den eine gewisse Vanessa geleitet hat und die sich im Glockenbachviertel in der Nähe des Gärtnerplatztheaters in München getroffen haben. Dieser ist allerdings  schon Geschichte.

Bitte verbessere mich jemand, wenn ich falsch liegen sollte.

Steffi
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dabei seit: 22.05.2009

rika schrieb:

Das mit den Damensachen und dem Schminken ist so eine Sache. Drastisch: unrasiert, mit Rock und Pumps, Lippenstift und aufgebrezelt, machst Du Dir Stress und sorgst ganz sicher für ein "Umdrehdelta", wenn Du in einer Stadt unterwegs bist. 

Aber da gibt es auch noch andere, feine Stufen. Feine Strümpfe unter der Hose, der Body unter dem Hemd, die getönte Tagescreme, dezent getuschte Wimpern und alles ganz sachte angefangen. Kommen Reaktionen? Meistens nicht, denn wenn jemand entdeckt, dass Du "Damenstrümpfe" trägst, wird er eher nichts sagen. Also weiter. Weißes Hemd oder Shirt (ist doch das gleiche) und einen Body mit etwas dünneren Trägern. Wieder: Reaktionen? Die getönte Tagescreme. Wahrscheinlich hörst Du eher: du siehst gut aus, warst du im Urlaub?

Wenn Dir diese Stufen reichen und Du das TV-sein im stillen Kämmerlein lebst, musst Du keine Angst haben. Frauen werden die Veränderungen früher erkennen - negative Erfahrungen oder gar Ablehnungen habe ich von ihnen aber noch nie erlebt. Anders ist es, wenn Du ganz und gar Steffi ans Licht bringen willst. Dann sei richtig gut. Ansonsten wirst Du zum Faktotum und am Ende eingefangen wie in einem anderen Thema beschrieben.

Viel Glück

rika

 

 

So was mache ich ja und da bin ich total glücklich.Smile

Ich trage z. bspl. nur damenslips, manchmal unter einem Dunklen T-Shirt einen Badeanzug oder auch Body oder BH.

Feinstrumpfhosen oder Halterlose sowieso.:)  Nur die Halterlosen rutschen immer.Puzzled

Nur für mehr in der Öffentlichkeit fehlt halt der Mut.Crying

UND: Ich habe jetzt endlich meine Zehen lackiert. Hoffentlich denke ich dann daran die abzulackieren wenn ich mal sandalen anhabe0:)

Ilona Michelle
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dabei seit: 06.05.2009

Hallo Steffi, 

Du schreibst, dass Du einerseits gerne Frauenkleidung tragen möchtest, andererseits aber –wegen Deines männlichen Aussehens- Angst hast, in Frauenkleidung erwischt zu werden... .

Auf Anfragen, kannst Du nicht antworten, ob es Dir –nur- um das Tragen der Frauenkleidung geht, oder ob Du Dich selbst als Frau fühlst... .

Auch wenn Du Deine Fragen noch nicht selbst beantworten kannst, so geht in Dir etwas vor, was Dich beschäftigt.

Ich kann mir vorstellen, dass Du Dich in einer aussichtslosen Situation versetzt fühlst, -und deshalb versuchst, hier Hilfe zu bekommen, was ich sehr begrüße, dennoch solltest Du –für Dich-  professionelle Hilfe, eines Psychologen nicht ausschließen.

 

Du hast für Dich einen Namen gefunden, -Du hast Dich überwunden, Dich –hier- zu outen, -Du bekommst hier unsere Ratschläge-, Meinungen, etc., aber die persönlichen Kontakte bleiben oft aus.

Auch wenn der Psychologe nur seine Arbeit macht, so ist er doch ein Mensch, mit dem Du –persönlich- reden kannst. Du kannst mir glauben, dass Du Dich besser fühlen wirst, wenn Du mit jemanden –persönlich- über Dein „Problem“ geredet hast.

 

Vielleicht hast Du hier Antworten erwartet, die Dir sagen was Du bist, -und wie Du Dich weiter verhalten sollst, aber so einfach ist das nicht. Soweit ich das beobachten konnte, stehst Du am Anfang Deiner Entwicklung, vielleicht sogar am Anfang einer „neuen“ Identität, deshalb solltest Du die Ratschläge unverbindlich für Dich nutzen, um selbst herausfinden zu können, was Du willst –und was Du wirklich bist. Dein Aussehen solltest Du dabei wirklich im Hintergrund setzen, denn mit zunehmenden Alter, wirst Du Dich –vielleicht- Deinem innerlichen Druck nicht wehren können.

>Lebe Dein Leben jetzt, -und finde selbst heraus, wie weit Du –vorerst- gehen möchtest<

...>Ein Pferd kann man zur Tränke führen, aber saufen muss es selbst< ...

 

Anmerkung, zu Deiner Anmerkung...

Du schreibst

Ich würde halt gerne... „aber das macht man nicht“.

Vielleicht liege ich in meiner Annahme falsch, dass Du oft Ähnliches -aus Deinem Umfeld / Familie-  aufgegriffen hast, was Du –im Lauf der Zeit- für Dich verinnerlicht hast. Sollte ich mit meiner Annahme nicht so falsch liegen, dann versuche Deine „Verinnerlichung“ nicht als Deine Überzeugung zu sehen, betrachte sie einfach als äußerliche Beeinflussung.

!!! Mach Dich nicht zum Untertan Deiner Umwelt, sondern gestalte Sie, um glücklich zu sein !!!  

 

liebe Grüße

von: Ilona

Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.

Steffi
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dabei seit: 22.05.2009

Vielen lieben Dank an euch alle.

Gruß

Steffi

Steffi
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dabei seit: 22.05.2009

Da hat Ilona-Michelle schon recht, ich mache mir zu viele gedanken, was andere von mir denken. leider.

und so wie es aussieht , gibt es die Toleranztreffen nicht mehr, leider.

Heike_007
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dabei seit: 10.04.2006

Steffi schrieb:
Da hat Ilona-Michelle schon recht, ich mache mir zu viele gedanken, was andere von mir denken. leider.

Ilona Michelle schrieb:
!!! Mach Dich nicht zum Untertan Deiner Umwelt, sondern gestalte Sie, um glücklich zu sein !!!

Motto Transtreff schrieb:
Hier kannst Du sein wie Du Dich fühlst.

So lange es nur bei Gedanken bleibt, ist es nur halb so schlimm.
Viel problematischer ist es eigentlich, wenn das "erste Mal" outdoor im Fiasko endet, weil die lieben Mitmenschen eben doch nicht so tolerant sind wie wir uns das wünschen. Wenn das Kopfkino plötzlich Realität und Frau zur Zielscheibe von Leuten wird, die ihren Frust an vermeintlich Schwächeren ablassen Sad
Da helfen Appelle, sich nicht nach den "Andern" zu richten, erst einmal nicht weiter. Da ist das Selbstbewusstsein ganz schnell tief im Keller.
Ich möchte hier keine pessimistische Stimmung verbreiten, aber: Ich weiß, wovon ich rede. Und wenn es dann keinen persönlichen Kontakt zu anderen Trannies gibt, ist es ziemlich schwer, wieder aus so einem Tief herauszukommen.

Bei mir mag ein Jeder nach seiner Fasson selig werden (Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1620-1688).

Ilona Michelle
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dabei seit: 06.05.2009

Hallo Steffi,

bitte nicht böse sein, wenn ich auf Dein Posting:

„Da hat Ilona-Michelle schon recht, ich mache mir zu viele Gedanken, was Andere von mir denken, leider“, nochmals schreibe.

Vielleicht ein Missverständnis, denn so habe ich das nicht geschrieben. Wenn Du das für Dich so heraus liest, dann ist das o.kay, aber Du solltest das nicht als Ermutigung sehen, etwas zu tun, was Dich vielleicht zusätzlich belasten könnte. >was Heike gut beschrieben hat<.

Auch wenn sich viele Geschichten, vieler „Betroffenen“ ähneln, so versucht Jede/r –für sich- einen eigenen Weg zu gehen, um sich selbst –so wenig wie möglich- zu belasten.

Es spielt schon eine sehr große Rolle, in welchem Umfeld man sich befindet, deshalb sollte Jede/r für sich herausfinden, wie weit Er/Sie, in seinem-/ ihrem Umfeld gehen kann, bzw. gehen möchte.

 

Zuerst sollte man –für sich- feststellen, ob man nur an der Kleidung „interessiert“ ist, oder ob man wirklich ernsthafte „Probleme“ mit seiner geschlechtlichen Identität hat.

 

Nur mal Frauenkleidung in der Öffentlichkeit tragen zu wollen, dürfte nicht unbedingt ein Problem sein, dazu gibt es sicherlich genug Möglichkeiten, um das –außerhalb seiner Wohngegend- „ausleben“ zu können.

Bei der Angleichung der geschlechtlichen Identität ist das nicht so einfach, denn damit verändert man sein Wesen und sein Erscheinungsbild. Eventuelle Konfrontationen mit der Umwelt können dann nicht immer ausgeschlossen werden.

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Ich selbst fühle mich schon seit meinem Kindesalter als Mädchen, ´hatte aber nie die Möglichkeit, es erzählen zu können. Nicht weil ich mich schämte, sondern weil ich dann 100%ig bestraft worden währ.

>Meine geglaubte Unsicherheit, -selbst eine Frau zu sein-, war in Wirklichkeit nur die Angst vor meinem Umfeld<.

Mir ist es nicht mehr wichtig, unbedingt eindeutige Frauenkleidung tragen zu wollen, dennoch fühle ich mich als Frau.

Vor etwa einem Jahr konnte ich meinen innerlichen Druck nicht mehr standhalten, meine Depressionen wurden bedrohlich, so das ich mir Hilfe, bei einer Psychologin suchte. Schon nach dem ersten Gespräch ging es mir bedeutend besser. Mir wurde klar gemacht, dass ich mich selbst „fertig“ mache, wenn ich so weiter lebe. Ich habe mich entschieden, alles dafür zu tun, um meinen wirklichen Körper zu bekommen.

Ich kann mir vorstellen, dass ich einige Probleme mit meinem Umfeld bekommen werde, aber das ist mir mittlerweile egal.

Ich habe die Wahl zwischen: „mich weiter zu quälen“ oder: „mein wirkliches Leben zu leben“, -ich habe mich für: „mein wirkliches Leben“ entschieden.

Für mich ist die psychische Belastung, den „falschen“ Körper zu haben stärker, als die –vielleicht- noch ausstehenden, äußerlichen Belastungen, meines Umfeldes.

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Steffi, ich möchte Dir wirklich empfehlen, dass Du professionelle Hilfe –eines Psychos- annimmst.

 

>verschenke heute nicht Die Zeit-, die Du morgen nachweinst<

 

liebe Grüße,

von: Ilona

 

Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.

susanne-ffm
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dabei seit: 14.10.2007

Vor der Frage stand ich auch mal TV oder TS

eine sehr grundlegene Frage die ein Menschen verwirrt - nur die Antwort kannst nur du selbst geben -

Nach meiner Auffassung sind die Grenzen eh fliessend das einzige was TV und TS unterscheiden ist die notwendige Konsequenz um dem seelischen Leiden ein Ende zu setzen oder möglichst zu lindern

Wie schon erwähnt wurde, Frau sein ist nicht immer ein Zuckerschlecken und nur du kannst für dich rausfinden welche Dosis Frau du denn brauchst um ausgeglichen zu sein

Das Unterdrücken der Gefühle ist normal nur mein Rat dazu jetzt wo die Frage im Raum steht TS oder TV : du musst Gefühle zulassen - das hilft bei der Selbstfindung

und wie auch schon gesagt wurde treffen mit andren - gespräche mit TV , CD und TS können bei der eigenen Standortbestimmung auch hilfreich sein

Zum Ausehen - egal ob TV oder TS; Style kann man lernen und zwar den der zu dir passt auch das ist ein lernprozess - da kann ein professioneller Verwandlungsservice auch helfen

Ich bin mal erlich noch heute mache ich ab und an den Fehler mich mit andren Mädels vergleichen zu wollen - wenn ich mich mit einer 20 jährigen vergleiche kann ich nur verlieren

Übrigends ich habe die Frage bei mir mit ich bin TS beantwortet und mir gehts gut als Frau, was die Hauptsache ist.

man muss sich wohlfühlen ... und anfangen zu axptieren das man anders ist, dann da sind TS und TV gleich: Sie sind anderes wie der Durchschnitt Smile

Und das ist gut so Smile