Freikirche

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Kristallseele
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dabei seit: 23.03.2012

Hallo,

unter dem von Jasminchen geposteten Link hab ich folgenden Satz gefunden:

"Sex change regret may come years later when you understand the surgery did not make you a female or change your DNA gender/sex."

Mal im Ernst, bei gaOP geht es ja nicht darum, aus einer Transfrau eine richtige Frau zu machen. Sowas ist ohnehin Blödsinn. Eine Transfrau ist auch eine Frau, und das von Geburt an, als solche ist es natürlich ein Unding, in einem männlichen Körper zu leben.

Ebenso ist es selbstverständlich, dass außer vielleicht bei IS die Chromosomen klar männlich sind, aber mal echt, wen interessiert das denn? Und wer erwartet sowas von einer OP?

Dieses Buch über Rücktransitionierung scheint wohl zum Inhalt zu haben, was passieren kann, wenn man gar nicht TS ist, aber gaOP´s vornehmen lässt.

Klar ist das bedauerlich, trotzdem muss man damit nicht versuchen, Leute von chirurgischen Angleichungsmaßnahmen abzubringen.

 

What´s a ghosts favourite game? Hide and Shriek!

Dani
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dabei seit: 11.10.2011

Schließe mich Patrick da ausdrücklich an.. aber wie gesagt, ist gut, dass es solche Mahner gibt. Man soll sich diese Entscheidung ja nicht leicht machen und wenn ich mit so'nem Buch nicht klar komme, sollte ich mir wirklich auch noch mehr Zeit für eine Entscheidung nehmen. 

 

Das Leben meistert man lächelnd,

oder überhaupt nicht.

Janet
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dabei seit: 16.12.2004

Hallo Jasminchen,

vielen Dank das Du mit Deinem völlig themenfremden Beitrag diese interessante Diskussion abgewürgt hast. Ja, es ist auch wirklich gar furchtbar das Dich Aliens entführt und operiert haben, oder Dich ein böser Mensch dazu gezwungen hat. Wärest Du aus freien Stücken diesen Weg gegangen würde ich Dir folgendes sagen:

Es gibt schlicht Menschen die zunächst alles versagen, jede Schwierigkeit und jedes Mißgeschick das ihnen widerfährt auf die fehlende OP schieben. Sie jaulen und jammern so lange herum bis sie einen Gutachter finden der die OP befürwortet. Dies wahrscheinlich damit eben dieser Gutachter das penetrante Nöhlen nicht mehr ertragen muss. Die OP soll dann alles richten, soll nicht nur das Geschlecht angleichen sondern auch noch zu sozialer Kompetenz, höherer Lebensfreude und womöglich auch noch zu Friede, Freude und Eierkuchen verhelfen. Bleibt dies aus geht das Gejaule weiter. SCHULD sind immer die anderne, die Umstände, das Leben an sich oder der böse Mitmensch. Letztgenannter bin in diesem Fall ich, weigere ich mich doch schlicht Dir in Deinem Selbstmitleid beizupflichten.....

So, ich gehe mal davon aus das ich für diesen Beitrag zumindest gerügt werde aber DAS musste aus mir heraus.

ziemlich genervte Grüße von Janet

n/v
Dani
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dabei seit: 11.10.2011

Warum habe ich den Eindruck, dass es einen grundsätzlichen Unterschied hier zwischen den 'Gruppen' gibt?

Die Einen sind sehnsüchtig auf der Suche danach, sich selbst zu finden und zu leben, wagen dafür Einiges. Und

die Anderen sind sehnsüchtig auf der Suche danach, sich selbst zu zerstören? Jeder Schritt scheint da nur einem Zweck

zu dienen: Verstümmelung, Identitätsaufgabe, Erniedrigung, Fremdbestimmung.. wo kommt das her, dass manche meinen, sie haben es nicht verdient zu leben.. ?

Das macht mich ehrlich traurig.

Sad Eure Danni

 

Das Leben meistert man lächelnd,

oder überhaupt nicht.

Kristallseele
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dabei seit: 23.03.2012

Dani schrieb:

Warum habe ich den Eindruck, dass es einen grundsätzlichen Unterschied hier zwischen den 'Gruppen' gibt?

Die Einen sind sehnsüchtig auf der Suche danach, sich selbst zu finden und zu leben, wagen dafür Einiges. Und

die Anderen sind sehnsüchtig auf der Suche danach, sich selbst zu zerstören? Jeder Schritt scheint da nur einem Zweck

zu dienen: Verstümmelung, Identitätsaufgabe, Erniedrigung, Fremdbestimmung.. wo kommt das her, dass manche meinen, sie haben es nicht verdient zu leben.. ?

Das macht mich ehrlich traurig.

Sad Eure Danni

Hallo Dani,

meiner Meinung nach hat das einen einfachen Grund.

Der erste Weg ist steinig, langwierig und anstrengend. Und man braucht eine Perspektive, muss wissen, wo man hin will.

Wenn sich jemand für den zweiten Weg entscheidet, muss er nix tun, außer sich selbst zu bemitleiden, sich einzureden, dass die Welt doch böse ist, und alles keinen Sinn hat. Auch wenn der Preis dafür hoch ist, zu hoch, meiner Meinung nach.

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Janet
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dabei seit: 16.12.2004

Hallo Dani,

sehr gute Frage. Ehrlich gesagt habe ich da gewiß keine allgemeingültige Antwort aber Kristalseele hat meine Sicht in diesem bereits vorweg genommen.

Als kleiner Nachtrag dazu: Sicher ist es schwer sich selbst anzunehmen, mit Gaben und Grenzen des eigenen Seins leben zu können. Aber ohne dies, ohne die grundsätzliche Akzeptanz des "ich" werden wir immer suchenden bleiben. Das NT bringt es auf den kurzen Nenner: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst. Das heißt in der Umkehrung: Liebe dich selbst wie deinen Mitmenschen. Wer diese Liebe nicht in sich trägt, wer nicht Willens und in der Lage ist sich selbt anzunehmen wird sich Feind sein und bleiben. Dies muss zur Selbstzerstörung führen, dies kann nur im Desaster ändern. Dieser Mangel an Eigenliebe ist weder operabel noch durch Medikamente behebbar, mit letzteren bestenfalls als flankierende Maßnahme überwindbar. Der entscheidende Schritt dazu muss allerdings in der Seele, im inneren ich, stattfinden. Hierbei kann Glaube, kann eine definierte Ethik jedweder Art hilfreich sein. Für mich ist dies der Glaube an Jesus, ein Halt der besteht auch und grade in schweren Zeiten.

liebe Grüße an Janet

P.S.: sorry für den Doppelpost, wenn es stört bitte ich darum einen der beiden zu löschen. DANKE!

n/v
Kristallseele
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dabei seit: 23.03.2012

Dankeschön, Janet.

Der Thread von Dani ist nun wieder etwas mehr dahin gekommen, worum es ursprünglich ging.

Obwohl aus christlichem (evangel.) Elternhaus, hab ich nie einen Zugang dazu gefunden.

Dennoch sehe ich mich als spirituellen Menschen, das ist für mich kein Widerspruch zum Gothic-Sein.

Ich meine, in Glaubensdingen sind Dani und ich uns gar nicht mal so unähnlich, auch wenn ich in keiner Freikirche oder so bin.

Wie man es nennt, ist auch egal. Hauptsache, es ist authentisch.

LG, Kristallseelchen

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Eyleen
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dabei seit: 09.08.2008

Hola Senoritas,

nur wer sich im leben Ziele setzt wird diese auch erreichen - hierbei kann der Glaube durchaus helfen und inspirieren. Eine gewisse Form von Selbstfindung ist in jedem Glauben verankert....

 

 

 

*Unser Glück und Seelenfrieden beruhen darauf, dass wir tun was wir für richtig halten und nicht das, was andere sagen oder tun.*

**Mahatma Gandhi**

Vyola
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dabei seit: 24.02.2011

 

Lebenslinien Sehsucht – wonach?

 

Eigentlich lese ich hier nur die Beiträge, da ich so einen Beitrag, hier nicht erwartet hätte,

habe ich lange nachgedacht ob und was man hier schreiben, sagen könne, und hoffe das dieser ihn auf positive weise ergänzt.

 

 

Depressionen sind ein sehr starkes Verlangen nach etwas, von dem man nicht weiß, was es ist.

(Friederike Mayröcker).

Obwohl ich mich keinesfalls mit Fachleuten in einen Disput einlassen will, denke ich, dass diese persönliche Meinung der Schriftstellerin nicht die einzige Ursache von Depressionen sein kann. Aber immerhin kann auch ich verstehen, dass es einen Menschen tief traurig machen kann und stark beunruhigen kann, wenn er eine unstillbare Sehnsucht, sozusagen ein seelisches Vakuum, in sich feststellt. Und ganz schlimm wird es dadurch, dass man weder weiß, was es eigentlich ist, oder es verdrängt, noch was man tun kann oder muss, oder Angst davor hat, um diese Sehnsucht zu stillen. Die meisten Menschen erleben diese Depression, und doch werden auch sie dadurch so stark beunruhigt, dass sie alles Mögliche versuchen, sie auszufüllen oder zu mindestens alles zu tun, was ihnen hilft, diese Leere nicht empfinden zu müssen. (was ich mein leben lang versuchte.)

(Nicht das ich gegen Musik bin ich liebe sie).

Darum muss auch das Fernsehen den ganzen Tag über laufen, oder man vertreibt sich mit dem Knopf im Ohr die fürchterliche Stille, die dem Herzen Fragen stellt, deren Antwort man fürchtet. Aber weil diese Haltung so klug ist wie die, auf den Gleisen stehen zu bleiben, wenn ein Zug kommt, möchte ich denen Mut machen, der Frage des Lebens nicht länger auszuweichen.

 

Danke für Deine Inspiration, Danni. Und für Dienen Tipp, es kommt auf den Blickwinkel des Lebens, zu den Dingen an.

 

Lieben Gruß eure Vyola Smile

„Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie deines Herzen kennt"

Eyleen
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dabei seit: 09.08.2008

Werden heute nach Calella laufen und einige Kerzen in der Kirche - zur Ehre von Maria  - anzünden.....

 

*Unser Glück und Seelenfrieden beruhen darauf, dass wir tun was wir für richtig halten und nicht das, was andere sagen oder tun.*

**Mahatma Gandhi**