Fazit: Uni Bonn, Diskussion: Transsexuellengesetz - Reform oder abschaffen?

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tina666 EX
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Beate schrieb:
Daher bin ich momentan sogar eher dafür, das Verfahren bei den Gerichten zu belassen, allerdings reduziert auf eine simple Erklärung, ganz analog zu der Prozedur eines Kirchenaustritts in NRW.

 

Hi Beate

Ich denke diesen antrag kann jede Stadtverwaltung durchführen, ohne großes theater zu machen.

Und gutachten braucht kein Mensch, wäre auch dafür es so zu überlassen wie ein

Kirchenaustritt in NRW.

Tina

 

jasminchen
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Beate_R schrieb:
Was das TSG anbelangt, so sind Änderungen eine Gratwanderung: Liberalisierung, besonders der Verzicht auf den OP-Zwang, werden den Kassen neue Vorwände zur Leistungsverweigerung liefern, und auch der an sich sinnvolle Vorschlag, die Namensänderung ohne Gerichtsverfahren und Gutachten bei den ohnehin zuständigen Standesämtern bzw. Kreisbehörden durchzuführen, wird den Nachteil einer größeren Rechtsunsicherheit haben: an der Praxis der Handhabung von §47 PSTG ff. (Namens- und Personenstandsänderungen bei Intersexualität) ist Rechtsverweigerung nämlich gang und gäbe - meistens ist es für die Betroffenen leichter, den (in diesem Fall ja besonders verletzenden) Weg über das TSG zu gehen.

 

Vielleicht die OP-Kosten auf Darlehnsbasis vergeben analog Bafög. Namenswahl sollte dann vollständig freigegeben werden. Wenn sich dann jemand wegen der OP dann umbringt, ist das dann persönliche Pech wie bei den Opfern im Straßenverkehr, von Nikotin und Alkohol. D urch mehr Wettbewerb und mögllichkeit von auslands-Ops werden auch die Kosten sinken.

Ich sehe das heutige Gutachterverfahren als eine Art von Prohibition. soll doch jeder sein Geschlecht frei wählen, egal aus welchen Motiven.

 

LG CJ

 

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

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Beate_R
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tina666 schrieb:
... diesen antrag kann jede Stadtverwaltung durchführen, ohne großes theater zu machen.

Sie könnte. Im Fall von §47 PSTG ist das sogar so vorgesehen. Leider zeigt die Rechtspraxis dort, dass Theater gemacht wird.

Viele liebe Grüße

Beate