Fazit: Uni Bonn, Diskussion: Transsexuellengesetz - Reform oder abschaffen?

33 Antworten [Letzter Beitrag]
tina666 EX
Bild von tina666 EX
Offline
Ehemaliges Mitgllied
dabei seit: 19.11.2009

Also die gründe für meine Op waren viele.

1 mein Traum richtig als Frau zu leben ohne einschränkung an Kleider u.s.w, und den sex dazu zuhaben, ohne immer wieder sex von der anderen seite z :mgreen:

2 Köpergefühl einer Frau zu haben

2 als Frau zu Heiraten

also ich würde sagen das es ein paket war, warum ich die Op gemacht habe.

Und das alles darf ich nach meiner Op haben und machen.

Ohne diese op wäre einiges für mich nicht möglich.

Also mein Vorschlag

Namensänderung nach   1 Jahr Hormone einnahme

Personenstandsänderung nach 2 Jahren Hormon einnahme

Sofern die Person alle 5 jahre es bestädigt (vom Arzt) Hormone zu nehmen, muß das amt nichts ändern.

Sofern die Person im Bio Geschlecht lebt und sich so darstellt und keine Hormone zu sich nimmt sofort aberkennen.

Psychologisch hinterfragen,

also ich denke das was ich geschrieben habe ist blöde, ok aber es gibt sicher möglichkeiten so ein neues TGS hinzubekommen.

GA OP muß jeder Mensch für sich selbst entscheiden können,. aber kein Mensch darf anders behandelt werden wenn die angst bei diesen Menschen zu groß ist es nicht zu tun.

Gleiche rechte für alle, und auch gleiche rechte für Personenstandsänderung ob mit oder ohne op

Tina

 

 

Kimber EX
Bild von Kimber EX
Offline
dabei seit: 05.05.2009

 

Den meisten Menschen aus meinem Umfeld ist es für gewöhnlich viel unverständlicher, wieso die Gesetzgebung an die GAOP gekoppelt ist. Denen ist nämlich der Kausalzusammenhang zu recht nicht klar.

Die OP aus freien Stücken? Absolut verständlich, keine OP aus welchen Gründen auch immer, auch verständlich, jeder ist eben seines Glückes selber Schmied, nur später nicht jammern, wenn die Gründe die falschen waren.

Aber die OP im Gesetz? Erstauntes Achselzucken.

Zum einen sieht man die GAOP für gewöhnlich im Alltag eh´ nicht (ist ja kein Aufwand das zu vermeiden, wenn man möchte), man wird für andere Menschen im sozialen Umgang nicht weiblicher, kostet Geld, man riskiert die Gesundheit und letztlich sind den meisten Menschen die Genitalien ihrer Mitmenschen so was von total egal, das es eigentlich erst interessant wird, wenn es um Sex geht. Sonst interessiert es eigentlich niemanden.

 

Das TSG folgt weder dem Gedanken des Pragmatismus, noch greift es zeitgemäße wissenschaftliche Erkenntnisse auf, sondern es spiegelt lediglich eine subjektive Meinung der damaligen Zeit wieder, welche von der Gegenwart mittlerweile überholt ist.

 

Juristisch spielt es eigentlich keine grosse Rolle, ob ein Mensch sich unters Messer legt und man dann die Papiere umstempelt oder sich das Messer spart und gleich die Papiere stempelt. Die Fingerabdrücke, Genetik, sämtliche wichtigen Erkennungsmerkmale und die Identität bleiben die selben wie vorher.

Klappt immerhin in sieben europäischen Staaten auch, wenn ich mich nicht irre.

 

@Beate

Deiner Aussage über den Erwartungsdruck kann ich nur zustimmen, allerdings nicht zwingend durch die breite Gesellschaft -ausser konservativen Moralisten und religiösen Eiferern ist die ganze TS-Thematik meiner Erfahrung nach den meisten Menschen so egal- sondern mit Vorliebe aus TS-Kreisen.

 

Doug hatte Recht: Macht´s gut und danke für den Fisch.

Sandra-c
Bild von Sandra-c
Offline
Reale Person
dabei seit: 10.11.2005

Kimber,

deiner Aussage, dass es den meisten Menschen egal ist kann ich sogar noch hinzufügen, dass sie meistens, wenn du dich mit Ihnen darüber unterhälst, über den bürokratischen Aufwand entsetzt sind. Dies habe ich gerade erst wieder in der letzten Woche bei einem Treffen mit Kollegen erlebt.

LG

Sandra

 

 

Die Idee ist, so spät wie möglich jung zu sterben Ashley Montagu

Triona
Bild von Triona
Offline
Reale Person
dabei seit: 05.10.2007

Sandra-c schrieb:

Kimber,

deiner Aussage, dass es den meisten Menschen egal ist kann ich sogar noch hinzufügen, dass sie meistens, wenn du dich mit Ihnen darüber unterhälst, über den bürokratischen Aufwand entsetzt sind. Dies habe ich gerade erst wieder in der letzten Woche bei einem Treffen mit Kollegen erlebt.

LG

Sandra

 

Genau diese Erfahrung habe ich auch gemacht.
Über Jahre hinweg + durch die Bank.

 

liebe grüße
triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Kimber EX
Bild von Kimber EX
Offline
dabei seit: 05.05.2009

Ooooh ja...was den bürokratischen Aufwand anbelangt, kann ich Sandra und Triona nur zustimmen.

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Das Prinzip sollte man mal auf andere Menschen übertragen.

Doug hatte Recht: Macht´s gut und danke für den Fisch.

Triona
Bild von Triona
Offline
Reale Person
dabei seit: 05.10.2007

Und daß psychiatrische Gutachten dazu erforderlich sind, verwundert, ja befremdet auch ziemlich viele.
Die meisten können sich das gar nicht wirklich vorstellen.
Endet dann allerdings meistens in Achselzucken oder auch allgemeine Empörung über die "deutsche Bürokratie", die sie als solche ja auch aus anderen Zusammenhängen kennen.

 

liebe grüße
triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

tina666 EX
Bild von tina666 EX
Offline
Ehemaliges Mitgllied
dabei seit: 19.11.2009

Also mal kurz angemerkt, ich habe 2 Kinder von meinen Freund zu versorgen, ich bin die ersatz Mutter für sie geworden.

Die leibliche Mutter möchte von diesen zwei nichts wissen.

Die Kinder sind 6 und 8 Jahre.(Junge, Mädchen,)

Sie haben mich Super lieb, und ich Liebe sie auch sehr, und versorge sie bestens.

Sie sagen zu mir Mama....

Ich habe ))mit noch anderen gründen !!!(( die Genital op gemacht um diese Familie stärker zu verbinden.

Eben damit ich die erlaubnis bekomme, meinen Freund zu Heiraten.

Und somit eine feste Familie zu binden, alles das!! hätte ich ohne Op nicht machen dürfen.

Ich lass das hier mal so stehen und jede von euch überlegt mal nach!! ob das TSG so in der alten Form bleiben soll???

Es gibt zu wenige von uns, wenn wir mehr leute wären, wäre es möglich eine neue Reform zu erkämpfen, und dieses Menschenverachtende tsg abzuschaffen.

Sogar meine Psychologin sagte mir vor 3 jahren am anfang meines weges, ((sie brauchen keine Psychotherapie wie andere die eine Geisteskrankheit haben, aber ich weiss sie brauchen mich  um an ihre ziele zu kommen, ohne mich würde es nicht gehen, da dieses gesetz es verlangt)))

Da wir in der minderheit sind ist es sehr schwer was zu bewegen.

Und ich habe alles durch und erledigt, aber ich weiss das nach mir andere kommen werden, die auch im falschen geschlecht geboren sind.

Und um diese Menschen geht es hier, um diese Menschen, da sie es einfacher und sozialer haben werden.

Tina

 

 

jasminchen
Bild von jasminchen
Offline
Reale Person
dabei seit: 17.06.2007

tina666 schrieb:
Und um diese Menschen geht es hier, um diese Menschen, da sie es einfacher und sozialer haben werden.

 

Es geht auch um die gesellschaftliche Anerkennung, die mit der Behandlung als geisteskranker bzw. geschlechtsidentitätsgestörter Mann laut f 64.0 nie gegeben sein wird.

 

LG Cveta

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

Tassi EX
Bild von Tassi EX
Offline
Ehemaliges Mitgllied
dabei seit: 02.05.2007

tina666 schrieb:
Sogar meine Psychologin sagte mir vor 3 jahren am anfang meines weges, ((sie brauchen keine Psychotherapie wie andere die eine Geisteskrankheit haben, aber ich weiss sie brauchen mich  um an ihre ziele zu kommen, ohne mich würde es nicht gehen, da dieses gesetz es verlangt)))

 

Liebe Tina,

diese Worte sind mir nicht unbekannt, denn gleiches habe ich auch von einer Psychologin gehört, bei welcher ich nach meinem Outing ein paar Mal gewesen bin, doch nicht jede steht so stabil im Leben und somit sehe ich eine psychologische Begleitung im Bedarsfall nicht ganz unnützig. Sie sollte aber mehr eine aufklärende und coachende Funktion haben.

Hier geht es jedoch nicht um Menschlichkeit und Hilfe, sondern, besonders auf Kassenseite ganz hart formuliert um Ausgaben, welche eine Kasse, gleich ob sie privat oder gesetzlich ist, auf ein Minimum reduzieren möchte.

 

.... Tassja

 

Beate_R
Bild von Beate_R
Offline
Reale Person
dabei seit: 03.02.2005

Hall Tassi

tatsächlich geht es um beides, und zunächst sicherlich um Menschlichkeit - davon geht alles aus, einschließlich der des Verhaltens der Kassen und auch der "Theorien" der Psychiatrie.

Was das TSG anbelangt, so sind Änderungen eine Gratwanderung: Liberalisierung, besonders der Verzicht auf den OP-Zwang, werden den Kassen neue Vorwände zur Leistungsverweigerung liefern, und auch der an sich sinnvolle Vorschlag, die Namensänderung ohne Gerichtsverfahren und Gutachten bei den ohnehin zuständigen Standesämtern bzw. Kreisbehörden durchzuführen, wird den Nachteil einer größeren Rechtsunsicherheit haben: an der Praxis der Handhabung von §47 PSTG ff. (Namens- und Personenstandsänderungen bei Intersexualität) ist Rechtsverweigerung nämlich gang und gäbe - meistens ist es für die Betroffenen leichter, den (in diesem Fall ja besonders verletzenden) Weg über das TSG zu gehen.

Daher bin ich momentan sogar eher dafür, das Verfahren bei den Gerichten zu belassen, allerdings reduziert auf eine simple Erklärung, ganz analog zu der Prozedur eines Kirchenaustritts in NRW.

Viele liebe Grüße

Beate