Fazit: Uni Bonn, Diskussion: Transsexuellengesetz - Reform oder abschaffen?

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Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Hallo in die Runde,

 

mal ein kurzes Fazit zu einer Veranstaltung, die ich hier im Terminkalender eingestellt hatte.

Der Vortrag war nicht gut besucht, laut meiner Zählung waren es gerade mal 11 Teilnehmer, also eigentlich sehr enttäuschend. Ob es daran lag/liegt, dass das Thema nicht pointiert genug dargestellt wurde, das Thema an sich die überwiegende (studentische) Mehrheit nicht interessiert(e) oder die Werbung nicht gut genug war, weiß ich nicht. Ich vermute, dass es eine Kombination aus allen dreien war.

Zu Anfang hielt Deborah einen ca. 35-minütigen Vortrag über das TSG. An der darauf folgenden Diskussion nahm dann auch ich teil. Sie war trotz allem interessant und recht intensiv. Vertieft wurden  Fragen, was  Geschlecht ist, wie es bestimmt werden könnte bzw. sollte. Zudem ging es um Möglichkeiten zur Vereinfachung des TSG-Verfahrens, besonders, ob es  bei Gericht bleiben sollte oder nicht, ausserdem, wie liberal eine Reform angelegt sein sollte. Keineswegs überraschend bereitete insbesondere das Thema PStÄ ohne GaOP  den Nichtbetroffenen Probleme.

Insgesamt nahm ich vom Podium einige wichtige Anregungen für die Zukunft mit, sowohl hinsichtlich des inhaltlichen als auch darüber, wie  Gestaltung und Rahmen ähnlicher  Veranstaltungen in Zukunft verbessert werden könnten.

Viele liebe Grüße

Beate 

Sama79
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=====

Danke, Beate.

Inwieweit hatten denn die Nichtbetroffenen Probleme mit dem Thema Personenstandsänderung und gaOP?

Beate_R
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Nicht und, sondern ohne Ga-OP (was bei den Männern übrigens möglich ist).

Viele liebe Grüße

Beate 

Shima
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dabei seit: 18.01.2009

Beate_R schrieb:
Keineswegs überraschend bereitete insbesondere das Thema PStÄ ohne GaOP  den Nichtbetroffenen Probleme.

Inwieweit bereitete dieses Thema den Nichtbetroffenen Probleme?

 

susanne-ffm
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dabei seit: 14.10.2007

Erstmal danke Beate das du dich überhaupt um sowas kümmerst - Politik ist halt viel BlaBla und nicht viel konkretes.

Was die Studenten angeht, die hatten warscheinlich mehr mit dem Bildungsstreik am Hut wie ein TSG was SIe nicht intressiert

Was die PStÄ angeht, im Gesetz steht nur was von zeugungsunfähig - theoretisch müsste also ein Kastration (entfernung der Hoden) reichen - natürlich reicht das den Mädels nicht -

Jedenfalls wird die Änderung des TSG nach meiner Einschätzung sich noch ettliche Jahre hinziehen - der Zeitdruck ist ja weg und das einzige was man aus der Bundestagsaktion in dem Jahr lernen kann, ist das den Gesetzgeber (sprich dem Bundestag) die Meinung der Betroffenen gepflegt am Hintern vorbeigeht

Ich weiss auch, das du Beate, da schon viel Arbeit reingesteckt hast in das Thema TSG, aber ich vermute mal das die ganzen Stellungsnahmen zum TSG die ja schon vor Jahren ausgearbeitet wurden, in der Rundablage "P" gelandet sind - Ich bewundere es das du immer noch im Thema bist und nicht schon längst aus Frust dich zurückgezogen hast

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Shima schrieb:
Beate_R schrieb:
...PStÄ ohne GaOP  den Nichtbetroffenen Probleme.
Inwieweit bereitete dieses Thema den Nichtbetroffenen Probleme?

Um es auf den Punkt zu bringen: eine Frau mit Fortsatz im Schoß könne halt keine Frau sein.

Aber wir waren doch auch vor der OP schon Frauen, oder?

Viele liebe Grüße

Beate 

tina666 EX
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Ehemaliges Mitgllied
dabei seit: 19.11.2009

Hi

Also nach meiner Ga Op geht es mir gut, außer das meine blase Kaputt ist habe eine chonische Blasenentzündung durch die Ga op.

Diese geht nie wieder weg, habe schmerzen beim wasser lassen der Dr. hat alles gut operiert, nichts ist den vorzuwerfen.

Es muß eine reform geben, die keinen Menschen zwingt sich operieren zu lassen, sorry wenn ich mit meinen Beitrag ärger mache.

Aber das ist meine Meinung......

Es sieht bei mir unten rum gut aus, ich habe durch Geschlechtsverkehr einen Orgasmus alles ist ok außer meine Blase.

Das kann immer mal passieren, ich finde es nur schlecht das ich ohne op kein weiblichen eintrag bei der Stadt bekommen hätte, ich finde ein nicht gut das ich sonst ohne op meinen Freund nicht heiraten könnte.

Sorry so nicht das TSG muß geändert werden, ich spreche aus erfahrung.

Ich weiss nicht wie ich es mit wörtern fassen kann oder beschreiben möchte.

Mir fehlen einerseits die wörter, und zum tei finde ich das alte tsg gesetz Menschenverletzent,

Müßen diese Menschen nun  mit meiner Blasen leben???????

NEIN NUR ICH

Tina666

 

Shima
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dabei seit: 18.01.2009

Hallo Tina,

herzlichen Dank für Dein offenes, ehrliches Posting. Es liest sich wirklich sehr tragisch, dass Du seit Deiner GaOP diese vehementen Blasenprobleme und Schmerzen hast.

Ich habe ein paar Fragen zu Deinem Posting:
Bereust Du die GaOP?
Würdest Du Dich nochmals unters Messer legen?
Und hast Du Dich nur wegen der Personenstandsänderung unters Messer gelegt?

Ich glaube, es ist grundsätzlich falsch, sich wegen einem Stück Papier zu einer GaOP zu entschließen. Eine GaOP macht man für sich selbst und nicht wegen oder für ein Dokument, respektive für die Personenstandsänderung. Ich hätte die GaOP auch an mir machen lassen, wenn ich in einen Land gelebt hätte, indem ich null Chancen auf eine Personenstandsänderung gehabt hätte. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese weiblichen Dokumente so enorm wichtig sind, sich zu einem solch eingreifenden, irreversiblen Schritt zu entschließen. Wegen einer Personenstandänderung hätte ich mich nie unters Messer gelegt, auch nicht, weil ich heiraten hätte wollen. (Gibt ja mittlerweile auch eingetragene Lebenspartnerschaften.)

Ich kann nur jeder abraten, sich wegen einer Personenstandsänderung unters Messer zu legen. Eine GaOP lässt man nicht wegen oder für ein Dokument machen, sondern weil man die GaOP für sich persönlich braucht und ohne GaOP nicht mehr leben kann. Das ist meine persönlich Meinung. Eine Personenstandsänderung sollte nie der Beweggrund für eine GaOP sein.

Mein Posting bezieht sich jetzt aber leider nicht auf die Frage, ob man das TSG bezüglich der Personenstandsänderung komplett überarbeiten sollte, sondern auf mögliche falsche Motive für eine GaOP. Sorry.

Jeder Therapeut/Arzt, der bemerkt, dass man die GaOP ausschließlich wegen der Personenstandsänderung machen lassen will, dürfte seiner Patientin nie eine Indikation oder Gutachten für eine GaOP ausstellen.

tina666 EX
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Ehemaliges Mitgllied
dabei seit: 19.11.2009

Hi

Ja ich habe die GaOp nie bereut, und ich habe sie gemacht.

aus diesen grund da !

Punkt 1 ich nicht mit ein Männliches Geschlecht leben wollte.

Punkt 2 ich richtig heiraten möchte wie Frau und Mann es tun, und nicht so eine Homo ehe  einzugehen möchte, da würde ich mich im kopf nicht wie eine Richtige Frau fühlen.

Punkt 3 ich fühle mich nach der OP glücklich.

Blase ist halt anders wie bei einen Männlichen geschlecht, harndrang ist größer, und ja ich habe leichte schmerzen beim wasser lassen.

Mein Hausarzt sagte es geht weg, alles braucht seine zeit, krankenhaus sagte es ist das was eine Frau beim wasserlassen verspürt, urologe sagte es muß sich alles einstellen, frauenarzt sagte es geht nie weg.

unterschiedliche aussagen,

aber ich möchte sagen das es egal ist was die Person für ein grund hat die Gaop machen zu lassen.

Kein Mensch darf ihr das verbieten, gutachten hin und her wir sind alle alt genug um das selber zu entscheiden.

Aber das TSG muß abgeschaft werden, wie es jetzt ist.

Keine OP Pflicht zwegs Geschlechtseintrag +  zwecks richtige Heirat.

Lg

Tina

 

tina666 EX
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Ehemaliges Mitgllied
dabei seit: 19.11.2009

ps

Mein ergebinis sieht Super aus, meine Frauenärztin sagte bessser wie bei den Meisten 16 bis17 Jährigen Mädchen.

Sieht aus wie geboren....

Funktion ist Super,

Die op hatte ich in August, ich denke das sich alles abheilen muß.

Sex geht auch und das nach 3 Monate... denke das dieses so ganz ok ist.

Viele grüße

Tina

 

 

jasminchen
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dabei seit: 17.06.2007

tina666 schrieb:

Mein Hausarzt sagte es geht weg, alles braucht seine zeit, krankenhaus sagte es ist das was eine Frau beim wasserlassen verspürt, urologe sagte es muß sich alles einstellen, frauenarzt sagte es geht nie weg.

 

 

Hallo Tina,

 

ich hatte auch Blasenentzündung und Harnröhrenverengung . Diese wurde aber bei der Nach-OP beseitigt, hatte seitdem keine Blasenentzündung mehr. Der Urologe misst zur Diagnostik der Harnröhrenverengung den Harnstrahl. Die häufigen Blasenentzündungen führen nämlich zur Vernarbung in der Harnröhre und damit verbundener Abflusstörung, was bis zum Entstehen einer Überlaufinkontinenz (letztes Stadium) gehen kann.

Gute Besserung!

 

LG Jasminka

 

PS: Finde TS-Diagostik und TSG auch der Menschenwürde widersprechend

 

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive