Es werden immer mehr

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jasminchen
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Michaela schrieb:
Viele Transsexuelle haben falsche Erwartungen und werden von der Realität eingeholt, wenn sie nicht weitestgehend unerkannt bleiben. Jasminchen beschreibt mögliche Spiesrutenläufe. Das wird gerne ignoriert.

Dazu gehört auch, sich von Kontakten zu trennen, die Wechsel nicht akzeptieren. In dem Fall spielt das Wissen der Vergangenheit die größere Rolle, kann auch "Schöntransen" erwischen, im Prinzip jeden, der sich gegen das Geschlecht vom Standesamt richtet, auch die, die von Ärzten und Eltern in Rolle geszwängt wurden.

 

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

Abigail
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ich finde das nicht wichtig, als was man gesehen wird oder mich andere betrachten.

wenn ich mich als frau fühle oder verstehe, weil ich eben nagellack trage, eine perücke...etc, bin ich eben genau dieses. gibt ja auch frauen, die männlich wirken, obwohl sie reine hetero-biofrauen sind. das die gesellschaft meist inakzeptabel auf maskulin wirkende ts oder auch unerfreulich auf cds oder tvs reagiert, darf man nicht außer acht lassen. aber definieren tun diese deswegen nicht, wer frau ist und wer nicht. es gibt ja nicht nur schwarz und weiss...das specktrum dazwischen ist es ja...falls es überhaupt richtig weiss und schwarz gibt. für den einen ist das eben wichtig, auch in der gesellschaft als frau verstanden zu werden, aber letztendlich zählt nur, wie man sich fühlt und man selber zufrieden ist.

 

aber ich stimme dir voll zu, dass viele eine rosa-rote vorstellung von einer transition haben, oder sich erhoffen auch in der gesellschaft als "voll-frau" gesehen zu werden. wenn ich selber draußen eine ts o.ä. sehe, die noch sehr männlich wirkt. sehe ich die ja selbst nicht als klare "frau". sie ist halt eine ts, was ja aber nichts schlimmes oder abwertendes ist. aber es gitb auch einige, bei denen man keinen unterschied feststellen kann.

ich kenne auch jemaden, der mit der rosa-roten brille wohl ein paar probleme hat. die wahrheit wird da aber nicht verkraftet oder man ist sauer nachdem man sie gehört hat.

finde ich albern...aber naja... werden die schon merken...

lg, Abby

Michaela
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dabei seit: 11.11.2012

Abigail schrieb:
ich finde das nicht wichtig, als was man gesehen wird oder mich andere betrachten.

Dann sind Dir im Umkehrrschluß, wenn ich gewagt argumentieren darf, die Bedürfnisse anderer Menschen unwichtig? Das ist der Beginn der langsamen Vereinsamung, weil der Kreis der möglichen Freunde immer kleiner und spezieller wird. In einer Gesellschaft ist es üblich, sich gegenseitig zu respektieren und anzupassen. Es ist ein ständiges geben und nehmen.

Avi
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Bevor darüber diskutiert, ob man Frau ist, sollte doch erstmal definiert werden, was Frau ist.

Unabhängig von dem Ergebnis spreche ich aber dem Gegenüber das Recht ab über mein Frausein zu entscheiden.

Ob mein Gegenüber meine Entscheidung zum Frausein akzeptiert oder nicht und wie ich damit umgehe steht aber auf einem ganz anderen Blatt. Nur um diesem Einwand zuvor zu kommen

Sky is no Limit

Michaela
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dabei seit: 11.11.2012

jasminchen schrieb:

Michaela schrieb:
Viele Transsexuelle haben falsche Erwartungen und werden von der Realität eingeholt, wenn sie nicht weitestgehend unerkannt bleiben. Jasminchen beschreibt mögliche Spiesrutenläufe. Das wird gerne ignoriert.

Dazu gehört auch, sich von Kontakten zu trennen, die Wechsel nicht akzeptieren. In dem Fall spielt das Wissen der Vergangenheit die größere Rolle, kann auch "Schöntransen" erwischen, im Prinzip jeden, der sich gegen das Geschlecht vom Standesamt richtet, auch die, die von Ärzten und Eltern in Rolle geszwängt wurden.

 


Richtig, jede Transition bedingt Veränderungen. Man verliert Freunde und man gewinnt im Idealfall neue hinzu. Das auch stimmig wirkende Transsexuelle vor heimtückischen Angriffen von anderen nicht gefeit sind, haben wir bei Tanja Krienen und dem riesen Arschloch Broder gesehen. Das Gerichtsurteil war eindeutig, ändert aber wenig am Schaden, den ein solches Wesen anrichtet.

Michaela
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dabei seit: 11.11.2012

Avi schrieb:

Bevor darüber diskutiert, ob man Frau ist, sollte doch erstmal definiert werden, was Frau ist.

Unabhängig von dem Ergebnis spreche ich aber dem Gegenüber das Recht ab über mein Frausein zu entscheiden.

Ob mein Gegenüber meine Entscheidung zum Frausein akzeptiert oder nicht und wie ich damit umgehe steht aber auf einem ganz anderen Blatt. Nur um diesem Einwand zuvor zu kommen


Es gibt dazu keine Definition. Es liegt in Auge des Betrachters. Für was Du Dich selber hältst, interessiert nicht. Du kannst Dich auch für ein Schaf halten, es wird andere nicht von ihrer Meinung abbringen.

Du ignorierst, dass Du in und mit einer Gesellschaft lebst. Ist Dir klar, welche Probleme Skins haben, die aus der linken Arbeiterbwegung kommen, aber von allen als rechte Glatzen eingestuft werden? Wechselst Du auch die Straßenseite, wenn eine Horde Glatzköpfiger entgegen kommt? Dir ist klar, dass Du Skins damit massiv beleidigst, wenn Du sie mit rechtes Schlägern in einen Topf schmeißt.

Deine Sichtweise führt zu den Problemen jener Transsexuellen, die nur in ihrer eigenen Welt leben und völlig ignorieren, was andere denken. Das ist der Beginn des Untergangs.

jasminchen
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dabei seit: 17.06.2007

Michaela schrieb:
Deine Sichtweise führt zu den Problemen jener Transsexuellen, die nur in ihrer eigenen Welt leben und völlig ignorieren, was andere denken. Das ist der Beginn des Untergangs.

Gab ja früher z.B. in Dresden riesige Partyszene, wo Transen unter sich blieben und aus ganz Deutschland angereist wurde. Aber ist Vergangenheit.

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

Michaela
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dabei seit: 11.11.2012

jasminchen schrieb:

Michaela schrieb:
Deine Sichtweise führt zu den Problemen jener Transsexuellen, die nur in ihrer eigenen Welt leben und völlig ignorieren, was andere denken. Das ist der Beginn des Untergangs.

Gab ja früher z.B. in Dresden riesige Partyszene, wo Transen unter sich blieben und aus ganz Deutschland angereist wurde. Aber ist Vergangenheit.


Es ist etwas anderes, ob eine Subkultur ihren Spaß hat. Auch BDSM Feten sind geschlossene Veranstaltungen, haben aber wenig mit dem Alltag zu tun.

Wenn BDSMler meinen, sie müssten ihren Sklaven an der Leine durch die Stadt führen, sollten sie sich über die Reaktionen nicht wundern. Wer dann mit Sätzen wie "mir doch egal, was andere denken" daher kommt, sollte sich als Führungskraft über einen Rausschmiß nicht wundern, wenn das eigene Bild in der Zeitung erscheint.

Abigail
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@ michaela

ehrlich gesagt sind mir die bedürfnisse anderer menschen egal, ja! durch mein äußerses erscheinungsbild tue ich ja niemandem weh oder greife irgendwen an. ich trage ja kein hakenkreuz-tattoo auf der brust und laufe oben ohne rum.

was haben andere menschen denn für bedürfnisse, was nur mich etwas angeht? mit aussehen tut man niemanden weh, deswegen klaut man keine kinder vom fahrrad oder stellt eine gefahr für die gesallschaft dar. wem das peinlich ist oder wen es stört, der kann ja wegschauen. ich muss auch mit vielen, meiner meinung nach, nicht wünschenswerten menschen auskommen. auch wenn es meinen freunden oder ehemaligen freunden nicht passt wie ich bin. wenn die sich deswegen von mir lossagen habe ich mich zuvor ganz schön in denen getäuscht. dann kann ich auch froh sein, das die weg sind! deswegen ist man aber noch lange nicht isoliert oder vereinsamt. wenn es einem natürlich wichtig ist von allen gemocht zu werden, oder sich mit einer exorbitanten freundesanzahl unglaublich toll und beliebt fühlt, der muss mal schlau werden oder die augen auf machen. ich habe auch als mann nur sehr wenige freunde (5 insgesamt). aber die sind auch WAHRE FREUNDE. auf die kann ich mich IMMER verlassen und die nehmen mich so wie ich bin. jemand der 100 "freunde" hat, steht, wenn mal was passiert, ganz schön alleine dar.

man findet ja auch neue leute/freunde, wenn man sich aufrafft. ich selber gebe ´nen dreck auf menschen, die so oberflächlich sind. das sind dann die, die die models gut finden die so mager sind...und sich nur solche in der gesellschaft wünschen. die sind es, die zu anderen sagen sie seien hässlich oder beleidigen. solche idioten...

wenn es meiner nachbarin nicht passt, dass ich als frau raus gehe, weil sie meint ich sei zu männlich...soll die sich doch so aufregen das die nen herzinfarkt hat...ist mir so egal, wie wenn in china ein fahrrad durchrostet. wer sich so über andere geniert muss wirklich wahre probleme haben.

oberflächliche leute sind voll für´n eimer!

 

das einzige bedürfnis, was die gesellschaft haben darf ist; gefahrlos und friedvoll mit mir zu leben. alles andere geht die überhaupt nichts an!

lg abby

Michaela
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Abigail schrieb:
das einzige bedürfnis, was die gesellschaft haben darf ist; gefahrlos und friedvoll mit mir zu leben. alles andere geht die überhaupt nichts an!

Du bist wohl kaum in der Position, den Leuten zu sagen, was sie denken dürfen. Deine Vorstellungen sind schön und es wäre gut, wenn Menschen so wären. Sie sind es aber nicht und Du mußt mit diesen Deppen im Alltag klar kommen. Was meinst Du, was die rechten Deppen mit Dir des Nachts machen, wenn Sie Dich als Transe outen? Die interessieren dann Deine Bedürfnisse überhaupt nicht.