Das gefährliche Loch nach der Euphorie

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Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Jan1984 schrieb:
Aber wenn ich es richtig verstehe, fühlt es sich für euch gut an an diesem Wochenende in der Frauenrolle zu leben und im "kerligen" Alltag sehnt ihr euch wieder nach diesem Gefühl. Ansonsten würde ja kein Loch entstehen, oder? Oder ich versteh das Wort "durchgetranst" nicht wirklich. Tut mir leid, wenn ich was falschen in eure Beiträge hineingelesen habe.

Du hast das schon ganz richtig verstanden - und es kann eine fertig machen. Nicht im Sinne von "Ich will mein Spielzeug wiederhaben", sondern im Sinne von "Ich will mich nicht wieder verbiegen". Die Giraffe, die den Hals strecken konnte, will nicht wieder in die Transportkiste. Sad

Natürlichkeit ist langweilig    

tanjak
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Hallo @ All.
Das Loch in das man fällt wenn man wieder zurück in die männliche rolle mus kann sehr tief sein und es ist mühseelig dann da wieder auf Dauer raus zu kommen. Allerdings sollte man sich seiner Sache auch sicher sein.
Es klingt im ersten moment ganz toll 24/7 als Frau zu leben und zur Arbeit gehen und und und.
Doch was passiert dann wenn der Alltag einkehrt, wenn es nichts besonderes mehr ist sich morgens zu schminken und für die Arbeit zurecht machen. Kleider raus suchen usw. Die ersten zwei drei Wochen ist das dann alles neu und ganz toll und dann?
Da sollte man sich das wohl gut überlegen ob man sich in der Arbeit outet und ob man das leben als Frau wirklich will oder nicht.

LG Kim

Triona
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Johanna schrieb:
... Was die Arbeit betrifft, da hast du wohl recht - wobei die Bosse doch eigentlich psychisch ausgeglichene Mitarbeiterinnen gegenüber depressiven Mitarbeitern vorziehen sollten.

Da hast du wohl recht.
Aber das dürften wohl manche von ihnen noch nicht begriffen haben.

jasminchen schrieb:
... Wobei Misogynie und Transphobie immer die Instabilität des Gegenübers offenbaren.

Auch das wird wohl stimmen.
Trans-Feindlichkeit fußt schließlich immer Frauenfeindlichkeit, genauso wie Homosexuellenfeindlichkeit, die von vielen eh oft in einem Atemzug genannt + auch ausgeübt wird.

Die Erkenntnis daß die Ausgrenzung von Minderheiten - welcher Art auch immer + nich beschränkt auf Trans* - immer auch ein Zeichen von Schwäche des Ausgrenzenden ist, der scheinbar mit der Mehrheit schwimmt , hilft uns hier aber auch nicht weiter.

Ich habe schon Chefs gehabt, die eindeutige Psychopathen waren.
Da kannst du nix machen.
Da mußt du durch.
Oder mußt dir eine andere Arbeit suchen, so du eine findest.

Allerdings fällt mir langsam auf, daß diese Diskussion mittlerweile immer weiter weg vom eigentlichen Thema führt.

Liebe Grüße
Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

BettinaStaal
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dabei seit: 14.04.2005

Ich schrieb ja mal in irgendeinem anderen T-Forum nach dem S-Fest so:

(nur um mal auf den Einstieg zurück zu kommen)

Für mich als „Ab-und-Zu-Transe“ mit zählbaren Ausflügen pro Jahr, stellt sich nach so Wochenenden wie dem letzten mit dem SF so eine Art Schlampenkater ein.

Ich meine hier keine Alkohol- oder sonst wie bedingten Schmerzen oder Übelkeiten, sondern ich verspüre so eine unangenehme Leere nach so einem schönen, langen und transigen Wochenende, wenn ich mich wieder in die männlichen Alltäglichkeiten einreihen darf.
Das Konzentration für Familie und Beruf ist mangelhaft – Gedanken kreisen um das Thema „Trans“, das momentan immer noch der Mittelpunkt ist und mir mehr Fragen stellt, als ich Antworten habe.

Am Wochenende auf Wolke sieben – harte Landung am Montag.
Geht’s Euch auch so?
(Zitat von Bettina Staal, Februar 2008)

n/v
Brigitte
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dabei seit: 22.07.2008

Hallo zusammen,

die Gefühle kann ich nachvollziehen. Als ich heute morgen in Arbeitskleidung im Auto saß, dachte ich schon, ich sei im falschen Film. Aber immer feiern ist auch nicht gut und Freitagabend ist garnicht so weit weg.

Jetzt hängen erstmal die Sachen auf der Wäscheleine.

Brigitte

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Brigitte schrieb:
...dachte ich schon, ich sei im falschen Film.

Auch ein gutes Bild... Thinking

Natürlichkeit ist langweilig    

BettinaStaal
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dabei seit: 14.04.2005

Brigitte schrieb:
... dachte ich schon, ich sei im falschen Film....

Hmmm, gestern noch Star, heute Kabelträger.

n/v
Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Aber auch der Kabelträger wird gebraucht.
Sonst ist's mit dem Leuchten des Sternchens auch nit weit her.
Das gilt übrigens nit nur für die Bühne.
Irgendwer muß ja auch die ganzen schönen Kleidchen + Wäsche + Schmuck + Schminksachen bezahlen - von Schuhen will ich gleich gar nit reden. :roll:

Und was sollen erst wir armen TS sagen.
Da mußt du dann halt als Frau ran.
Wenn's sein muß im "harten Männerberuf".

Liebe Grüße
Triona

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Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

BettinaStaal
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dabei seit: 14.04.2005

Triona schrieb:
Irgendwer muß ja auch die ganzen schönen Kleidchen + Wäsche + Schmuck + Schminksachen bezahlen - von Schuhen will ich gleich gar nit reden. :roll:....

Das macht bei mir der Kerl :roll:

n/v
Liv-Marit Norton
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dabei seit: 13.02.2006

Zitat:
Das macht bei mir der Kerl

Uih, Bettina, wer ist der Glückliche !? :mrgreen:

Eine echte Vision entwickelt ihr Eigenleben !