Das gefährliche Loch nach der Euphorie

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Inga-M
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dabei seit: 18.03.2005

schön geschrieben Roxy,

die ersten paar mal "Wiedermanndarstellerinwerdung" haben mich richtig
fertiggemacht. Nun gut, es ist immer noch schrecklich, aber
jetzt lasse ich freudig zu, daß ich in der verhassten Männerrolle
immer mehr von "der echten ich" dabei ist. Umgekehrt ist "mein
Mann" auch ein Teil von mir, Inga.
Als mir dieses bewußt wurde, nämlich daß ich ein und dieselbe
Person bin wurde es erträglicher - wenn auch noch schlimm
genug. Ich kann kaum erwarten wieder zum beser aussehenden Teil zu werden... Wink

Übrigens stimme ich mit Beate überein was die TSse betrifft.

Gruß, Inga

P.M.O.S.F

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Nachtrag zu "Weg des geringsten Widerstands".

Um Mißverständnissen vorzubeugen, die nach meinem letzten Beitrag möglich sein könnten:
Auch ich glaube, daß Beate und Inga richtig liegen.

Den Weg der TS wird wohl kaum eine gehen, wenn es nicht der Ihre ist.
Die schwankenden Überlegungen sind mir nur gekommen, weil ich in mich reinhorchen wollte, was wirklich der rechte Weg für mich ist.

Liebe Grüße
Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Monika-Tersch
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dabei seit: 26.10.2005

...tja da hat wohl wirklich jeder/jede seine/ihre Art gefunden, damit fertig zu werden, aber das Gefühl "danach" kennt wohl jede von uns, wenn es zurückgeht und ans zurückverwandeln, ich tröste mich damit das es ja ganz bald ein nächstes Mal gibt und die Woche ja nicht lang ist, denn einmal die Woche hat Moni Ausgang und so habe ich gute Aussichten.
Ein mehr (viel mehr) wird es nicht geben, aber wenn ich das mit meinem Zustand vor 1,5 Jahren vergleiche, lebe ich nun in einem Paradies, also alles nur eine Sache aus welcher Richtung man schaut.

Aber um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen, JA es ist jedes Mal schwierig und kostet Überwindung sich von Moni zu trennen, wenn ich aus war, aber im meinen Kopf lebt Moni eigentlich immer, auch wenn ich mich als Mann verkleide.
Da stellt sich mir wieder die Frage, Was bin ich? muss ich das wissen? Nein ich glaube nicht, ICH BIN WAS ICH BIN und das ist gut so.

Liebe Grüße

Moni

__________hier ist mein Beitrag zu Ende__________

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

*plonk*

Grüße aus dem Loch. Alles ist doof und nervt.
Ich suche nach dem Knopf am Hinterkopf zum Ausschalten.

Natürlichkeit ist langweilig    

Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Du hast wohl ein schönes Wochenende mit viel Roxanne gehabt Wink Und jetzt ist nichts mehr.

Den Knopf habe ich nicht gefunden. Antidepressiva funktionieren nicht (oder nur zu kurzfristig). Alkohol ist auch nicht empfehlenswerter.

Was definitiv hilft, ist der Alltagstest. Ist aber wegen gelegentlich auftretender schwerer Nebenwirkungen familiärer und sozialer Art nicht bei jedem Fall angezeigt.

Aber auch im Alltagstest gilt: Am Wochenende Ausflüge machen, feiern oder einfach die Zeit genießen ist definitiv schöner als am Montag morgen en femme bei der Arbeit am Computer zu sitzen.

jasminchen
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dabei seit: 17.06.2007

Johanna schrieb:

Was definitiv hilft, ist der Alltagstest. Ist aber wegen gelegentlich auftretender schwerer Nebenwirkungen familiärer und sozialer Art nicht bei jedem Fall angezeigt.

Zum Alltagstest wird ja jeder in Deutschland gezwungen, der medizinische Maßnahmen beanspruchen möchte. Dabei wären heimliches Hormoneschlucken mit gaOP in Thailand öfters sozial verträglicher, und Personenstandsänderung könnte dann nach der Pensionierung beantragt werden, wenn komplett als Frau gelebt werden kann (ersatzweise, wenn die Partnerin abgehauen ist, die das verhindert).

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

Eyleen
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dabei seit: 09.08.2008

@jasminchen

Oder die Frau macht mit Wink

Aber bis zur rente - das sind ja auch noch einige Jährchen. Obwohl, das ist wieder ein anderes Thema.

 

*Unser Glück und Seelenfrieden beruhen darauf, dass wir tun was wir für richtig halten und nicht das, was andere sagen oder tun.*

**Mahatma Gandhi**

Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

@Jasminchen

Was ich sagen wollte: Gerade der Alltagstest, also die Zeit, in der ich meine Weiblichkeit dauerhaft auslebe und fast nicht mehr unterdrücken muss, macht das Leben wieder lebenswert und beseitigt die Depressionen.

Hormone alleine reichen definitiv nicht aus. Die Stunden, die ich zur Zeit noch als Mann unterwegs sein muss - es sind zum Glück nicht mehr allzu viele - können psychisch sehr heftig sein. Und zwar trotz Hormoneinnahme.

Ob jetzt Hormone und GaOP, aber kein Rollenwechsel, die Lösung sein können, weißß ich nicht. Aber ich glaube es nicht. Ich werde es jedenfalls nicht ausprobieren.

Außerdem stimmt es nicht, dass Hormone und GaOP keine Nebenwirkungen familiärer Art hätten. Oder was meinst du, welches für die Partnerin das geringere Übel wäre? Lediglich bei der Arbeit wäre das problemloser.

Darum ist doch verständlich, dass die Mediziner erst einmal den aus medizinischer Sicht unproblematischeren Alltagstest wünschen. Aber ich stimme dir zu: Die Art und Weise, wie man zum Alltagstest gedrängt wird, ist nicht immer verständnisvoll und menschenwürdig. Genauso wenig die Art, wie er als Diagnose missbraucht wird - wer nicht durchkommt, ist nicht TS.

Beate_R
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Hallo Johanna,

ich habe das Gefühl, dass Ihr beide einfach von unterschiedlichen Dingen redet: Alltagstest ist in meinen Augen belegt mit "sozialer Transition ohne jede somatische Maßnahme". Oft quälend, und ich habe das Gefühl, dass die Betroffenen, die das durchmachen müssen, ein noch viel ausgeprägteres Bedürfnis haben, ihrer Seele Luft zu verschaffen als die, deren Weg menschlicher ist. Dieser Alltagstest ist in meinen Augen dem eigentlichen Hineinwachsen in die neue Rolle vorgeschaltet.

Was Du beschreibst, und was ja auch ich gelebt habe, ist ein Hineinwachsen in die neue Rolle, bei dem gleichzeitig auch schon die medizinischen Maßnahmen einsetzen. Das würde ich nicht als Alltagstest bezeichnen; ich halte es auch für wichtig, diese beiden Dinge sauber voneinander zu trennen - nur dann kann man die Probleme der tradierten Vorgehensweise mit hinreichender Präzision ansprechen.

Viele liebe Grüße

Beate 

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Johanna schrieb:
... Darum ist doch verständlich, dass die Mediziner erst einmal den aus medizinischer Sicht unproblematischeren Alltagstest wünschen. Aber ich stimme dir zu: Die Art und Weise, wie man zum Alltagstest gedrängt wird, ist nicht immer verständnisvoll und menschenwürdig. Genauso wenig die Art, wie er als Diagnose missbraucht wird - wer nicht durchkommt, ist nicht TS.

sondern einfach ein geistesgestörter "bunter Mann" - und sei es auch nur in Mausgrau - oder was auch immer für ein Napoleon.
Wenn nicht zufälligerweise eine ganz andere Diagnose entdeckt wird, die vlt mehr oder weniger heilbar erscheint, und das Leben vlt im besten Fall bedingt weiter lebbar erscheint.

Liebe Grüße
Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

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Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.