Arbeitgeber + T*

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Lydia EX
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dabei seit: 18.01.2008

Marion79 schrieb:
Gegen meinen Arbeitgeber kann ich auch nichts sagen. Ich würde ihm zwar keinen Preis verleihen, denn dazu gehört meines Erachtens noch etwas mehr, als jemandem "nur entgegenzukommen". Aber ich bin zufrieden und als Frau integriert, und das ist das was für mich zählt.

Das ist möglicherweise mehr als andere erhalten! Man sollte das nicht zu gering schätzen nur weil eigene Erwartungshaltung vielleicht zu hoch in Richtung Wunschdenken angesiedelt wurde.
Smile

 

 

Lydia EX
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Triona schrieb:
Marion79 schrieb:
Was stand denn Falsches in dem Artikel in der Krone?

Da ist der Haider, der sich jez in besoffenem Kopp selber geext hat, echt noch ein wahrer Waisenknabe. Evil
Aber irgenwer muß solche Vögel ja auch wählen. :roll: :roll: :roll:

Lass ihn ruhen, den Haider. Der hat Höchststrafe bekommen.
Aber du hast recht - wer wählt diese Leute überhaupt?

 

 

Lydia EX
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dabei seit: 18.01.2008

Roxanne schrieb:

Bestätigt wieder die Vorurteile, daß unter den extremen Rechten jede Menge Homosexuelle und BDSM-ler sind. Ich will und kann da sicher nicht den Moralapostel spielen, aber etwas mehr Ehrlichkeit wäre doch schön, oder? :mrgreen:

Na das die Jungs mitunter gern schlagen soll bekannt sein. Jetzt wissen wirs nur, woher diese Neigung kommt: aus dem BDSM-Bereich!

 

 

lady.manu
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Es gibt viele Beispiele, wo ein Arbeitgeber nicht sehr TG freundlich ist und das sind nicht nur kleine Betriebe. Ich kenne eine TS die eine Lehre bei einem Öffentlich Rechtlichen Radio- und Fernsehsender gemacht hat und auf Grund ihrer TS nach der Lehre keine Anstellung bekommen hat, das wurde ihr so sogar ins Gesicht gesagt. An ihrem Aussehen kann es nicht liegen, das Passing ist 100 % und vom Typ her ein Männertraum. Meiner Meinung sind das nur Vorurteile, die in ihrem Fall von einem Mann kamen.
Aber viele Arbeitgeber sind auch anders, ich bin da ein positives Beispiel. Ich hatte keine Probleme bei der Vorstellung und auch später nicht. Bekommen habe ich den Job, weil ich sehr gute Qualifikationen dafür besitze und auch aus diesem Grund habe ich jetzt den Sprung in den technischen Bereich geschafft, der noch von Männern dominiert wird, ich bin da jetzt die dritte Frau unter ca. 70 Männern. Man kann sehen, das meine TS Vergangenheit kein Nachteil ist.

n/v
Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Lydia schrieb:
Roxanne schrieb:

Und jährlich eine Auszeichnung als "Transgenderfreundlicher Betrieb" zu vergeben?
(...ob sie ihn haben wollen oder nicht.. :roll: )

Ich bin sicher, dass alle Firmen bundesweit ganz scharf auf diesen Preis sind... Laughing out loud

Darauf kommt es doch überhaupt nicht an.
Solange es niemand als "rufschädigend" ansieht, wäre es doch eine bewußtseinsbildende Maßnahme mit positiver Aussage - wenn auch nur mit begrenzter Wirkung.
Inhaltlich gezielter + mit weit besserem Aufwand-Nutzen-Verhältnis als irgenwelche inhaltlich schwammige + teure Plakat- oder Anzeigenkampagnen für "mehr Toleranz."

Ein paar Kurzmeldungen in ein paar Zeitungen sind mehr als gar nix.
Außerdem werden durch eine positive Hervorhebung "transgenderfreundlicher" Arbeitgeber automatisch die nicht ausdrücklich erwähnten anderen negativ bewertet.
Schaffung eines Problembewußtseins in der bislang davon unberührten Öffentlichkeit heißt das.
Und eine Politik der Nadelstiche ist allemal besser, als immer nur schweigendes Leiden oder gar Jammern.

Es kostet fast nix.
Es schadet wahrscheinlich nix.
Also, warum die Möglichkeit positiver Wirkung achtlos verschenken.
Und alles nur zerreden bringt gar nix.
Stattdessen könnt ihr euch auch in euer Schneckenhaus verkriechen und laut jammernd das Hohelied der Klage anstimmen.

Fortschritt kommt nur von positivem Denken und Tun.
Nix tun ist bestenfalls Stillstand.
Und Stillstand ist Rückschritt.

In diesem Sinne
Liebe Grüße
Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Lydia EX
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dabei seit: 18.01.2008

lady.manu schrieb:
Es gibt viele Beispiele, wo ein Arbeitgeber nicht sehr TG freundlich ist und das sind nicht nur kleine Betriebe. Ich kenne eine TS die eine Lehre bei einem Öffentlich Rechtlichen Radio- und Fernsehsender gemacht hat und auf Grund ihrer TS nach der Lehre keine Anstellung bekommen hat, das wurde ihr so sogar ins Gesicht gesagt. An ihrem Aussehen kann es nicht liegen, das Passing ist 100 % und vom Typ her ein Männertraum. Meiner Meinung sind das nur Vorurteile, die in ihrem Fall von einem Mann kamen.
Aber viele Arbeitgeber sind auch anders, ich bin da ein positives Beispiel. Ich hatte keine Probleme bei der Vorstellung und auch später nicht. Bekommen habe ich den Job, weil ich sehr gute Qualifikationen dafür besitze und auch aus diesem Grund habe ich jetzt den Sprung in den technischen Bereich geschafft, der noch von Männern dominiert wird, ich bin da jetzt die dritte Frau unter ca. 70 Männern. Man kann sehen, das meine TS Vergangenheit kein Nachteil ist.

Es mag solche und solche geben. Das ist in anderen Bereichen ja auch so... So ist das Leben nun mal Laughing out loud Und ich glaub auch nicht, dass sich das ändern wird. Im Übrigen gibt es auch solche und solche TS, TV, TG...

Was eine Einstellung betrifft, da gibt es aber auch noch mehr Gründe für ein JA oder NEIN. Qualifikation ist ein Kriterium dafür. Auch rein menschliche Eigenschaften spielen nicht nur eine untergeordnete Rolle. Aber auch hier gilt: es gibt solche und solche Arbeitgeber und eben auch solche und solche TS, TV, TG die in Arbeit kommen möchten.
Es ist etwas zu einfach formuliert wenn man sagt - man würde wegen "trans" nicht genommen. Möglicherweise haben auch andere Qualitäten zur Disqualifizierung geführt.

 

 

Lydia EX
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dabei seit: 18.01.2008

@ Triona: Ich habe verstanden was Trans-Menschen davon haben. Das ist ok. Und was hat der Arbeitgeber davon das er im Ruf steht "transen-freundlich" zu sein? Ja... hochqualifizierte transidentische Arbeitnehmer mit hochqualifizierten Charakter...
Ist es denn überhaupt notwendig einen Arbeitgeber eine solche Bezeichnung geben zu müssen? Liegt es nicht vielmehr an jedem Einzelnen?
Andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass keine TS die alles noch vor sich hat oder schon hinter sich gebracht hat als Vorzeigetranse herhalten müsste, nur als Beleg gegenüber Dritten, dass der Betrieb transfreundlich ist... Das kann nicht im Sinne des Einzelnen sein. Aber dann stellt sich die Frage, wie der Betrieb seine Transfreundlihkeit sonst darstellen sollte.
Nette Idee - die relativ schnell auf ihre Grenzen stößt was Machbarkeit anbelangt. Findest du nicht auch?

 

 

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Hallo Lydia,

die Grenzen seh ich wohl.
Aber nix tun ist weniger.

Und Aufdeckung der / des Betroffenen T* in der Öffentlichkeit muß dieseR selbst entscheiden.
Niemand muß bei so was mitmachen.
Aber für diejenigen unter uns, die sich eh schon aktiv in die Öffentlichkeit stellen, wärs ja wohl kein großes Problem.

Uns Beispiele von gefeuerten oder schikanierten T* aufgrund eindeutiger anderweitiger Qualifikationsmängel scheiden als Positivbeispiel ja von vorne herein aus.

Liebe Grüße
Triona

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Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Lydia EX
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dabei seit: 18.01.2008

@ Triona: also mein Bauchgefühl sagt mir, dass keine TS sich gern ihrer Herkunft erinnern wird und deswegen gar nicht erst geoutet werden will als "Neo-Frau" bzw. ein "EX-Mann". Und die handvoll Mädels die es tatsächlich machen würden werden wohl kaum eine Handlungsvielfalt erzeugen...

Also ehrlich gesagt sehe ich das Problem nicht so gravierend.

Wie gesagt - es gibt noch mehr Kriterien außer trans die zur Nichteinstellung führen können. Ich kennen einige Beispiele wo es geklappt hat und TRANS überhaupt keine Rolle gespielt hat. Und genauso gibt es Beispiele wo man durchaus andere Kriterien als ok bezeichnen muss, wenn T-Girl dran scheitert. Oftmals stimmt die Qualifikation. Aber dann mangelt es doch immer wieder an der tadellosen Geeignetheit. Und Befähigung für einen Job reicht nun mal nicht.
Und noch eine kleine Randbemerkung: zu oft wird dann in unseren Kreisen die mangelnde Befähigung als transfeindlich hingestellt um zu übertünchen, dass es an anderer Stelle gescheitert ist.

Ich sag es kurz anders:

In den letzten 4 Jahren hatte ich exakt 10 Bewerberinnen auf freie Stellen. Davon 2 T-Girls. Und beide sind an persönlicher Geeignetheit gescheitert. Und nicht weil ich transfeindlich eingestellt wäre, sondern weil sie den Erfordernisse nicht erbringen konnten. Eine hat es verstanden. Die andere tönte gleich los ich hätte was gegen Transen und sie wolle klagen...
Und genauso wird es in anderen Bereichen auch aussehen.

 

 

AndreaBlume
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dabei seit: 22.04.2008

habe mir gerade den artikel der Krone durchgelesen und weiss nicht was daran so negativ sein soll!!! ausser das vielleicht ein paar persönliche angaben nicht stimmen, aber die echten persönlichen angaben dürfen in der presse auch nicht gemannt werden!!!!