AntiTransvestitismus

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Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Ach ja, wenn euch Literatuliste zum Thema interessieren sollte, dann könnt ichs hier reinsetzen oder auch anderswie verbreiten.
Bitte sagen, wenn sich wer für interessiert.

Wär vlt auch was für Konstanze als Quellen-Dokumentation für ihren Wiki-Beitrag, daß er endlich den Formalanforderen von Wiki genügt + vlt vor einer Löschung gerettet werden kann. Wink

Liebe Grüße
Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Jula
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dabei seit: 12.12.2004

Hmm,
hier Google-Fundstellen produzieren, damit Stanzes Wortschöpfung Realität bekommt?
Anders herum wäre es für mich tragfähig: braucht man den Begriff um eine Personengruppe von anderen abzugrenzen und separat diskutieren zu können?

Den Ärger Konstanzes meine ich nachvollziehen zu können. Mich fuchst es auch, dass gerade diejenigen, die am meisten Verständnis dafür haben sollten, dass es Menschen in der Zwangsjacke männlich-unauffälligen Rollenverhaltens nicht aushalten, partiell eine Tendenz zu harscher Abgrenzung und Diffamierung (darf ich das sagen? ja, ich wurde auch schon aus dieser Ecke beschimpft, also habe ich was gut) entwickeln.
So weit, so ärgerlich. Sicher, man kann es auch erklären, so wie Stanze das ja auch tut. Aber brauche ich für das Phänomen einen eigenen Begriff?
Sind "Antitransvestiten" irgend etwas anderes als MzF-TS mit defizitärem Selbstwertgefühl? Ich glaube nicht.
Außerdem legt der Begriff für mich den Fokus falsch. Es ist ja nicht das primäre Ansinnen dieser Personen TV zu diskriminieren oder den Begriff "Transgender" zu diskreditieren. All das ist bloß eine Nebenfolge persönlicher Unsicherheit und mangelnden Selbstbewusstseins. Einen Begriff für das Phänomen zu schaffen, bedeutet für mich, dass eine Persönlichkeitsmacke zum Identifikationsmerkmal hochgeschraubt wird. Und das finde ich zu viel der Ehre.
TS, die sich während oder gar nach ihrem Übergang zwanghaft von anderen transidenten Menschen abgrenzen müssen, sind für mich zwar ärgerlich, aber eben auch bedauernswert, weil sie offensichtlich solche Egokrücken brauchen. Einen eigenen Begriff für sie benötige ich nicht.

NIVEAU ist keine Handcreme! Julas Homepagehttp://www.julaonline.de/

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Hi Jula, das sehe ich ähnlich wie Du. Es gibt übrigens bereits eine andere, weitergehnde und damit sogar besser passende Begriffsprägung "Gender Terrorist". Die ist so selbsterklärend und erfreulich unscharf, dass sie IMHO keines Wiki-Artikels, keiner Bildung eines Schächtelchens bedarf.

Zum Problem an sich: es ist ja viel umfassender. Von besagten Kreisen werden ja auch Transsexuelle ausgegrenzt, die die Denkraster dieser (nebenbei in sich wiederum sehr heterogenen "Gruppe"n) sprengen, so nach dem Motto "wenn Du irgendwann mal auch nur den leiseseten Zweifel daran verspürt haben könntest, ohne die Ga-OP auskommen zu können, kannst Du nicht TS sein".

Spricht nicht bereits das gegen eine zusätzliche Begriffsbildung? Oder mal mathematisch: wieso benötigt man für die Komplementmenge einer Menge einen eigenständigen Begriff?

Viele liebe Grüße

Beate 

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Jula schrieb:
Hmm,
hier Google-Fundstellen produzieren, damit Stanzes Wortschöpfung Realität bekommt?

Hab ich auch eher scherzhaft gemeint ... ( Wink > :mrgreen: wär vlt besser gewesen)

Jula schrieb:
...
Sind "Antitransvestiten" irgend etwas anderes als MzF-TS mit defizitärem Selbstwertgefühl? Ich glaube nicht.
Außerdem legt der Begriff für mich den Fokus falsch. Es ist ja nicht das primäre Ansinnen dieser Personen TV zu diskriminieren oder den Begriff "Transgender" zu diskreditieren. All das ist bloß eine Nebenfolge persönlicher Unsicherheit und mangelnden Selbstbewusstseins. Einen Begriff für das Phänomen zu schaffen, bedeutet für mich, dass eine Persönlichkeitsmacke zum Identifikationsmerkmal hochgeschraubt wird. Und das finde ich zu viel der Ehre.
TS, die sich während oder gar nach ihrem Übergang zwanghaft von anderen transidenten Menschen abgrenzen müssen, sind für mich zwar ärgerlich, aber eben auch bedauernswert, weil sie offensichtlich solche Egokrücken brauchen. Einen eigenen Begriff für sie benötige ich nicht.

Das denk ich allerdings auch.

Allein die unkontrolliert wütenden Reaktionen mancher Menschen, auch wenn du nur vorsichtig fragend eine Vermutung in dieser Richtung äußerst, scheinen mir dies zu beweisen.

Einen neuen Begriff halt ich hier auch für überflüssig.
Und mit meiner Aufforderung, neben der Kritik an derartigen Auffassungen auch unsere Gemeinsamkeiten mit diesen Menschen nicht außer Acht zu lassen, sollte dieser Diskussion ja erst einen evtl möglichen Sinn verleihen.
Vlt ist ja aber auch die ganze Diskussion überflüssig.
Was nicht heißt, daß ich eine Art "Theoriediskussion" allgemein überflüssig finde.
Dafür bin ich zu sehr Anhängerin der sog "Grübelfraktion" mit Leib und Seele.
Und beim Grübeln sollten wir uns halt bloß nicht festfahren und dabei die Freuden des Lebens womöglich noch aus den Augen verlieren.

Und Streiten nur um des Streites willen wollen wir hier doch sicher alle nicht?
Reicht doch, wenn das andere tun. :roll:
Dann aber besser auch anderswo.

In diesem Sinne
liebe Grüße
Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

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Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Ach ja, den Begriff "Transgenderismus" bzw. "feministischen Transgenderismus" gibts in der (soziologischen Fach-)Literatur schon. (z.B. Butler/US, Wittig/FR, Irigaray, Meier/AT, Triona/DE/noch unveröffentlicht, u.a.)

Den Begriff "Anti-Transgenderismus" braucht also niemand mehr zu erfinden, weil er sich schon von selber als das Gegenteil davon oder die Kritik daran ergibt.

Liebe Grüße
Triona

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AndreaLesine
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dabei seit: 15.12.2007

Also ich bin echt erschrocken von euch im Umgang untereinander.
Ist es möglich bestimmte Personen auf Mute zu stellen, um sie nicht mehr zu lesen?

So und Jetzt meine Bescheidene Meinung zu Realos:

TS in allen ihren Spielarten gab es schon vor dem Zeitalter der Griechen, das eine TS heutzutage angeglichen werden kann, ist erst in unserem Zeitalter möglich.

Ich finde es nur erschreckend, dass eine Minderheit, die selber auf Hilfe angewiesen ist sich so sehr abgrenzt und rassistisch ist.
Ich kann mir die Gründe ganz gut vorstellen, aber diese Probleme sind alle hausgemacht, und Neid ist wohl der falsche Weg, soweit ich es beurteilen kann.

Ich weis dass ich Frau bin, und das ich dennoch, mich nach außen hin als Frau herrichte, liegt daran dass ich auch von der Umwelt als solche erkannt werden will.

Ob ich mich operieren lassen kann, ob ich Hormone nehmen darf, steht noch in den Sternen.
Klar würde ich der lieben Fee sagen zip zap und ich bin eine Frau hura.
Geht aber nicht, und eine OP hat Risiken, Hormone könnten für die eine oder andere zu gefährlich sein, dennoch wir haben alle das recht so zu leben wie wir es für richtig halten.

Und wenn ein Mann gerne Frauenunterwäsche trägt, um sich sexuell daran zu erfreuen, stört es mich nicht.

Aber mich stört es sehr wohl wenn Menschen auf kosten anderen, unbedingt ihr Weltbild aufdrücken müssen, denn das hatten wir schon mal, es kostete vielen Menschen ihr leben.

Liebe Küsse

Andrea

Ps Ich will niemanden damit zu nahe treten, aber es ist nun mal meine Meinung, dass jeder das Recht hat so zu leben wie er es wünscht.
Ich muss ja nicht jedem Recht geben, Z.B. bin ich keine Freundin von Drag Queen, aber das ist mein eigenes Problem und ich werde niemals deshalb eine DQ deshalb beleidigen oder zu ihr unhöflich sein.

Konstanze
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dabei seit: 29.04.2005

@Triona, mir ging es nicht um Personengruppen sondern um die Handlung die beschrieben habe. Ich habe wohl dadurch, dass ich "Täter" und mögliche Gründe aufgezählt habe etwas von der von mir gewünschten Richtung abgelenkt.

Und der Wiki Artikel ist selbst mit Quellverweisen nicht zu halten, da zwar der Artikelinhalt dokumentierbar wäre, aber der Begriff an sich nicht.

@Jula, wie du schon selbst gesagt hast, ist es Realität, das die von mir beschriebenen "Tätlichkeiten" stattfinden. Ich versuche es lediglich in einen Begriff zu packen. Ich habe mit meinem Beispiel des Begriffs Mobbing versucht aufzuzeigen, das ein fixer, einfacher Begriff die Problematik zum einen einleuchtender und zum anderen behebbarer macht.

Und was das primäre Ansinnen betrifft, so ist, um beim Beispiel Mobbing zu bleiben, es sicherlich auch nicht das primäre Ansinnen eines Mobbers seinen Kollegen zu mobben. So mobben um des Mobbings willen… Irgendwie versteh ich gar nicht was du damit ausdrücken willst.

@Beate, Gender Terrorist ist keineswegs selbsterklärend und hat imho eine ganz andere Bedeutung, als dass ganze Personengruppen von einigen diffamiert und schlecht gemacht werden.

Wenn meine Mengenlehre Kenntnisse nicht ganz verblasst sind, bedeutet Komplementmenge die Restmenge einer Gesamtmenge nach Abzug einer Teilmenge. Die Restmenge ist dann komplementär zur Teilmenge. Weist du was du damit eigentlich ausdrückst?

Nach meinen empfinden hast du dem Aussagegehalt meines Eingansbeitrags grundsätzlich zugestimmt. In diesem hab ich gesagt, dass TVs, TGs, und präOP TS Opfer sind. Das ist eine Teilmenge. Alle anderen wären die Komplementmenge und somit die Täter. Das wollte ich jedoch in keinster Weise sagen und es ist auch nicht so.

Evtl. kam deine Aussage zustande, weil es sich zu sehr um Personengruppen gehandelt. Dazu mal ein etwas sehr überspitztes Beispiel:
Es gibt die Menschenmenge der Semiten, die Komplementmenge wären dann, nach deiner Logik, die Antisemiten.

Aber in dem Punkt, das man es nicht pauschal auf bestimmte Gruppen festmachen kann, stimme ich dir zu. Du hast in diesem Thread (und früher auch öfters) bereits darauf Hingewiesen, das Psychologen sich auch in diese Richtung äußern. Auch von „normalen“ Männern und Frauen hört man gelegentlich diese Äußerungen. Selbst von TVs habe ich dies schon so gehört.

Also nochmals zum Schluss, wichtig ist mir der Begriff an sich und das es dies gibt.

n/v
liliane
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dabei seit: 23.04.2006

Der Begriff "Gender Terrorism" bzw. "Gender Terrorist" ist gar nicht klar. Habe im Internet dazu zwei konträre Erklärungen gefunden:

(1) "Ein Gender Terrorist ist jeder/jede, der/die durchgängig und bewusst das binäre Geschlechtersystem, z.B. das zweigeschlechtliche Modell von weiblich und männlich, stürzt, destabilisiert und herausfordert, um auf die Tatsache aufmerksam zu machen, dass a) es kein Modell ist, das auf jeden/jede zutrifft und Cool viele Menschen psychischen und physischen Schaden erleiden in dem Versuch, sich anzupassen und sich selbst in das eine oder andere Geschlecht reinzuzwängen."
Del LaGrace Volcano

(2) "Another Terror: Gender Terrorism
Most of us believe that all humans are either male or female, and that there is a meaningful distinction between the two. Those who possess a penis are men and should be masculine; those with vulva are women and must be feminine. Social institutions such as restrooms, public baths, school uniforms, and locker-rooms are segregated by gender because most people believe male and female to be naturally distinguishable. Our society is based on the binary gender system in which our individual lives are referenced to and regulated by the male-female gender distinction. That is, our society is one that is rife with gender terrorism. [...]

Intersex babies experience the direct physical damage of the society's assumption about the binary genders when their genitals are surgically modified without permission so that they would appear more "normal" in shape. Transgender people are treated as a man or a woman against their will solely because of the meanings that the society places on the presence or absence of breasts or the pitch of their voice, while they are denied the right to determine their own gender or whether or not to change their body. Men who are not masculine, women who are not feminine, people whose gender is unclear or undetermined, queers, gays and lesbians--they are verbally and sometimes even sexually assaulted on the street, at work, in classrooms. In this society, women experience discrimination in employment, get paid half of what men make, sexually assaulted in trains, and are rarely taken seriously when they come forward to report the assault. In fact, by simply being perceived to be women, their opinions are discounted and they are expected to act submissive. Those who make their living through prostitution are persecuted.

All of these gender-based coercions are harming the bodies and minds of women and gender outlaws. This is what I call gender terrorism. But unfortunately, these violence based on genders, that is gender terrorism, are considered acceptable in our society, as there has yet to be a wide social acknowledgment that these are unjust violations. For me to fight terrorism also means that I fight against these gender terrorism."
Makoto Hibino

n/v
jasminchen
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dabei seit: 17.06.2007

Hi,

ich warte darauf, dass sich die TVs auch ohne Zuhilfenahme und Bezug auf TS selbst definieren können. Den negativen Beigeschmack wegen Flucht, Verheimlichen und Verstecken müssen sie schon selber beseitigen.

Die Argumentation, sie seien ein "bisschen" TS, stinkt nämlich gewaltig.

LG Jasminchen

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

GabiStern
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jasminchen schrieb:
Hi,

ich warte darauf, dass sich die TVs auch ohne Zuhilfenahme und Bezug auf TS selbst definieren können. Den negativen Beigeschmack wegen Flucht, Verheimlichen und Verstecken müssen sie schon selber beseitigen.

Die Argumentation, sie seien ein "bisschen" TS, stinkt nämlich gewaltig.

LG Jasminchen

Da versteh ich jetzt weder den Zusammenhang, noch den Bezug, noch den Hintergrund...

die doofe Gabi

n/v