Alex - Ende gut, alles gut

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Jana72 EX
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Michaela schrieb:
. Ich mag Volkesstimme nicht, die Psychiater und Ärzte pauschal zu unwissenden und zynischen Deppen hinstellt. Provokativ kann man diesen schlicht denkenden Menschen sehr schnell zeigen, dass ihre Entscheidung nur auf Gerüchten basiert.

Das würde ich so auch unterschreiben, das sehe ich ganz genauso...........und gebetsmühlenartig wiederhole ich meinen Satz, dass ich es eigenartig finde, wie eine Bevölkerungsgruppe (Transen), die so hochtalentiert und engagiert für sich selbst Toleranz und differenziertes Verständnis erwarten und erkämpfen im Gegenzug zu den härtesten Beschimpfungen und Pauschalurteilen greifen, wenn mal jemand sich erlaubt anderer Meinung zu sein.  Da werden wie in diesem Thread dann auch gern mal Vergleiche zwischen Sexualmedizinern der Charite und dem organisierten Organhandel gezogen.

susanne-ffm
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Jana72 schrieb:

.....und gebetsmühlenartig wiederhole ich meinen Satz, dass ich es eigenartig finde, wie eine Bevölkerungsgruppe (Transen), die so hochtalentiert und engagiert für sich selbst Toleranz und differenziertes Verständnis erwarten und erkämpfen im Gegenzug zu den härtesten Beschimpfungen und Pauschalurteilen greifen, wenn mal jemand sich erlaubt anderer Meinung zu sein.  Da werden wie in diesem Thread dann auch gern mal Vergleiche zwischen Sexualmedizinern der Charite und dem organisierten Organhandel gezogen.

Wer hat denn behauptet das alle TS tolerant sind ? Sowas ist keine vorraussetzung - es gibt genug TS von deren Meinung ich mich distanziere und umgekehrt gibt es auch genug die mich nicht verknusen können - so spülts Leben.

Und es ist ebenso ein Märchen das alle "Behandler" im Bereich TS zu empfehlen sind - im Gegenteil es gibt genug Namen um die man, wenn möglich, einen Bogen machen sollte.

Es gibt keine Möglichkeiten gegen eine negative Einstellung vorzugehen als Gegengutachten vorzulegen - die Docs die sich nicht an die Behandlungsrichtlinen halten brauchen nicht zu befürchten, die werde nie zur Verantwortung gezogen.

TS als alleinige Grundlage reicht nicht aus um miteinander klar zukommen - das ist meine erkenntniss die ich gebetsmühlenartig verbreite Smile

Und es gibt genug Gründe gegenüber Ärzten kritisch gegenüber zu stehen.

Avi
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dabei seit: 05.05.2008

Drei Interviews.

Eines mit Transmädchen, eines mit Transjungen und eines mit Eltern von ...

 

http://www.trans-kinder-netz.de/interviews.html

Sky is no Limit

Avi
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Der Name des behandelnden Arztes wird nicht genannt, ebensowenig der des Krankenhauses.

Warum nur habe ich sofort zwei Namen vor Augen gehabt?

 

http://trans-kinder-netz.de/pdf/Bericht_einer_Mutter_eines_8_jaehrigen_Transmaedchens.pdf

 

Mir stehen die Tränen in den Augen und ich koche vor Wut, wenn ich davon lese.

 

Ach ja, hier noch mehr von diesen Berichten:

http://trans-kinder-netz.de/erfahrungsberichte.html

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seamstress
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dabei seit: 10.06.2007

Avi schrieb:
Mir stehen die Tränen in den Augen und ich koche vor Wut, wenn ich davon lese.

Geht mir genauso. Weil nicht sein kann was nicht sein darf, sind immer die Mütter Schuld. Fast noch schlimmer als den bornierten Arzt finde ich aber die Schule, die Bürokratie über Kindeswohl stellt.

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Avi
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Ist hier zwar nicht: "was hörst du gerde?", aber es kam mir gerde in den Sinn.

Und mit dem Lied die Tränen:

Bettina Wegner: Kinder (sind so kleine Hände)

 

http://m.youtube.com/watch?v=fcdkwdfz0GA

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Jana72 EX
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seamstress schrieb:
Geht mir genauso. Weil nicht sein kann was nicht sein darf, sind immer die Mütter Schuld.

geht mir genauso....nur genau umgekehrt...weil nicht sein kann was nicht sein darf sind immer die Psychologen Schuld.

Das ist ja das "Schöne" mittlerweile, dass die vielen aufgeklärten modernen Menschen so viele Indizen (fast nennen sie es ja schon Beweise) haben, dass die jeweils vorliegende unsichere Geschlechtsidentität beim Kind keinen...aber wirklich ganz bestimmt so rein gar keinenZusammenhang mit dem haben, was Eltern tun, lassen oder vorleben. Man stelle sich vor, man äußert vorsichtig eine andere Meinung...dann müssten diese Leute ja mit sich selbst beschäftigen, ihren eigenen Problemen auf den Grund gehen...Gott bewahre. Das kann man Eltern nicht zumuten, wirklich nicht. Da wird Transsexualität schnell auch mal eine bequeme Entlastungsdiagnose. 

 

 

 

seamstress
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Jana72 schrieb:
...dann müssten diese Leute ja mit sich selbst beschäftigen, ihren eigenen Problemen auf den Grund gehen...Gott bewahre. Das kann man Eltern nicht zumuten, wirklich nicht. Da wird Transsexualität schnell auch mal eine bequeme Entlastungsdiagnose.

Die Eltern beschäftigen sich ja intensiv damit, Jana. Die Frage, was man denn falsch gemacht haben könnte, ist so ziemlich die erste, die sich Betroffene stellen. Ich kann mir micht vorstellen, dass es hierzulande Eltern gibt, die sich ein transsexuelles Kind wünschen, um ihrer und des Kindes willen!

Zum Glück gibt es genügend Psychologen, die die Möglichkeit präadoleszenter TS nicht gänzlich negieren. Kinder hingegen im Alter zwischen vier und zehn Jahren für drei Monate ohne ihre Eltern stationär zu begutachten und ihnen "ihrem biologischen Geschlecht entsprechende Verhaltensweisen" näher zu bringen um sie wieder auf den rechten Weg zu bringen, erinnert mich hingegen fatal daran, wie man früher Homosexualität zu therapieren versuchte...

Bei einem Kind, das sich von Anfang an und über Jahre hinweg als Mädchen/Junge identifiziert, wird sich daran wohl nichts mehr ändern, egal ob jetzt die Eltern oder der liebe Gott "schuld" daran sind.

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Jana72 EX
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dabei seit: 03.08.2009

seamstress schrieb:
Die Frage, was man denn falsch gemacht haben könnte, ist so ziemlich die erste, die sich Betroffene stellen.

Ja das stimmt, diese Frage von den Eltern kommt sehr oft. Ich selber habe sie fast hundertacht gehört oder gelesen. Sei es bei den eigenen Eltern, sei es bei Bekannten mit TS Hintergrund, sei aus auf Webseiten, Betroffenseiten und..und ..und.

Ich denke wirklich mal.....in den verschiedensten Kontexten habe ich genau die Frage 100 mal gehört (war ja auch mittelbar ein Thema bei ALEX)

Weißt Du was dabei auffällt?......in allen diesen hundert Fällen war die Antwort immer NEIN....Neeeiiiheeein, auf keinen Fall haben gerade diese Eltern bei genau ihrem Kind was falsch gemacht. Gott bewahre. 

Dieses "Hundert zu Null" Ergebnis ist doch sehr eigenartig, meinst Du nicht?. Das gibt doch schon Aufschluss über die Ernshaftigkeit der Fragenden und die Tendenzhaftigkeit der (doch eigentlich schon längst vorweggenommenen) Antwort.

 

seamstress
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Was könnten denn Eltern falsch gemacht haben? Das Röckchentragen nicht strikt unterbunden zu haben? Das Kind - wie auch immer - unbewusst dazu verleitet zu haben? Kein starkes männliches Vorbild gegeben zu haben? Dann sollte man einen Elternleitfaden herausgeben, wie man verhindert, dass sein Kind transsexuell wird...  : rolleyes :

Aber wie gesagt, selbst wenn es an den Eltern gelegen haben sollte, nach langjähriger Identifikation mit dem empfundenen Geschlechtvon klein auf ist wohl davon auszugehen, dass dies permanent sein wird.

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