Alex - Ende gut, alles gut

54 Antworten [Letzter Beitrag]
justiniane
Bild von justiniane
Offline
dabei seit: 04.12.2012

Michaela, hier gings hauptsächlich darum, dass man der Alex diese Flusen austreiben wollte.

Man wollte auf Teufel komm raus einen Jungen draus machen.

Ich habe die Geschichte sehr intensiv verfolgt und kenne viele Leidensgeschichten aus der Charite.

Das sollte verhindert werden und das ist Gott sei Dank auch passiert.

Ich freue mich tierisch darüber, dass Alex und auch andere die Freiheit haben sich so zu entwickeln, wie sie es eben tun.

Wer jemals ein kleines Kind von 3 Jahren gesehen hat, dass ganz ohne Einfluss von Außen sagt "Ich bin ein Mädchen" oder "Ich bin ein Junge", der versteht ganz einfach, was ich meine und der hinterfragt diese Geschichte auch nicht. Immerhin sagt das Kind ja nicht "ich will werden" sondern "ich bin!"

Freiheit ist ein hohes Gut!

Und jetzt kommt sicher wieder unser gemeinsamer Freund und fängt zu stänkern an Wink

UUUUUnd: Grammatik- und Rechtschreibfehler sind mir egal

irgendwas mit Signatur und Putzen oder so

Michaela
Bild von Michaela
Offline
Gelbe Karte
dabei seit: 11.11.2012

justiniane schrieb:
Michaela, hier gings hauptsächlich darum, dass man der Alex diese Flusen austreiben wollte.

Man wollte auf Teufel komm raus einen Jungen draus machen.

Das ist die Geschichte, die in Zeitungen und schwul-lesbischen Gruppen verbreitet wird. Wie sieht die Realität aus? Kennst Du die Klinik, kennst Du die Ärzte, kennst Du die Kinder? Oder glaubst Du alles, was Journalisten schreiben? Natürlich ist die "TAZ" ein Organ der reinen und einzigen Wahrheit. Auf ähnlich hohem und unabhängigem Niveau war nur "Neues Deutschland".

Es ging darum, dass Verhalten des Kindes besser einzuschätzen. Dazu gehört auch, es mit anderen Jungen in einer typisch männlichen Umgebung zu beobachten. Es geht nicht um eine Umerziehung, sondern um eine umfassende Analyse.

Zu meiner Kindheit wurden Jungen mit Verdacht auf Transsexualität mit Testosteronspritzen auf Kurs gebracht. Ich halte vier Wochen Beobachtung für sinnvoller. Ich halte es aber nicht für sinnvoll, wenn die öffentliche Meinung über die Behandlungsart von Kindern entscheidet. Das war im Mittelalter so. Und wenn sich die Esotherik weiter ausbreitet, sind wir dort bald wieder.

Übrigens frohen Weltuntergang, er begann gerade. Wir sollten alle beten!

jasminchen
Bild von jasminchen
Offline
Reale Person
dabei seit: 17.06.2007

Michaela schrieb:

Da gibt es keine sonderlich sensiblen Bereiche und das minimale Gewebe bedingt einen Scheidenaufbau aus Darmgewebe. Orgasmusfähigkeit wird nach der GaOP selten erreicht. Ein hoher Preis für perfekte Optik und Stimme. Kann das ein Kind mit 12 entscheiden?

 

Da bleibe ich lieber hässlich wie Frau Flodder und kann mir noch einen rubbeln....

Kenne übrigens eine Intersex, bei der das Wachstum gestoppt wurde, hat jetzt Hirntumor, also alles hat zwei Seiten.

Fürs OP Ergebniss wäre übrigens sinnvoll, OP Gebiet mit Testosteron einzugeelen bei den ganzen Blockern. Auch sind die 18 Monate Zwangstherapie auch schon fast zu lange, um ein ordentliches OP-Ergebnis bei Erwachsenen zu erhalten, aber da spricht ja niemand drüber....

 

Stimme bleibt weiblich, wenn man das Kid nicht zwingt, wie ein Junge zu sprechen, denn es ist nicht die Höhe, merkt man ja bei einigen TM (nicht böse gemeint!).

 

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

susanne-ffm
Bild von susanne-ffm
Offline
dabei seit: 14.10.2007

Michaela schrieb:
Das ist die Geschichte, die in Zeitungen und schwul-lesbischen Gruppen verbreitet wird. Wie sieht die Realität aus? Kennst Du die Klinik, kennst Du die Ärzte, kennst Du die Kinder? Oder glaubst Du alles, was Journalisten schreiben? !

OK alle schule-lesbischen lügen also - ich habe die Alex Story so mitbekommen:

Jugendamt will einen Psyartischen Aufenthalt (Einweisung)- keine Begutachtung.

Charite behauptet, das ist nur ne Phase das wächst sich aus

Vater will auf Teufel komm raus (Patriach) seine Sohn behalten

Eltern (beide) benutzen das Kind als Kampfmittel im Trennungsstreit

PS Wenn schon ein Rauchfleich den Berlinern ein Rüffel erteilt das erstmal ne Diagnose gemacht werden sollte ist das für mich schon bemerkenswert.

In Jura Foren wird wild disskutiert ob das Jugendamt richtig vorgeht - auch nur propaganda

Michaela du solltes mal lernen das Ärzte menschen sind - mit Vorurteilen und auch auf Profit aus.

Den Organspendeskandal z.B gabs meiner meinung nach nur weil es eine Prämie gab für OrganOPs.

Meine Lehre daraus: Wer als TS zur Charite geht sollte davon abgebracht werden - die haben kein Plan.

Woher hast du denn deine Info das alles gut war was da gelaufen ist?

Was mich verwundert warum Du (die meint Transit in der Jugend ist Gut) - warum verteidigst du das unprofisonelle Vorgehen der beteiligten Gutachter , Juristen , Jungendamt ?

Alex hatte Glück gehabt , wer in den Fängen von Leuten gerät die bestimmen wollen was gut ist ist arm dran...

Michaela
Bild von Michaela
Offline
Gelbe Karte
dabei seit: 11.11.2012

susanne-ffm schrieb:

Alex hatte Glück gehabt , wer in den Fängen von Leuten gerät die bestimmen wollen was gut ist ist arm dran...

Du kennst die einzig richtige Behandlung? Oder herrscht immer noch große Unklarheit, wie man am Besten mit Transsexualität umgeht? Einige würden am liebsten scharmanische Zauber veranstalten, andere sofort Hormone geben und operieren, dritte wollen die Pubertät abwarten, vierte wollen die Pubertät stoppen, fünfte wollen umerziehen, etc.

Was ist bei Alex denn nun richtig und wer entscheidet das? Ich bin für Variante vier. Sehr frühe operative Behandlungen wie bei Kim P. halte ich für kritisch. Ärzte sind natürlich nicht unfehlbar, aber führt die öffentliche Meinung zu besseren Ergebnissen? Der Wille des Kindes sollte im Vordergrund stehen, nicht der von Eltern. Aber dazu bedarf es Gesetzesänderungen.

susanne-ffm
Bild von susanne-ffm
Offline
dabei seit: 14.10.2007

Ich würde bei begründeten TS Verdacht bei Kindern die männliche Pubertät verhindern - jepp

da bleit Ihr die tiefe Stimme / Bart erspart 

das gibt Zeit - wenn dann kommt ne doch lieber Mann reichen ein paar testospritzen und der Stimmbruch kommt..

Gegengeschlechtliche Behandlung (OP + Hormone) erst ab Volljährigkeit

 

jasminchen
Bild von jasminchen
Offline
Reale Person
dabei seit: 17.06.2007

susanne-ffm schrieb:

Gegengeschlechtliche Behandlung (OP + Hormone) erst ab Volljährigkeit

 

 

Was ist eigentlich eine gegengeschlechtliche HRT? Das eingetragene Geschlecht beim Standesamt sagt gar nichts aus. Viele Intersexuelle würde man mit Testosteron bei Entwicklingsstörung foltern, nur weil M in Papieren eingetragen ist.

Transmänner werden häufig vorm Outing mit Androcur vollgepumpt, weil ja F eingetragen ist.

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

Michaela
Bild von Michaela
Offline
Gelbe Karte
dabei seit: 11.11.2012

susanne-ffm schrieb:

Ich würde bei begründeten TS Verdacht bei Kindern die männliche Pubertät verhindern - jepp

da bleit Ihr die tiefe Stimme / Bart erspart 

das gibt Zeit - wenn dann kommt ne doch lieber Mann reichen ein paar testospritzen und der Stimmbruch kommt..

Gegengeschlechtliche Behandlung (OP + Hormone) erst ab Volljährigkeit

 


Jetzt wird es kompliziert. Was meinst Du mit "begründetem Verdacht"? Meinung des Kindes, der Eltern, von Ärzten oder dritten Gruppen? Es ist das typische verbale Hintertürchen. Ich würde auf Wunsch eines Kindes jedes mit Pubertätsblockern versorgen. Die Pubertät kann auch später nachgeholt werden. Leider erlaubt die Gesetzeslage nur in seltenen Fällen eine Behandlung auf Wunsch des Kindes.

In diesem Land entscheiden die Eltern über die Art und Weise der Medikation. Wenn sich beide Elternteile nicht einig sind, sind Kinder wie Alex die Leittragenden. Kinder werden auf Wunsch der Eltern beschnitten, dass ist auch unerträglich. Krebsbehandlungen werden nicht durchgeführt, weil Eltern Beten für erfolgreicher halten. Man sollte sich als Kind seine Eltern sorgsam aussuchen. Sonst kann es passieren, dass man mit obsuren Behandlungen komfrontiert wird.

Ärzte halten sämtlich ihre eigene Behandlungsmethode für die Beste. Der Patient muss aus der Vielzahler der Möglichkeiten die für ihn richtige heraussuchen. Es ist ärgerlich, wenn die Eltern für ihr Kinder entscheiden und es ist noch ärgerlicher, wenn man als Kind der Spielball zwischen den Eltern wird.

Avi
Bild von Avi
Offline
dabei seit: 05.05.2008

Ich persönlich sehe bei der Gabe von Pubertätsblockern den größten Handlungsbedarf in punkto Liberalisierung.

Hier wird nichts irreversibel festgelegt, aber der/die Bestroffene gewinnt Zeit und damit die größt mögliche Ruhe und Gelassenheit, um die für ihn/sie richtige Entscheidung zu treffen.

Und ja, trotzdem sind Irrungen und Verirrungen möglich.

Aber das ist das Leben; in dem nur eines sicher ist: der Tod.

Sky is no Limit

Jana72 EX
Bild von Jana72 EX
Offline
Ehemaliges Mitgllied
dabei seit: 03.08.2009

susanne-ffm schrieb:
Michaela du solltes mal lernen das Ärzte menschen sind - mit Vorurteilen und auch auf Profit aus.

Natürlich im Gegensatz zu der Durchschnitts Ts, die kein Mensch ist, sondern ein gottähnliches Wesen mit der Gabe von Ferndiagnosen und der Fähigkeit, die Entwicklung (ihr nicht persönlich bekannter) Pubertierender vorherzusagen.

Der Fall wurde zum öffentlich, vielleicht nicht ganz ohne Grund, denn eine Zwangstrennung von der Mutter, das wäre schon `ne starke Nummer...daraufhin folgte eine Entscheidung. Die richtige? Hoffentlich...für Alex.

 

Nur mal so: Ich schätze, wenn der andere Arzt doch recht hatte.....der die Depressionen vermutete.....und Alex nimmt in 4 Jahren doch Antidepressiva, das würde in diesem Forum dann nix und niemanden jucken.