Türkische Kleidung

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Veronique
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dabei seit: 10.04.2008

Hallo ich bin zufällig hier drüber gestolpert.

http://www.liva-mode.com/ProductDetail.asp?pId=296&Lan=De

Kann jemand nachvollziehen warum ich sowas gern mal tragen würde ?

 

Gruß Veronique

 

Gabi
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dabei seit: 30.05.2008

Hallo Veronique,

ja, ich kann es Wink . Ist irgendwie was Besonderes.

 

Ich hoffe, Du fühlst Dich wohl damit

Gabi

claudiaw
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dabei seit: 18.12.2004

Gute Idee,

dann fällt frau hier in Duisburg - Hochfeld auf dem samstäglichen Markt nicht mehr auf Wink

Claudia

 

 

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Hallo Veronique,

ich kann das nachvollziehen. Sehr gut sogar.

Es sind einfach schöne Sachen, die traditionellen wie auch die modernen.

Ich habe auch ein tolles lila Samtkleid aus Marokko und benutze auch Palästinensertücher u.ä.

(Vgl. auch meinen faden über Mode aus Malaysia.)

Außerdem magst du ja auch Trachten + Dirndl - wie ich auch. oder nicht?

Die Tschador-Modelle sehe ich heutzutage allerdings eher grenzwertig bzw. eben mit sehr gemischten Gefühlen.

Als Trachtenmode ja, aber mit gewissen Bedenken hinsichtlich der aktuellen Auseinandersetzung im sogen.
"Kopftuchstreit".

 

Aber dieser Spagat trifft auch durchaus auf die Betrachtung überlieferter Trachtenkleidung und damit zusammenhängender Rollenmodelle in unseren Breiten zu.

Ist sozusagen ein Denkansatz, der mir schon länger im Kopf umgeht und den ich schon länger mal auch im Unterforum "Dirndl + Trachten" ansprechen wollte. Lassen sich wahrscheinlich ausgedehnte Diskussionen von ableiten.

 

Überhaupt: Kleidung, die in besonderem Maße "feminine" Ausdrucksformen + Rollenklischees bedient gegenüber geschlechtsnivillierender, androgyner, "emanzipierter" (?) Kleidung, die überlieferten Rollenklischees entgegenarbeitet.

 

Liebe Grüße

Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Alita-Saleema
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dabei seit: 19.11.2006

Triona schrieb:
Die Tschador-Modelle sehe ich heutzutage allerdings eher grenzwertig bzw. eben mit sehr gemischten Gefühlen.

Als Trachtenmode ja, aber mit gewissen Bedenken hinsichtlich der aktuellen Auseinandersetzung im sogen. "Kopftuchstreit".

Aber dieser Spagat trifft auch durchaus auf die Betrachtung überlieferter Trachtenkleidung und damit zusammenhängender Rollenmodelle in unseren Breiten zu.

Ist sozusagen ein Denkansatz, der mir schon länger im Kopf umgeht und den ich schon länger mal auch im Unterforum "Dirndl + Trachten" ansprechen wollte. Lassen sich wahrscheinlich ausgedehnte Diskussionen von ableiten.

Überhaupt: Kleidung, die in besonderem Maße "feminine" Ausdrucksformen + Rollenklischees bedient gegenüber geschlechtsnivillierender, androgyner, "emanzipierter" (?) Kleidung, die überlieferten Rollenklischees entgegenarbeitet.

Triona, mit dem Posting hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Als Tracht kann man sowas ganz gerne bezeichnen, aber ich bin ebenfalls etwas kritisch, was das Tragen dieser Kleidung (vor allem aber die ganz verhüllenden Kleider) durch Transgender angeht. Auch wenn die Muslime das klassische Kopftuch nicht für sich gepachtet haben, kann ich mir vorstellen, dass es da ziemliche Probleme geben kann..

Ergo: Abaya (das klassische Gewand aus Arabien), lange Kleidung dieser Art sehr gerne, aber bitte ohne Kopftuch und/oder Gesichtsschleier.. Wobei in letzterem wohl der eigentliche Reiz liegt..

Mir selbst gefällt diese Mode auch sehr gut, eben weil sie wahnsinnig weiblich ist und für mich persönlich sogar aufregender (nicht aufgeilender) ist als das altbekannte. Es kommt also nicht von ungefähr, dass ich gerne einen Laden mit solcher Mode gerne gründen will..

Bei einem Kopftuch kann man sich eh streiten, ob es Zwang und Unterdrückung im Namen einer bestimmten Religion ist oder gar Machotum (alles meins!!) signalisiert oder für manche Zeitgenossen eher ein Zeichen ist, dass man eine Frau nicht nur nach dem Äußeren beurteilen sollte, sondern mehr Aufmerksamkeit auf die inneren Werte legen sollte....

 

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Hallo Alita-Saleema,

danke für deine überlegte Zustimmung + dein Verständnis für meinen nur kurz angerissenen Beitrag.

Meistens stoße ich mit derartigen Überlegungen auf wenig Gegenliebe. Egal ob bei T* oder nicht.

Die daraus erwachsenden Fragestellungen - unabhangig von T* aber hier u.U. durchaus verschärft - berühren anscheinend allzuviele heftige kulturelle Problemzusammenhänge, vor allem gesellschaftlicher Art und bezüglich von Rollenverständnis, Emanzipation der Frauen u.v.m.

Ähnliche Überlegungen gelten übrigens auch für das Tragen von Miniröcken, hochhackigen Schuhen, usw.

 

Liebe Grüße

Triona

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Alita-Saleema
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dabei seit: 19.11.2006

Danke für dein Lob. Ich wollte den Beitrag schon wieder löschen, weil ich im Hinterkopf schon den Gedanken hatte, was ich wohl da wieder für einen Sch..ß zusammenschreibe. Big smile

rika
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dabei seit: 02.12.2007

Ich finde die Kleidung auch sehr interessant und teilweise richtig erotisch - ein Anachronismus zu der eigentlichen Absicht der Verhüllung vor den Augen anderer Männer.

Vor einigen Jahren war ich auf einem Zwischenstopp in Dubai und sah dort Frauen im schwarzen Tschador und mit Schleier. Nur die Augen waren sichtbar, aber welche!!! Die Frauen wirkten unheimlich stolz, souverän und durch das Versteckspiel war der Reiz nur noch größer.

Zurück zum Thema: ich bin blauäugig, bleich, germanisch eben. Aus den wunderschönen Kleidern würde ein helles Gesicht mit wenig Teint, hellen Brauen und kurzen Wimpern schauen... Da bleibe ich lieber beim Dirndl. Oder müsste das Projekt einmal mit Elli Hunteer besprechen: kann man aus einer germanischen Amazone eine orientalische Verführerin machen?

rika

rika

n/v
Alita-Saleema
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dabei seit: 19.11.2006

@rika: Mit entsprechendem Make-up ist nahezu alles möglich.. Wink Und wenn ich mir dein Profilphoto so ansehe, dann fehlt da nicht mehr viel.

Ansonsten kann ich mich deiner Meinung absolut anschliessen..

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

rika schrieb:

Ich finde die Kleidung auch sehr interessant und teilweise richtig erotisch - ein Anachronismus zu der eigentlichen Absicht der Verhüllung vor den Augen anderer Männer.

Vor einigen Jahren war ich auf einem Zwischenstopp in Dubai und sah dort Frauen im schwarzen Tschador und mit Schleier. Nur die Augen waren sichtbar, aber welche!!! Die Frauen wirkten unheimlich stolz, souverän und durch das Versteckspiel war der Reiz nur noch größer.

 

Hallo Rika,

das wird wahrscheinlich zusammenhängen mit der eindeutig "weiblichen" Ausstrahlung, den diese Kleidung vermittelt. Und zwar im klassischen Rollenverständnis.

Und auch damit, daß diese Kleidung nicht allzu viel Haut zeigt, was den Reiz erhöht, sich vorzustellen, was sich dahinter verbirgt.

Übertrieben sexualisierte + freizügige Kleidungsstile, wie man sie heutzutage häufig in den Medien, vor allem in der Werbung + im Schaugewerbe, aber auch häufig auf der Straße sieht, wirkt hingegen auf die meisten Menschen weniger erotisch - einfach, weil ein gewisser Sättigungsgrad auf Dauer und allgegenwärtig überschritten ist. Und das bewirkt eher eine Abstumpfung der Sinne.

Vergleiche hier auch die Diskussion um eine zunehmende "Pornografisierung" des Alltags.

Mit Erotik hat das nichts mehr zu tun. Eher mit dem "Zwang" zu ständiger Verfügbarkeit und offensiver Zurschaustellung. Ganz nach dem Grundsatz "Sex sells". (Sex hilft verkaufen.) Und der kommt nicht zufällig aus der Werbebranche.

 

Liebe Grüße

Triona

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Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Alita-Saleema
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dabei seit: 19.11.2006

Triona schrieb:
Übertrieben sexualisierte + freizügige Kleidungsstile, wie man sie heutzutage häufig in den Medien, vor allem in der Werbung + im Schaugewerbe, aber auch häufig auf der Straße sieht, wirkt hingegen auf die meisten Menschen weniger erotisch - einfach, weil ein gewisser Sättigungsgrad auf Dauer und allgegenwärtig überschritten ist. Und das bewirkt eher eine Abstumpfung der Sinne.

Vergleiche hier auch die Diskussion um eine zunehmende "Pornografisierung" des Alltags.

Mit Erotik hat das nichts mehr zu tun. Eher mit dem "Zwang" zu ständiger Verfügbarkeit und offensiver Zurschaustellung. Ganz nach dem Grundsatz "Sex sells". (Sex hilft verkaufen.) Und der kommt nicht zufällig aus der Werbebranche.

Aha, daher kommt es also, dass im Laufe der Geschichte die Mode immer mal etwas offener und dann wieder etwas bedeckter ist, weil Mann sich einfach sattgesehen hat und Frau mit der Zeit wohl langsam auch selber genug davon hat...

Dann haben wir wohl wieder genug von "Halbnackerten" und Schlabberlook und es ist allgemeiner Trend, das Frau sich wieder mehr der kleidungstechnisch subtilen Erotik zuwendet oder wie soll ich das jetzt verstehen??