Styling und Schulterbreite

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Johanna
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Chantal-TS schrieb:
Genau, und darum sollte jeder selber entscheiden, was denn nun wichtig oder nicht ist. Und wer keine GaOP benötigt, soll das ebenso machen wie die andere Seite, die meint mit jeder weiteren Operation mehr Stimmigkeit zu gewinnen. Was für wen überflüssig ist, würde ich mir niemals zu beurteilen anmaßen.

Alles in gewissen Grenzen bitte. Operationen an Knochen mit viel Muskelansatz (Schulterblätter) oder in der Nähe der Lungen (Rippen) haben ein sehr hohes Risiko, dass es zu schlimmen Komplikationen oder funktionalen Einschränkungen kommt. Der Verlust durch diese Einschränkungen kann schnell größer sein als der Gewinn für Identität und Selbstbewusstsein. Keinem Arzt kann zugemutet werden, nur um des Aussehens willen diese Verkrüppelungen zu riskieren, und der Gesellschaft nicht, den (fast) absichtlich verschuldeten Pflegefall zu bezahlen.

Chantal-TS schrieb:
Veränderung und Vorschritt kommt durch machen, nicht durch zögern!

Nur zu. Geh du voran. Ich warte lieber darauf, dass die Operationstechniken erprobt sind, statt zu riskieren, den Rest des Lebens im Rollstuhl zu verbringen. Das Sammeln der ersten Operationserfahrungen überlasse ich der Unfallchirurgie.

jasminchen
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dabei seit: 17.06.2007

Tassi schrieb:
Nichtsdestotrotz ist es nach wie vor so, dass Du hier im Falle einer diagnostizierten Transsexualität immer noch finanziell am besten abgesichert bist. 

Genau, bezahlte gaOP durch deutschen Arzt und Harz IV bis zur Rente. Auf diese geschenke Schrott-OP würde ich lieber verzichten, wenn ich mir das Geld für die GAOP erarbeiten könnte und den OP-Ort selbst aussuchen könnte.

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

Eyleen
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@Tassi

Jetzt machst Du mich neugierig - kommende Party?

 

*Unser Glück und Seelenfrieden beruhen darauf, dass wir tun was wir für richtig halten und nicht das, was andere sagen oder tun.*

**Mahatma Gandhi**

Kimber EX
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dabei seit: 05.05.2009

Chantal-TS schrieb:
Du hast mich nicht verstanden. Es geht vielen Transsexuellen bei der Brust-OP nicht um das glücklich sein mit dem Körper, sondern um die Auswirkung und die Identität. Gerade ein Dekoltee ist so eindeutig weiblich, dass damit andere männliche Faktoren überdeckt werden können. Darum geht es nicht um Selbstbewußtsein durch Schönheit, sondern weniger potentielle Ausgrenzung durch Entdeckung und daraus gewonnene Selbstsicherheit.Schön wird ein Leben auch, wenn bestimmte Themen nicht mehr interessieren. Denn allzu schnell wird man auf Transsexualität reduziert und viele Betroffene die ich kenne, haben im Gespräch einzig und allein ein Thema. Die drehen sich nur um sich selber. Das ist schade, denn ein Leben hat erheblich mehr zu bieten. Wink

 

Doch, ich habe dich schon verstanden. Nur ändert die geschilderte Situation nichts daran, dass ein Leidensdruck vorhanden sein muss, der einen medizinischen Eingriff rechtfertigt. Und wie bei jedem anderen Menschen muss das eben abgesegnet werden. Das wiederum ist ja nicht das Problem.

Dass die Krankenkassen sich grundsätzlich mit Zähnen und Klauen wehren, ist das Problem.

Ich kann aber schlecht den Leidensdruck einer anderen Frau ignorieren und transsexuelle Frauen einfach durchwinken.

Allerdings finde ich es mittlerweile auch mehr als verwunderlich, dass es scheinbar niemanden interessiert, dass die Kosten für das Gesundheitssystem immer mehr steigen und die Leistungen immer geringer werden...und sich keiner die Frage stellt, an welchen Stellen die eigentlich das Geld so verjuxen. Es wäre natürlich ideal das Geld in Leistungen für die Mitglieder zu stecken.

 

Was ist eigentlich so schlimm dabei, wenn man entdeckt wird? Jeder transsexuelle Mensch hat wohl als eine der ersten Dinge gelernt mit solchen Situationen souverän umzugehen.

Doug hatte Recht: Macht´s gut und danke für den Fisch.

Tassi EX
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dabei seit: 02.05.2007

@Kimber ... den einen Teil des Geldes verbraten die Kassen selbst und den anderen Teil die Krankenhäuser, wobei hier ein nicht unerheblicher Teil in die Verwaltung fliest.

Warum kaum einer etwas dagegen macht, ist wohl mit dem anerzogenen und fast schon gesellschaftlich traditionellem Obrigkeitsdenken zu begründen.

 

@Jasminchen ... die GAOP macht einen im Arbeitsalltag nicht mehr und nicht weniger zur Frau als man es vorher bereits war. Für eine freie Wahl des Arztes (auch im Ausland) und egal ob gesetzlich oder privat wäre ich ebenso - dies würde die deutschen Anbieter etwas unter Druck setzten, wobei es ja bereits einige gibt, welche da von der Technik her nach vorne denken. und wie ich bereits beschrieben habe, spricht in meinen Augen nichts dagegen, auch andere Maßnahmen über die Kasse zu erhalten, sofern diese im entsprechende Einzelfall als medizinisch notwendig diagnostiziert werden. Eines sollte aber klar sein - man kann keine Wunder vollbringen und die Betroffene optisch auf 16 Jahre verjüngern.

 

@Eyleen ... *lächel* ich bezweifel, dass Dich diese Party interessieren würde. Wie betreiben (so viel ich weiß) das größte Inserat-Portal für transsexuelle Hostessen und ebenso auch eine weitere Firma, welche Pornos produziert und ebenso auch Pornoparties mit internationalen Profi-Darstellern veranstaltet. Erst kurzem hatten wir eine Party in Zusammenarbeit mit dem Pascha-Köln in der 11en Etage, die nächste Party in einer anderen Location steht bereits vor der Türe und dann ist da eben noch der ganz normale Alltag hier im Büro ... das schlaucht ab und an mal ein wenig.

Kimber EX
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dabei seit: 05.05.2009

Tassi schrieb:
@Kimber ... den einen Teil des Geldes verbraten die Kassen selbst und den anderen Teil die Krankenhäuser, wobei hier ein nicht unerheblicher Teil in die Verwaltung fliest.Warum kaum einer etwas dagegen macht, ist wohl mit dem anerzogenen und fast schon gesellschaftlich traditionellem Obrigkeitsdenken zu begründen.

 

Ja, leider. Da kann einem manchmal schon Angst und Bange werden.

Doug hatte Recht: Macht´s gut und danke für den Fisch.

Eyleen
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dabei seit: 09.08.2008

@Tassi

War ja auch nur mal so eine Nachfrage... Wink

Dann viel Spaß auf Euren Partys.... Smile

 

*Unser Glück und Seelenfrieden beruhen darauf, dass wir tun was wir für richtig halten und nicht das, was andere sagen oder tun.*

**Mahatma Gandhi**

Eyleen
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dabei seit: 09.08.2008

@Kimber

Tja, da solltest Du Dich doch etwas genauer informieren. Wie die Verwaltungskosten von den KK sind kann fast überall nachgelesen werden.  Verallgemeinerungen treffen nicht den Kern des Übels.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten an eine entsprechende Leistung einer KK zu kommen. Ob nun GAOP, Brustvergrößerungen oder sogar Haarersatz - dies alles ist bei Trans möglich. Es kommt letztendlich jedoch nur auf die Leistungsbereitschaft der KK an. 

Allerdings gibt es auch die Möglichkeit selber seine Kosten zu tragen - sofern man es kann. Oder wenn ich mich aus bestimmten Gründen nicht weiter outen kann, so dass es zu einer Kassenleistung kommt.

Angst und bange wird mir nur bei dem Einfrieren des AG-Anteils beim KK-Beitrag. Zukünftige Beitragserhöhungen werden nur noch von den Mitgliedern getragen....

 

*Unser Glück und Seelenfrieden beruhen darauf, dass wir tun was wir für richtig halten und nicht das, was andere sagen oder tun.*

**Mahatma Gandhi**

Chantal-TS EX
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dabei seit: 22.08.2010

denise schrieb:
ich weiss ja nicht, manchmal denke ich, ich bin hier im delta-quadranten. ..

Falls Du es nicht bemerkt hast, selbst geschlechtsangleichende Operationen werden heute ziemlich häufig gemacht und das im Alpha Quadranten, genauer gesagt, im Sol-System. Hast Du Dir das Schlachtfest schon einmal angesehen? Und danach schreien viele förmlich und wollen das haben. Ich habe einige im Krankenhaus besucht und danach die Genesung verfolgt. Harte Sache und ändert überhaupt nichts am Passing. Das ist nur für die Seele.

Und wo haben die Betroffenen die wirklichen Probleme? Im Alltag, bei der Jobsuche und immer da, wo man mit Intolleranten zusammen kommt. Da ist eine Bartepliation, eine Stimmop, eine Haartransplantation oder eben eine Körpersilouettenveränderung erheblich wichtiger, als eine Genitaloperation, die niemand sieht. Für mich kommt zuerst ein hundert prozentiges Passing und dann eine GaOP. Denn wer meint, mit einer GaOP irgendeinen inneren Konflikt zu lösen, der irrt sich gewaltig, solange man noch keine Akzeptanz in der Gesellschaft erreicht hat. Und für den Punkt können hier und da körperliche Anpassungen sehr hilfreich sein. Können, denn die Optik ist nur ein Teil das Ganzen.

Ich brauche sowas nicht, aber wenn ich an Schlampenfeste denke, sollten sich so einige, sich selber als transsexuell bezeichnend, fragen, ob die Augenbrauenwülste so vorteilhaft aussehen....

Möglichkeiten sind da, um sie zu nutzen. Und wer das freiwillig macht und ohne Druck von außen, der macht vieles vernünftig. Denk mal drüber nach und akzeptiere, dass andere Menschen den Leidensdruck an anderer Stelle haben. Aber ich habe selten soviel Intoleranz erlebt, wie in T-Foren.... Puzzled

Liebe Grüße

denise
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dabei seit: 05.10.2007

Chantal-TS schrieb:

Falls Du es nicht bemerkt hast, selbst geschlechtsangleichende Operationen werden heute ziemlich häufig gemacht und das im Alpha Quadranten, genauer gesagt, im Sol-System. Hast Du Dir das Schlachtfest schon einmal angesehen? Und danach schreien viele förmlich und wollen das haben. Ich habe einige im Krankenhaus besucht und danach die Genesung verfolgt. Harte Sache und ändert überhaupt nichts am Passing. Das ist nur für die Seele.

oehmmmm, ja, was soll ich sagen? ich habe meinen op-termin in 4 wochen und ich war nicht davon ausgegangen, dass ich ein einzelfall bin.

Und wo haben die Betroffenen die wirklichen Probleme? Im Alltag, bei der Jobsuche und immer da, wo man mit Intolleranten zusammen kommt. Da ist eine Bartepliation, eine Stimmop, eine Haartransplantation oder eben eine Körpersilouettenveränderung erheblich wichtiger, als eine Genitaloperation, die niemand sieht. Für mich kommt zuerst ein hundert prozentiges Passing und dann eine GaOP. Denn wer meint, mit einer GaOP irgendeinen inneren Konflikt zu lösen, der irrt sich gewaltig, solange man noch keine Akzeptanz in der Gesellschaft erreicht hat. Und für den Punkt können hier und da körperliche Anpassungen sehr hilfreich sein. Können, denn die Optik ist nur ein Teil das Ganzen.

meinst du denn du loest deine innere zerrissenheit durch schoenheits-op's? du kannst deinen koerper manipulieren soviel du willst, den muell in deinemkopf schleppst du weiter mit dir rum. und akzeptanz im berufsleben, in der familie oder in deiner umgebung erreichst du sicher nicht durch chirurgische eingriffe. und nur, weil es in amerika gang und gebe ist, muss der rest der welt nicht auch auf diesen zug aufspringen. wenn fuer dich das 100% passing das wichtigste ist, dann strebe es an. mir ist mein inneres passing wichtiger, dass ich mich im spiegel erkenne und mich mit all den kleinen macken und melaessen trotzdem wohl und gluecklich fuehle.

Ich brauche sowas nicht, aber wenn ich an Schlampenfeste denke, sollten sich so einige, sich selber als transsexuell bezeichnend, fragen, ob die Augenbrauenwülste so vorteilhaft aussehen....

zu anderen, die sich als transexuell bezeichnen kann und will ich nichts sagen.... 0:) 

Möglichkeiten sind da, um sie zu nutzen. Und wer das freiwillig macht und ohne Druck von außen, der macht vieles vernünftig. Denk mal drüber nach und akzeptiere, dass andere Menschen den Leidensdruck an anderer Stelle haben. Aber ich habe selten soviel Intoleranz erlebt, wie in T-Foren.... Puzzled

ich suche immer noch vergeblich nach der intoleranz. eine andere meinung zu haben muss nicht zwangslaeufig bedeuten intolerant zu sein. machbar ist sicherlich vieles, die frage die sich mir stellt ist allerdings, ob alles machbare auch sinnvoll ist. 

Liebe Grüße