Styling und Schulterbreite

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Janina-B
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dabei seit: 28.08.2008

Huhu,

Roxanne schrieb:
Die Idee ist verlockend: Einfach Bauchfett von der Wampe an die Hüfte oder in die Brust. Leider ist die Medizin noch nicht so weit. Das funktioniert m.W. nur in sehr kleinen Mengen zur Faltenunterspritzung und wird auch meist schnell wieder abgebaut, muß also oft wiederholt werden. Schade...

Nun, diese Methode ist schwierig bei Menschen, welche über wenig bis garkeine Pölsterchen verfügen....

Gruss Janina

Tassi EX
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Chantal-TS schrieb:
 Aber welche OP ist gefährlicher und folgenreicher als eine GaOP? Dagegen ist eine Brustvergrößerung  oder eine gemachte Nase unerheblich. Und wenn ich in andere Länder schaue, wie die USA oder Thailand, dann ist der Standart der Angleichung erheblich höher als in Deutschland, wo allen eingeredet wird, sie wären wunderschön....

 

Guten Morgen Chantal,

jede Operation birgt Risiken und so kann selbst eine kleine Nasenkorrektur oder eine Brustvergrößerung Probleme bringen oder gar zum Tod führen. Ich denke neben der Narkoserisiko vor allem an Abstoßungsreaktionen und/oder Nekrosen vom Körper oder an Superinfektionen, welche nur schwer in den Griff zu bekommen sind.

Machbar ist operativ so einiges ... die Schulterbreite zu verändern dürfte wohl weitaus risikoreicher sein, als die eigentliche GAOP.

Nebenbei gibt es in anderen Ländern keine Angleichungsstandarts - es ist halt nur etwas mehr möglich und manche Chirurgen haben sich mit dem Thema etwas umfassender befasst und können daher mehr an Dienstleistungen in dieser Hinsicht anbieten. Nichtsdestotrotz ist es nach wie vor so, dass Du hier im Falle einer diagnostizierten Transsexualität immer noch finanziell am besten abgesichert bist.

 

 

Chantal-TS EX
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Tassi schrieb:

             jede Operation birgt Risiken und so kann selbst eine kleine Nasenkorrektur oder eine Brustvergrößerung Probleme bringen oder gar zum Tod führen.

Genau, und darum sollte jeder selber entscheiden, was denn nun wichtig oder nicht ist. Und wer keine GaOP benötigt, soll das ebenso machen wie die andere Seite, die meint mit jeder weiteren Operation mehr Stimmigkeit zu gewinnen. Was für wen überflüssig ist, würde ich mir niemals zu beurteilen anmaßen.

Der Standard hier im Land ist sicherlich gut, vieles der notwendigen Änderungen zahlen die Kassen aber nicht mehr. Schon die Brust OP wird es bald nicht mehr geben, weil für Transsexuelle die selben Regeln wie für alle Frauen gelt. Und das bedeutet, dass eine grobe und im schnellen vorbei gehen zu erkennen Entstellung vorliegen muss. Alles, was nur die Körbchengröße betrifft, wird kein Grund werde sein. Und das wird ein böses und teures erwachen, gerade für die Älteren. Und an Dinge wie eine Gesichtsfeminisierung muss man nicht einmal denken. Dabei wären es oft nur Kleinigkeiten, wie ein entfernter Wulst hier, eine Nase etwas formschöner und das Kinn etwas schmaler. Das helfen Milimeter....

Liebe Grüße

Kimber EX
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Chantal-TS schrieb:
Schon die Brust OP wird es bald nicht mehr geben, weil für Transsexuelle die selben Regeln wie für alle Frauen gelt [...] Und an Dinge wie eine Gesichtsfeminisierung muss man nicht einmal denken. Dabei wären es oft nur Kleinigkeiten, wie ein entfernter Wulst hier, eine Nase etwas formschöner und das Kinn etwas schmaler. Das helfen Milimeter....

 

Und was ist daran falsch, wenn für transsexuelle Frauen die selben Spielregeln gelten wie für andere Frauen?

Ich wette übrigens, dass die meisten Menschen gerne die eine oder andere Gesichtsop hätten...kriegen sie aber auch nicht geschenkt. Und manche biologischen Frauen sind nun auch nicht gerade vom Glück geküsst worden, als Gott eine Rippe von Adam abnagte und daraus eine Frau schuf.

 

Ich persönlich fände es zwar total toll Geld statt in Hunderte neuer Schützenpanzer, Dutzender neuer Wasserwerfer und einen teuren Prestigekrieg in ein funktionierendes Gesundheitssystem zum Wohle der Bürger zu stecken, aber irgendwie will das keiner. Schade, aber was soll´s.

Doug hatte Recht: Macht´s gut und danke für den Fisch.

Chantal-TS EX
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dabei seit: 22.08.2010

Kimber schrieb:
Und was ist daran falsch, wenn für transsexuelle Frauen die selben Spielregeln gelten wie für andere Frauen?

Falsch ist daran nichts, aber es gibt Unterschiede. Nicht als attraktiv angesehen zu werden hat ein andere Qualität als eine andere Identität aufgedrückt zu bekommen. Jungen Frauen, die glauben durch eine Brust OP mehr Selbstbewußtsein zu bekommen, kann oft auch anders geholfen werden. Transsexuelle, die erst im höheren Alter mit einer Hormontherapie anfangen, verschließen sich auch weiterhin Bereich wie Sauna und Freibad, denn bei Unterbrustweite 90 ist ein A00 Körbchen mehr als auffällig.

Ich wollte nur darauf Hinweisen, dass die bisherigen guten Leistungen der Krankenkassen in Zukunft reduziert werden.

 

 

Tassi EX
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dabei seit: 02.05.2007

Grundsätzlich kann ich mich Kimber nur anschließen, wenn sie sagt, dass Transsexuelle in puncto Brust-OP den gleichen Spielregeln unterliegen, wie Bio-Frauen.

Ich find's schon irgendwie witzig - das eine haben wollen (Brust), jedoch das andere (GAOP) abzulehnen. 

Und dies auch mit jüngeren Frauen in Bezug zu bringen ist für mich wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Tassi EX
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dabei seit: 02.05.2007

Um das etwas zu relativieren (weil's evtl. zu provokant rüber gekommen ist) - ich habe nichts dagegen, wenn manchen geholfen wird ein akzeptables Aussehen zu erlangen - dies auch mithilfe eines Brustaufbaus. Ebenso sehe ich auch in manchen Fällen durchaus die Rechtfertigung für optische Maßnahmen im Gesicht, nur sollte man sich von den Gedanken lösen, dass es (A) eine Selbstverständlichkeit der Kassen ist und (Cool das ganze Umfeld einen bewundert.

Das kling zwar hart, da man eben auch um die evtl. verpassten Jahre der Jugend nicht nachholen kann, doch sollte man auch den bereits zurück gelegten Weg ein wenig stolz sein können/dürfen.

 

Würde hier gerne noch mehr dazu schreiben, doch irgendwie bin ich einfach zu platt von unserem Pressetermin und all den Vorbereitungen für die Drehs auf unserer kommenden Party.

 

Euch allen eine gute Nacht - bis morgen!

 

Bye bye - Tassja

Kimber EX
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dabei seit: 05.05.2009

Chantal-TS schrieb:
Falsch ist daran nichts, aber es gibt Unterschiede. Nicht als attraktiv angesehen zu werden hat ein andere Qualität als eine andere Identität aufgedrückt zu bekommen. Jungen Frauen, die glauben durch eine Brust OP mehr Selbstbewußtsein zu bekommen, kann oft auch anders geholfen werden.

 

Logisch, wenn andere Menschen mit ihrem Körper unzufrieden sind und leiden, haben sie zu wenig Selbstbewusstsein, wenn transsexuelle Menschen unzufrieden, dann...ja...dann ist das natürlich was ganz anderes.

Es gelten für transsexuelle Menschen die selben Spielregeln wie für alle Menschen: ohne medizinische Indikation, keine Leistung. Und was andere Menschen beantragen und durchprügeln, das zu beurteilen ist weder meine Aufgabe, noch interessiert es mich.

Aber so ganz spontan würde ich sagen, dass gerade transsexuellen Menschen mal eine Portion Selbstbewusst ganz gut täte.

 

Tassi schrieb:
Ich find's schon irgendwie witzig - das eine haben wollen (Brust), jedoch das andere (GAOP) abzulehnen.

 

Wenn es nicht ins Lebenskonzept passt, passt es eben nicht. Das ist mir ehrlich gesagt egal, was andere Menschen machen. Ich geniesse lieber mein Leben, wenn ich kann.

Doug hatte Recht: Macht´s gut und danke für den Fisch.

Chantal-TS EX
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dabei seit: 22.08.2010

Kimber schrieb:
logisch, wenn andere Menschen mit ihrem Körper unzufrieden sind und leiden, haben sie zu wenig Selbstbewusstsein, wenn transsexuelle Menschen unzufrieden, dann...ja...dann ist das natürlich was ganz anderes..

Du hast mich nicht verstanden. Es geht vielen Transsexuellen bei der Brust-OP nicht um das glücklich sein mit dem Körper, sondern um die Auswirkung und die Identität. Gerade ein Dekoltee ist so eindeutig weiblich, dass damit andere männliche Faktoren überdeckt werden können. Darum geht es nicht um Selbstbewußtsein durch Schönheit, sondern weniger potentielle Ausgrenzung durch Entdeckung und daraus gewonnene Selbstsicherheit.

Schön wird ein Leben auch, wenn bestimmte Themen nicht mehr interessieren. Denn allzu schnell wird man auf Transsexualität reduziert und viele Betroffene die ich kenne, haben im Gespräch einzig und allein ein Thema. Die drehen sich nur um sich selber. Das ist schade, denn ein Leben hat erheblich mehr zu bieten. Wink

denise
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dabei seit: 05.10.2007

ich weiss ja nicht, manchmal denke ich, ich bin hier im delta-quadranten. schulterverkleinerung, einbau eines apps hier, einbau dort, eigenfettabsaugen hier, eigenfettanpflanzung dort.

wir basteln uns die perfekte frau. frei nach dem beliebten borgmotto:

widerstand ist zwecklos... lassen sie sich assimilieren :mgreen: