Stil per Vorschrift?

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Lina
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Ich verstehe das so, wenn auffällige künstliche Fingernägel vorgesehen sind, sollen die auch nach Möglickeit vorhanden sein - genau wie die hautfarbenen Unterwäsche. Wie ich es zitiert habe. Wenn das also wirklich auch dem Originaltext korrekt zitiert wurde, finde ich es ... sagen wir "nett" ... obwohl als Bankangestellte hätte ich schon meine Probleme damit. Ich kriege es ganz einfach nicht auf die Reihe, Kleingeld aufzusammeln mit langen oder mit aufgeklebten künstlichen Fingernägeln.

 

Davon abgesehen finde ich solche Kleiderordnungen, die auch noch so weit gehen als Leuten vorzüschreiben, welche Unterwäsche die zu tragen haben absolut verwerflich. Es ist sicherlich OK, dass Angestellte, die auch direkten Kundenverkehr haben oder von besuchenden Kunden gesehen werden, ein gewisseß Image ausstrahlen müssen. Da wäre es sicherlich falsch, wenn der Kreditberater in T-Shirt und Cargo-Hose mit Tarnmuster rumlaufen würde, aber das würde auch kaum jemand in dem Job tun.

Andererseits kann man auch total mit dieser schwachsinningen Kleiderordnung konform sein und gleichzeitig total deppig, unseriös, uncharismatisch oder gar widerlich aussehen. Und damit ist alles wohl trotzdem OK. Ich kann nur vermuten, dass ein Unternehmen, das nach solchen unsinnigen Kriterien in einem Bereich entscheidet, tut es auch in anderen Bereichen.

Mit so einem Unternehmen würde ich mich nicht trauen, zusammenzuarbeiten.

Triona
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Zonja schrieb:

Mein Rock spannt hinten immer! Besonders auf meinen Bankgängen werde ich jetzt genussvoll die "spannendsten" anziehen.

 

kann das zufällig sein, daß dein hintern vlt doch klein bisserl dick ist? :D  *wegduck*

liebe grüße
triona

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sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Triona
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tanjak schrieb:

Bei uns heißt das ganze Businnes Knigge und man kann im Intrant nachlesen, welche Bekleidung angebracht ist und welche nicht, und wie man sich bei Geschäftsessen verhält. Die USB ist da kein Einzelfall.

 

hier könnte ja leicht abhilfe geschaffen werden:

ein flugblatt, das bei uns in der tanzschule rumlag, schrieb:

KNIGGE-ESSEN

Ein unterhaltsamer Abend rund um den Bereich der modernen Umgangsformen mit dem AUI-zertifizierten Knigge-Coach Tilo Kühl-Schimmel

Veranstaltungsort
Best Western Hotel am Schloßpark
August-Bebel-Straße 1
09577 Niederwiesa-Lichtenwalde

Termin
Sonntag, 30. Januar 2011
Beginn: 18.00 Uhr

Kosten
39,00 € pro Peerson
incl. 3-Gänge-Menü

das wäre für die bank sicher preiswerter, als der Imageschaden durch das bekanntwerden dieser überspitzten kleiderordnung. Laughing out loud

und sogar AUI-zertifiziert.
was auch immer das sein mag. Laughing out loud

 

liebe grüße
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Roxanne
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Lina schrieb:
Ich verstehe das so, wenn auffällige künstliche Fingernägel vorgesehen sind, sollen die auch nach Möglickeit vorhanden sein - genau wie die hautfarbenen Unterwäsche. Wie ich es zitiert habe. Wenn das also wirklich auch dem Originaltext korrekt zitiert wurde, finde ich es ... sagen wir "nett" ... obwohl als Bankangestellte hätte ich schon meine Probleme damit. Ich kriege es ganz einfach nicht auf die Reihe, Kleingeld aufzusammeln mit langen oder mit aufgeklebten künstlichen Fingernägeln.

Die Sache mit künstlichen Fingernägeln fiel mir allerdings auch als erstes auf. Eigentlich passt das nicht. Entweder man hat gepflegte echte Nägel (Männlein oder Weiblein übrigens) oder den Damen werden Künstliche verordnet - dann aber keine im "Girlie-Stil" mit Glitzerbildchen Wink

 Ich vermutet da Auslassungen und Verkürzungen der WELT. Übersetzungsfehler aus der "Schwyzerdütsch" wohl weniger.

 

Natürlichkeit ist langweilig    

Triona
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Roxanne schrieb:

Lina schrieb:
Wenn ich als USB-Mitarbeiterin so einen Fehler in dem Originaltext der Kleiderordnung gefunden hätte,

Wie, wo hast du da einen Fehler entdeckt?

 

roxy, da ist ein kollateralschaden im sinne dieser unsinnigen verordnung ja durchaus denkbar. Laughing out loud

 

Lina schrieb:

Ich verstehe das so, wenn auffällige künstliche Fingernägel vorgesehen sind, sollen die auch nach Möglickeit vorhanden sein - genau wie die hautfarbenen Unterwäsche. Wie ich es zitiert habe. Wenn das also wirklich auch dem Originaltext korrekt zitiert wurde, finde ich es ... sagen wir "nett" ... obwohl als Bankangestellte hätte ich schon meine Probleme damit. Ich kriege es ganz einfach nicht auf die Reihe, Kleingeld aufzusammeln mit langen oder mit aufgeklebten künstlichen Fingernägeln.

kleingeld?
die hantieren da doch wohl ausschließlich mit großen scheinen.
oder womöglich sogar noch mit rein virtuellen (=eingebildeten / vorgetäuschten) werten.

 

Lina schrieb:

Davon abgesehen finde ich solche Kleiderordnungen, die auch noch so weit gehen als Leuten vorzüschreiben, welche Unterwäsche die zu tragen haben absolut verwerflich.


im drauf folgenden satz schreiben sie ja auch noch, daß unterwäsche an keiner stelle sichtbar sein darf.
also noch ein logischer fehler. Laughing out loud
es wird vorgeschrieben, was man gar nicht sehen darf.

Lina schrieb:

Andererseits kann man auch total mit dieser schwachsinningen Kleiderordnung konform sein und gleichzeitig total deppig, unseriös, uncharismatisch oder gar widerlich aussehen. Und damit ist alles wohl trotzdem OK. Ich kann nur vermuten, dass ein Unternehmen, das nach solchen unsinnigen Kriterien in einem Bereich entscheidet, tut es auch in anderen Bereichen.

Mit so einem Unternehmen würde ich mich nicht trauen, zusammenzuarbeiten.

 

Brigitte schrieb:
Die wollen nur ablenken, von ihren Fehlspekulationen.

Brigitte



 


genauso wird es wohl sein.


 


das ist ja irgendwie ein ganz lustiger faden.
realsatire pur.


zumindest war es eine übung im korrekten zitieren. Laughing out loud


 


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triona


 

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Roxanne
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Triona schrieb:
im drauf folgenden satz schreiben sie ja auch noch, daß unterwäsche an keiner stelle sichtbar sein darf. also noch ein logischer fehler. es wird vorgeschrieben, was man gar nicht sehen darf.

Nee, nee, das ist in Ordnung. Wo ein schwarzer oder lila BH unter der weißen Bluse oder ein farbiger Slip unter einem hellen Sommerkleid durchscheint, war wohl beim Aussuchen der Unterwäsche noch das Licht im Schlafzimmer aus... 

Natürlichkeit ist langweilig    

Triona
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ach ja, noch was:

tätowierungen sind natürlich auch ausdrücklich verboten.
für mitarbeiter beider geschlechter.
(ob das wohl auch für TS gilt?
aber es scheint mir sowieso fraglich, ob solche in einem solchen unternehmen überhaupt eine chance auf anstellung haben.)

wenn man da einen bezug zur unterwäsche denkt, dann wird das womöglich auch für tätowierungen gelten, die an stellen sind, die normalerweise im Dienst gar nicht sichbar sind. (zb im intimbereich).
ob die das bei der einstellung nachprüfen?

und vor allem:
wird das täglich nachgeprüft, was für unterwäsche die mitarbeiter anhaben?
äußerlich sehen darf man ja nichts davon.
(Madonna hätte da sicher keine chance.)

 

zurück zu den tätowierungen:
ich hab mal eine zeitlang als perkplatzwächterin gearbeitet.
und ich hab auf der innenseite des rechten handgelenks so einen haifisch mit aufgerissenem maul, der durch das autofenster immer gut sichtbar war, wenn ich die geöffnete hand hinhielt zum kassieren.
einer der kunden (wahrscheinl sehr sehbehindert) hat da dann gefragt:
"was seid ihr denn für welche?"
ich: "wir sind die parkplatz-haie. Smile
das sehen sie doch." - mit hinweis auf meine kassierbereite rechte hand. Laughing out loud

das wäre doch angemessen, wenn vorgeschrieben würde, daß die mitarbeiter eines hochspekulativ arbeitenden kredithais auch eine passende tätowierung haben müßten.
denkbar wäre doch zb ein hai  mit dem logo der bank, ergänzt mit würfeln und einem royal flush.
da gibts sicher jede menge erstklassige tätowierer, die dieses motiv ohnehin gut drauf haben.
das wäre doch mal eine arbeitsbeschaffungsmaßnahme der besonderen art. Laughing out loud

 

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Roxanne schrieb:

Triona schrieb:
im drauf folgenden satz schreiben sie ja auch noch, daß unterwäsche an keiner stelle sichtbar sein darf. also noch ein logischer fehler. es wird vorgeschrieben, was man gar nicht sehen darf.

Nee, nee, das ist in Ordnung. Wo ein schwarzer oder lila BH unter der weißen Bluse oder ein farbiger Slip unter einem hellen Sommerkleid durchscheint, war wohl beim Aussuchen der Unterwäsche noch das Licht im Schlafzimmer aus... 

 

und wenns ein weißer wäre, dan war wohl gerade das schwarzlicht aus. Laughing out loud

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Triona
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deswegen haben die in diskotheken auch immer schwarzlicht.
daß jeder sehen kann, wer einen BH anhat oder nicht.
schließlich geht allenthalben das gerücht um, daß frauen, die keinen BH anhaben, "etwas wollen".

sollte man der bank mal vorschlagen:
schwarzlicht am personaleingang.
das würde die kontrollen der unterwäscheregel erheblich vereinfachen. Laughing out loud

 

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Triona
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Und weils so lustig war, noch ein döneken aus der welt der ungeschriebenen kleiderordnungen:
(wahre geschichte, ist ~30 jahre her)

eine freundin von mir arbeitet(e) mal als werbefachfrau bei dem bekannten maschinenbauer METABO.
Sie hatte eine tolle kaninchenfelljacke, über und über gescheckt in den unauffälligen farben weiß, blau + rot.
als sie die mal eines morgens auf arbeit anhatte, da sind dem einarmigen pförtner nicht nur beinahe die augen aus dem kopf gefallen, als sie durch die pforte marschierte.
nein, er ist fast aus seiner loge rausgefallen, als er sich zur luke herauslehnte, um ihr nachzusehen.

Das erste an diesem morgen war eine vorladung zum obersten chef.
dieser hob an mit gewichtiger stimme und äußerst mißbilligendem blick:
“wir sind ein mittelständisches unternehmen am fuße der schwäbischen alb!
da müssen sie schon ein wenig auf ihr äußeres achten.“

Sie: „wenn sie meinen, sie müßten sich einen werbeaffen halten, dann müssen sie auch das kaninchen schlucken. Laughing out loud
das thema war dann auch für immer vom tisch.
und sie konnte endlich mit ihrer arbeit anfangen.

 

Liebe grüße
triona

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