Nadelepilation

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Hayat-Blfd
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Hallo Aszi!

Frag mal die Kezia hier. Ich glaube die weiss wo es eine in Demold gibt. Ansonsten in Bielefeld. Ich hoffe dass ich da bald nen Termin habe bei Beauty&Feets!

MfG Hayat

Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht, wie andere es gern hätten

Vivian
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Beate_R
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Erfreulich. 

 

Allerdings wissen wir nicht, welche Instanz und ob das Urteil wirlich rechtskräftig ist. Darüber hinaus sollte allen klar sein, dass das wohl eine Einzelfallentscheidung ist, die bestenfalls im Gerichtsbezirk dieses Gerichts Geltung hat. Mit anderen Worten: in anderen Bundesländern muss das neu erstritten werden.

Erfreuclich scheint mir allerdings die nicht zum ersten Mal wahrnehmbare Tendenz zumindest der Gerichte zu sein, auch Epilationen bei Nicht-Ärzten zu unterstützen.

Viele liebe Grüße

Beate 

Carolin
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jetzt ist die Ablehnung der TK noch durch den Widerspruchsausschuss bestätigt worden. Damit habe ich jetzt die Grundlage, innerhalb eines Monats Klage beim Sozialgericht einzureichen.  Da der TK ja jetzt ein Arzt bekannt ist, werde ich wohl wenig Erfolg mit einer Klage haben und denen ist das Sch.... egal ob ich das bezahlen kann oder nicht. Ehrlich gesagt hab ich auch keine Lust mehr, das durchzukämpfen, aber das ist wiederum genau das was die TK erreichen will.  Nach den zwei Sitzungen, die ich bei dem Arzt hatte, war mein Kinn voller Hämathome. Ich weiß grad nicht ob ich der Praxis vertrauen kann.  Ich hab mal versucht, mich schlau zu machen, ob eine andere KK, die die Bartepi übernimmt, auch die Zusage für die OP übernimmt, hab aber keineverbindliche Aussage bekommen. Ist gerade alles sehr unbefriedigend.  Carolin

Wer weiß, wie er sein Leben gestalten muß, um glücklich zu sein, muß nur noch den Mut finden, es auch zu leben

Nadja DD
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@rafaela62 bei trans id nehme ich teil genauso wie bei den stammtischen leider gabs da bisher keine erfahrung (kann ja nicht jeder alles wissen) daher hatte ich gehofft hier weiss wer etwas!

habe auch schon im internet gesucht aber da gibts nur ipl zu finden was ich aber schon hinter mir habe

und ich hätte halt gern die haare ganz los auch wenn teilweise nur weiss schon deutlich besser ist!

 

MfG Nadja

Beate_R
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Hallo Carolin, dieses Urteil kennst Du aber schon? http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/recht/article/914524/urteil-krankenkasse-muss-kosmetikerin-bezahlen.html

In dem Urteil geht es vor allem auch um Behandlung in angemessener Zeit. Und wenn die Fahrtkosten zum Arzt den Wert der Behandlung erreichen, ist eine Kostenübernahme durch die Kassen ja auch nichts wert.

Also such Dir eine gute Anwältin und geh mit ihr vor Gericht. Allein ist das hoffnungslos. M.W. wurde die TK vor einigen Monaten zweitinstanzlich in einen Vergleich zu unseren Gunsten gezwungen - Verlgeich deshalb, weil auch da ein Arzt behauptete, er könne das.

 

 

Viele liebe Grüße

Beate 

Lena4866
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Carolin schrieb:

jetzt ist die Ablehnung der TK noch durch den Widerspruchsausschuss bestätigt worden. Damit habe ich jetzt die Grundlage, innerhalb eines Monats Klage beim Sozialgericht einzureichen.  Da der TK ja jetzt ein Arzt bekannt ist, werde ich wohl wenig Erfolg mit einer Klage haben und denen ist das Sch.... egal ob ich das bezahlen kann oder nicht. Ehrlich gesagt hab ich auch keine Lust mehr, das durchzukämpfen, aber das ist wiederum genau das was die TK erreichen will.  Nach den zwei Sitzungen, die ich bei dem Arzt hatte, war mein Kinn voller Hämathome. Ich weiß grad nicht ob ich der Praxis vertrauen kann.  Ich hab mal versucht, mich schlau zu machen, ob eine andere KK, die die Bartepi übernimmt, auch die Zusage für die OP übernimmt, hab aber keineverbindliche Aussage bekommen. Ist gerade alles sehr unbefriedigend.  Carolin

Wird  höchste zeit das du  dich von einem Anwalt beraten lässt, das hättets  du schon viel früher tun sollen.Ich habe manchmal den Eindruck das  viele meinen die ganze Welt würde uns mit offenen Armen erwarten.Und ich glaube  nicht das deine Chancen bei einem Prozess so schlecht sind, die TKK ist dafür bekannt das Sie es auf einen Prozess ankommen lässt in der Hoffnung das die meisten sich nicht trauen zu klagen. 

Und dieses Urteil ist zwar für deine Region  nicht bindend zeigt aber zumindest die Tendenz bei den Gerichten und dder Fall hat Ähnlichkeiten mit deinem.

Ärzte Zeitung, 27.06.2016 schrieb:

Ärzte Zeitung, 27.06.2016

Urteil

Krankenkasse muss Kosmetikerin bezahlen

 

Transsexuelle dürfen auf Kosten der Kasse auch eine Kosmetikerin in Anspruch nehmen, wenn keine zeitnahe ärztliche Bartentfernung möglich ist. Das hat das Sozialgericht Berlin entschieden.

Von Martin Wortmann

BERLIN. Mann-zu-Frau-Transsexuelle müssen sich nicht Jahrzehnte gedulden, bis Ärzte ihren männlichen Bartwuchs entfernt haben. Können die Krankenkasse und auch die Kassenärztliche Vereinigung keine Praxis benennen, die die Behandlung zeitnah und zügig durchführt, dürfen Betroffene hierfür auch eine Kosmetikerin in Anspruch nehmen, wie jetzt das Sozialgericht (SG) Berlin entschied.

Im Streitfall hatte die Krankenkasse die Kosten einer geschlechtsangleichenden Operation übernommen. Die männlichen Haare könnten dann durch einen niedergelassenen Arzt entfernt werden, etwa in der Praxis B. Diese Praxis teilte der Transsexuellen allerdings mit, dass die Elektrokoagulation nur für höchstens fünf Minuten pro Woche durchgeführt werde.

Die noch bärtige Transsexuelle rechnete hoch, dass die Haarentfernung damit insgesamt 60 Jahre dauern würde. Das empfand sie als unzumutbar. Zudem hatte eine in der vorgeschlagenen Praxis behandelte Freundin Narben zurückbehalten.

Daher suchte sie eine Kosmetikerin auf und reichte die Rechnung in Höhe von 2628 Euro an ihre Krankenkasse weiter. Die muss nun auch bezahlen, wie das SG Berlin in seinem bereits rechtskräftigen Urteil vom 15. März 2016 entschied, das vergangene Woche veröffentlicht wurde.

Unbestritten habe die Transsexuelle Anspruch auf die Behandlung. Denn ihr äußeres Erscheinungsbild müsse dem empfundenen Geschlecht "deutlich angenähert" sein. Ein Gesichtsbart stehe einem weiblichen Erscheinungsbild aber entgegen.

Auch habe die Frau eine Kosmetikerin aufsuchen und sich dort behandeln lassen dürfen. Denn auch dem Gericht hätten weder die Krankenkasse noch die KV eine Praxis benennen können, die die Behandlung in einem angemessenen Zeitrahmen durchgeführt hätte. Zudem gehe auch der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen davon aus, dass Kosmetiker die Haarentfernung gleichwertig vornehmen könnten.

Sozialgericht Berlin

Az.: S 51 KR 2136/13

 

Vivian
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dabei seit: 29.06.2016

wenn es mal ein urteil gibt , egal wo  kann man es in seiner region auch nutzen .

 

Beate_R
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Klar. Man wird es aber erneut einklagen müssen. Auch wenn die Chancen Recht zu bekommen größer geworden sind. Es sollte aber beachtet werden, dass in BaWü und in NRW entgegenlautende Urteile der jeweiligen Landessozialgerichte bestehen. Die beiden Gereichte scheinen ihre Positiona allerings zwischenzeitlich ebenfalls geändert zu haben.

 

Hier nochmal ein Zitat des Leitsatzes des Urteils, den man in Begründungen verwenden können sollte:

Zitat:

Leitsatz
 

1. Die Krankenkasse hat die durch die Behandlung eines hinreichend qualifizierten nichtärztlichen Behandlers entstehenden Kosten für bei vorliegendem Mann-zu-Frau-Transsexualismus erforderliche Bartepilationsbehandlungen durch Nadelepilation zu tragen, wenn kein Arzt/keine Ärztin gefunden werden kann, der/die zu einer entsprechenden Behandlung bereit wäre.2. In einem solchen Fall liegt ein Systemversagen vor, das dazu führt, dass die Behandlung - trotz Arztvorbehalt - auch von einem nichtärztlichen Behandler, der die Gewähr für eine mindestens gleichwertige Versorgung bietet, auf Kosten der Krankenkasse durchgeführt werden kann, weil bei der Bartepilation durch Nadelepilation weder diagnostischen Schwierigkeiten bestehen noch die Behandlung selbst nennenswerte gesundheitsgefährdende Komplikationsrisiken in sich birgt.

 

Viele liebe Grüße

Beate 

Carolin
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vor fast 3 Monaten habe ich Klage beim Sozialgericht in Hannover eingereicht, weil mein Antrag auf Epilation von der TK abgelehnt worden ist.

Heute habe ich mal vorsichtig bei meiner Anwältin nachgefragt, was denn inzwischen geschehen sei.

Das Gericht hat die TK angeschrieben wegen Stellungnahme und die Antwort war, dass sie fordern, die kassenärztliche Vereinigung beizuladen. In meinen Augen Pure Verzögerungstaktik.

Darüberhinaus sagte mir die Anwältin, dass gerade die Fälle der Jahre 2013/2014 aufgearbeitet werden. Ich müsse mich da in Geduld üben.

Na Klasse, damit erreicht die Kasse auch irgendwie ihr Verweigerungsziel indem sie hofft, dass ich die Geduld verliere und inzwischen die Epilation selbst bezahle.

Wir leben halt in einem Rechtsstaat. Jeder biegt sich das Recht zurecht, wie er es gerade braucht.

Frustrierte Grüße

Carolin

 

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