Nadelepilation

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Carolin
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ich schätze mal, dass es letztendlich auf eine Klage vor dem Sozialgericht hinausläuft.

Das Vorgehen ist wie ich meine Programm. Vielleicht gibt die Versicherte ja vorzeitig auf oder bezahlt es gar selber.

Es wäre gut, wenn es endlich mal ein Grundsatzurteil dazu geben würde.

Ich habe weder Lust und vor allem kein Geld das durchzufechten, wenn die KK unter Umständen klein bei gibt um genau dieses Grundsatzurteil zu verhindern.

 

Wer weiß, wie er sein Leben gestalten muß, um glücklich zu sein, muß nur noch den Mut finden, es auch zu leben

Beate_R
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Du solltest Dich an Deborah Reinert wenden. Die ist in diesen Angelegenheit firm - ja, jetzt schon, wärehnd des Widerspruchs. Obwohl das bei der TK wurscht ist.  Alternativ könntest Du natrülich einen Wechsel der Krankenkasse erwägen.

 

Ich hatte übrigens eine Bewilligung seitens der TK erwirkt, mit viel anwaltlichem Hin und Her. Als es dann losging, rief der Sachbearbeiter zwei mal bei meiner Elektrologistin an - einmal die Frage, ob sie "zufällig" auch einen Laser besäße und kurz darauf die Mitteilung, dass die TK ab sofort ganz aus der Kostenübernahme der Bartepilation aussteigen werde. (Der Typ hatte sich bei dem Hin und her der Bewilligung nachweislich so geschickt angestellt, dass ich vermutlich schon Schmerzensgeld / Schadenersatz hätte anmelden können)

 

Aber das ist alles ewig her - die TK hat tatsächlich wenig später den Hahn zugemacht.

Die TK hat noch nie vorzeitig aufgegeben. Sie hat im Gegenteil schon zwei zweitinstanzliche Urteile zu unseren Ungunsten erwirkt, und sie wird im Zweifelsfall durch alle Instanzen gehen.

Dir bleibt tatsächlich nur der Weg des Kassenwechsels oder selbst zu bezahlen. Eine schnelle und effiziente Elektrologistin ist billiger als es Deine Fahrtkosten zum Arzt wären.

Viele liebe Grüße

Beate 

Carolin
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dabei seit: 07.12.2007

Bevor ich die Kasse wechsele werde ich erstmal die bereits problemlos genehmigten Op's hinter mich bringen, damit ich das Verfahren bei der neuen Kasse nicht noch einmal durchlaufen muss.
Die Op's kann ich aus medizinischen Gründen leider erst frühestens Ende des Jahres durchführen.
Das es schwer, wenn nicht sogar unmöglich sein würde, die Epi bei der Kasse durchzusetzen hat mir auch schon meine Nichte bestätigt, die bei der TK arbeitet. Leider nicht mit den richtigen Einflussmöglichkeiten.
Liebe Grüße
Carolin

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Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Carolin schrieb:
Bevor ich die Kasse wechsele werde ich erstmal die bereits problemlos genehmigten Op's hinter mich bringen, damit ich das Verfahren bei der neuen Kasse nicht noch einmal durchlaufen muss.

 

Musst Du nicht - das ist eine Formsache. Du hast ein Anrecht darauf, dass Deine Bewilligung übernommen wird.

Viele liebe Grüße

Beate 

Carolin
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dabei seit: 07.12.2007

Ich schäume gerade. Vor Wut! Vor Entäuschung! :cry: :ireful :bomb 

Seit Januar liegt mein Antrag auf Bartepi in einem Kosmetikstudio in einem Ausschuss der TK. Auf Nachfragen habe ich immer nur anhören müssen, dass das in Bearbeitung sei.

Jetzt habe ich einen Hinweis auf einen Arzt in Hannover bekommen, der Elektroepilation anbietet und bin zu besagtem Hautarzt gegangen. Er sagte mir, er berechne für eine halbe Stunde Behandlungszeit 32,70 € und ich solle die Kostenübernahme mit der Krankenkasse klären.

Ich hab das also der Krankenkasse mitgeteilt und bekomme heute einen Anruf eines Mitarbeiters, der mir freudig mitteilt, dass die Kosten übernommen würden.

Und jetzt das Aber, das mich rasend macht: Die 32,70 € sind der private Anteil den ich selbst zu tragen hätte. 65,40€ je Stunde Privatanteil und den KK-Satz kassiert der auch noch.

Zum Vergleich: Das Studio nimmt 80,00€ je Stunde.

Ich kann mir diese horrenden Zuzahlungen nicht leisten und mein Antrag für das Kosmetikstudio hat sich damit sicher auch erledigt. ( Es gibt ja schließlich einen Arzt. Sch... 2 Klassengesellschaft)

Ich habe diesem freudestrahlenden Mitarbeiter der TK dann erklärt, dass er das was ich jetzt gerne sagen würde, mit Sicherheit nicht hören wolle. Er war auch noch enttäuscht, dass ich so sauer reagiert habe.

Ich hab ihm erklärt, dass ich mich ab sofort wegen psychischer Probleme 1 Jahr lang krank schreiben lasse, dass würde die Kasse das doppelte der Behandlung kosten. Seine Antwort: Das hat doch mit diesem Fall gar nichts zu tun.

Ich habe mich dann säuerlich höflich von ihm verabschiedet und aufgelegt, ehe ich doch noch ausfallend geworden wäre.

Carolin

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rafaela62
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dabei seit: 20.01.2008

Hallo Carolin!

Dein Beitrag erschreckt mich!

1. Wenn das stimmt, das das der selbst zu tragende Anteil ist, würde ich den Arzt bei der Kassenärztlichen Vereinigung wegen betrügerischer Abrechnung anzeigen!

2. Meines Wissens nach, übernimmt die Krankenkassen bei Elektroepilation bei einem anerkannten Hautarzt mit elektrologistischer Befähigung, 70,20 Euro. Mehr darf er normalerweise auch nicht abrechnen. ELEKTROEPILATION IST KEINE IGEL - LEISTUNG ! ! !

3. Dein KK - bearbeiter könnte sich eventuell irren. Dann ist das der Satz, den der Arzt mit der KK abrechnet.

4. Du solltest auch mal deine KK auf das neue Patientenrecht aufmerksam machen. Dort steht, wenn ein Antrag auf Kostenübernahme nicht fristgemäß beantwortet wird, gild er automatisch als bewilligt !

Nur einfach mal so als Anregung.

Gruß Rafaela

Leitende Betreuerin der SHG Trans Jena   

http://jena.transhilfe-thueringen.de

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Carolin
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dabei seit: 07.12.2007

nein Rafaela, der Sachbearbeiter irrt nicht. Er hatte, bevor er mich anrief, in der Praxis entsprechend nachgehakt.

Ich habe auch noch mal in der Praxis angerufen und bekam das genau so bestätigt.

Ich werde dazu weitere Erkundigungen einziehen und sehen wie es weitergeht.

Auf meine Eingabe hat die KK reagiert, indem sie mir geschrieben hat, dass es an einen Ausschuss weitergeben wäre. Nach diesem Schreiben habe ich dann allerdings seit 5 Monaten nichts mehr gehört. Eine Untätigkeitsklage hat sicher keinen Zweck mehr, da mir ja jetzt die Leistung durch ein Arzt zur Verfügung steht. Ob ich mir die Zuzahlungen leisten könne und in welchem Verhältnis sie zu anderen Anbietern steht, ist nicht Sache der KK. So hat es mir der Mitarbeiter deutlich rübergebracht.

Carolin

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rafaela62
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dabei seit: 20.01.2008

Ich glaube ich habe es verstanden.

Mir stellt sich das nun so dar: Die Leistung der KK an den Arzt deckt nicht dessen Kosten und dieser verlangt nun von Dir den Differenzbetrag.

Daher nun von mir eine Empfehlung aus der Praxis hier bei uns:

- lass Dir die Zuzahlung als Behandlungszuzahlung zu einer gesetzlichen Leistung bescheinigen

- bitte Deinen Arzt, das er Dir bescheinigt, das er auch Leistungen von der gesetzlichen KK bekommt

- klage ggf. Deine Zuzahlung am Ende ! Deiner Behandlung über ein Sozialgericht (möglichst mit einem Anwalt) wieder ein.

Gruß Rafaela

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Lena4866
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dabei seit: 01.07.2005

rafaela62 schrieb:

Ich glaube ich habe es verstanden.

Mir stellt sich das nun so dar: Die Leistung der KK an den Arzt deckt nicht dessen Kosten und dieser verlangt nun von Dir den Differenzbetrag.

Daher nun von mir eine Empfehlung aus der Praxis hier bei uns:

- lass Dir die Zuzahlung als Behandlungszuzahlung zu einer gesetzlichen Leistung bescheinigen

- bitte Deinen Arzt, das er Dir bescheinigt, das er auch Leistungen von der gesetzlichen KK bekommt

- klage ggf. Deine Zuzahlung am Ende ! Deiner Behandlung über ein Sozialgericht (möglichst mit einem Anwalt) wieder ein.

Gruß Rafaela

Das ist nicht für jede praktikabel da die  meisten Transexuellen kaum  5000€ bis 10000€ vorstrecken können.Aber vielleicht hilft es  bei der Krankenkasse einen Antrag auf Befreiung von der Zuzahlung zu stellen .Das begrenzt die Zuzahlung dann auf 1%(bei chronisch Kranken) bzw 2% des Einkommens.Ich bin mir aber nichht ganz sicher ob die Zuzahlung zur Epilation auch darunter fällt.

 

 

 

Carolin
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dabei seit: 07.12.2007

Dieser Eigenanteil wird vom Arzt als Wunschleistung deklariert, die nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkasse gehört und deshalb nicht erstattungsfähig ist. Und er gehört eben auch nicht zu den befreihungsfähigen Zuzahlungen.

Ist schon geschickt gemacht.

 

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