Nadelepilation Erfahrungen... Bitte helft mir!

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Sunny309
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dabei seit: 14.11.2013

Guten Abend,

ich bin neu hier im Forum und habe mich hier angemeldet, weil ich mir von Euch Erfahrungen und Tipps zum Thema Nadelepilation erhoffe.

Zuerst stelle ich mich natürlich kurz vor… Ich heiße Daniela, bin 30 Jahre alt, Frau, die auch als Frau geboren wurde und habe trotzdem Problem mit männlicher Behaarung. Sad  Naja und ich dachte mir halt, wenn ich Leute finde, die das verstehen und mir Tipps geben können, dann hier.

Zu meinem Problem, BZW meiner Frage: Zur Zeit befinde ich mich in Behandlung bei einer Elektrologistin und lasse mir meine Beine Epilieren. Ich habe acht Stunden hinter mir und die Unterschenkel sind bis fast zum Knie schon epiliert.

Bei dieser Elektrologistin habe ich unmittelbar nach der Epilation maximal leichte rötungen und hier und da sieht man mal kleine Punkte, die aber nicht Schorfen, die Behandlung selber empfinde ich als absolut nicht schmerzhaft – ich könnte theoretisch dabei einschlafen (Ok, ein bisschen ziepen gehört wohl dazu)

Nun bin ich auf die wahnsinnig geniale Idee gekommen, auch meinen Intimbereich machen zu lassen.

Kurz entschlossen habe ich mir eine andere Elektrologistin gesucht, die auch beiden Fachverbänden angehört und habe mich zwei Stunden am PO und am Oberschenkel epilieren lassen.Ich wollte einfach auch die Arbeitsweisen vergleichen und zwei verschiedenen Fachkräfte ausprobieren.

Das Ende vom Lied ist, dass ich während der Behandlung schon „schlimme“ Schmerzen hatte und nach der Behandlung auf dem Weg nach Hause konnte ich kaum im Auto sitzen…. Es war vom Schmerz her eine Mischung aus Schürfwunde und Verbrennung, würde ich sagen. Zuhause hab ich dann alles begutachtet und festgestellt, dass ich an jeder Einstichstelle Wassergefüllte Blasen und Pusteln hatte….  Das ist jetzt eine Woche her und so langsam bekomme ich dank Creme vom Hautarzt die Entzündungen in den Griff. Sad Es ist immernoch alles rot, teilweise Pickelig, Schorfig, Krustig……..

Jetzt sag mir doch mal bitte jemand, was normal ist? Ist das immer so und die andere sehr angenehme Variante bringt  am Ende nichts?

Ich bin verwirrt, möchte aber sooooooo gerne die Haare los werden.

 

Vielen Dank und viele Grüße

Die Dani

Minolfa
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dabei seit: 06.12.2007

Hallo Dani,

willkommen im Forum! Smile

Was Du da schreibst über die Behandlung bei der zweiten Elektrologistin, ist mit Sicherheit nicht "normal". Natürlich ist man in der Nähe des Intimbereichs und an den inneren Oberschenkeln empfindlicher als an den Unterschenkeln. Aber Entzündungen mit Blasen, die ärztlich behandelt werden müssen, würde ich nie und nimmer akzeptieren.

Vielleicht schreibt ja Beate (eine Elektrologistin) noch detailliertere Infos.

Liebe Grüße, Minolfa

Calista
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dabei seit: 04.01.2013

Ich würde sagen, die Erfahrung bei der ersten Elektrologistin ist normal – oder jedenfalls entspricht es meinen Erfahrungen: es piekst ein bisschen, ist aber nicht wirklich schmerzhaft, direkt nach der Behandlung sieht man ganz leichte Rötungen, die nach kurzer Zeit verschwinden, und nach ein paar Tagen bilden sich kleine Schorf-Pünktchen, die nach ein, zwei Wochen wieder verschwinden.

Die zweite Elektrologistin scheint irgendetwas falsch gemacht zu haben, jedenfalls sind solche Hautreaktionen definitiv nicht normal. Vielleicht verwendet sie auch einfach ein anderes Verfahren, das Du nicht gut verträgst. Warum lässt Du Dir den Intimbereich denn nicht von der ersten Epilateuse behandeln?

Ach ja, und herzlich willkommen hier!

Thessa

Sunny309
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dabei seit: 14.11.2013

Guten Morgen und vielen Dank für Eure Antworten, ich habe mich sehr gefreut.

Neeeeee, was die zweite Elektrologistin da fabriziert hat, werde ich auf gar keinen Fall akzeptieren, ich möchte die Haare zwar los werden (im Intimbereich zumindest weniger haben) aber die Haut würde ich schon gerne behalten.

Ich versuche das ganze nochmal etwas bildlicher zu beschreiben, damit man sich das besser vorstellen kann, falls hier auch eine Fachkraft mitlesen wird.

Also Elekrologistin Nr 1: (Nicht in Fachverband eingetreten) Guckt, reinigt die Stelle großflächig mit Alkohol und legt los… Ein Pieks – kaum zu merken, maximal geschätzt eine Sekunde Strom drauf, dann wird das Haar mit einer Pinzette raus gezogen, was generell recht leicht geht, aber komplett ohne Widerstand kann ich zumindest nicht bei allen sagen, im Anschluss nochmal kurz mit Alkohol gereinigt, dann ein Aloevera Gel drauf…. Fertig.

Elektrologistin Nr 2: (In zwei Fachverbänden) Hat sich die Haare angesehen, los gelegt, dann ist ihr (und mir) nach 3 Haaren aufgefallen, das sie was vergessen hat (Hat sie dann auch laut gesagt) „Aaaaaaach, jetzt habe ich was vergessen“ Zack…… Desinfektionspray großzügig auf den Intimbereich gesprüht… - (Jaaaa, ihr könnt ruhig grinsen  - es war schön, als es aufgehört hat zu brennen….)

So, also Nadel rein, konnte ich schon gut merken, dann geschätzt 3- 5 Sekunden Strom drauf… Es war immer genau so lange, dass ich es gerade noch ertragen konnte und nicht von der Liege gesprungen bin…. Die Nadel hat sie dabei auch leicht bewegt. Dann hat sie mir ein Haar gezeigt und man konnte von weitem schon gut erkennen, das am Ende vom Haar, also bzw. an dessen Anfang, Gewebe hängt… DAS kann ich bei den Haaren, die die erste Elektrologistin entfernt, so nicht sehen.

Am Ende der Behandlung kam eine Creme drauf – ich weiss nicht welche, aber sie war fettig.

Zuhause angekommen, ziehe ich mir die Hose aus und sehe meinen Oberschenkel (Rückseite) an und sehe nur Pusteln, von weitem im Spiegel sah es aus, wie Wespenstiche, von nahem eher wie die Haut, wenn man ein Hühnchen rupft und aus den Pooren noch etwas Haut raus hängt. Alle Pusteln Wassergefüllt, bei leichtem drücken sind die dann aufgeplatzt….. Ok, ich hab kurz die Fettcreme abgeduscht und hab das alles in Ruhe gelassen, wobei die Pusteln natürlich doch irgendwann aufgeplatzt sind und nun habe ich nach über einer Woche noch schöne Krusten… Aber es heilt.

Ach ja..... die erste Elekrologistin ist auch entschieden günstiger mit 60 Euro/Stunde, zu 85 Euro/Stunde bei der zweiten.

Insgesamt ist es bei der ersten so angenehm und im Verhältnis günstig, dass ich einfach Zweifel habe nach dem Motto : Das ist zu schön, um wahr zu sein....

?????????

Lg

Dani

eppi
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dabei seit: 13.12.2013

Ich habe eine Frage an Dich, schau mal bei Deinen Nachrichten Smile

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

 

Schwer einzuschätzen, solange man keine Bilder sieht.

Vorab mal: an den Waden geht die spontane Rötung und Schwellung meist rasch zurück, dafür braucht die eigentliche Heilung (also das Verschwinden der Schorfpunkte und vor allem der roten Schatten (Kapillaren, die die verletzte Stelle versorgen) ziemlich lang - an den Waden regeneriert sich die Haut nur langsam. An den übrigen Körperteilen verläuft die Heilung schneller.

Sunny309 schrieb:
Also Elekrologistin Nr 1: (Nicht in Fachverband eingetreten) Guckt, reinigt die Stelle großflächig mit Alkohol und legt los… Ein Pieks – kaum zu merken, maximal geschätzt eine Sekunde Strom drauf, dann wird das Haar mit einer Pinzette raus gezogen, was generell recht leicht geht, aber komplett ohne Widerstand kann ich zumindest nicht bei allen sagen, im Anschluss nochmal kurz mit Alkohol gereinigt, dann ein Aloevera Gel drauf…. Fertig.

Klingt zunächst mal so wie es sein sollte. Passt auch zur Behandlungszeit.

Zitat:

Elektrologistin Nr 2: (In zwei Fachverbänden) Hat sich die Haare angesehen, los gelegt, dann ist ihr (und mir) nach 3 Haaren aufgefallen, das sie was vergessen hat (Hat sie dann auch laut gesagt) „Aaaaaaach, jetzt habe ich was vergessen“ Zack…… Desinfektionspray großzügig auf den Intimbereich gesprüht… - (Jaaaa, ihr könnt ruhig grinsen  - es war schön, als es aufgehört hat zu brennen….)

Sollte nicht passieren, kann aber immer mal. Wir sind auch nur Menschen. Doof, wenn es regelmäßig passiert. Ach so, Einsprühen erlebe ich bei Ärzten auch immer wieder "gerne", trage aber selbst die Desinfektion mit dem Kosmetiktuch auf.

Zitat:
So, also Nadel rein, konnte ich schon gut merken, dann geschätzt 3- 5 Sekunden Strom drauf…

Dann hat sie vermutlich Blend gemacht. Du hattest eine Elektrode in der Hand, nicht wahr? Intimbereich bedeutet meistens dicke, tief wurzelnde Haare. Wenn man die mit Blend behandelt, muss man ganz schon hohe Ströme einstellen (bei dem schnellen Verfahren sind sie noch höher).

Zitat:
Die Nadel hat sie dabei auch leicht bewegt.
 

Das ist in Ordnung; es erhöht die Wirkung.

Zitat:
Dann hat sie mir ein Haar gezeigt und man konnte von weitem schon gut erkennen, das am Ende vom Haar, also bzw. an dessen Anfang, Gewebe hängt…

Und wenn das nur die äußeren Teile des Follikels sind und nicht irgendwelche größeren Gewebebrocken, *muss* das auch so sein. Immer.

Zitat:
Am Ende der Behandlung kam eine Creme drauf – ich weiss nicht welche, aber sie war fettig.

Dazu gibt es keine festen Regeln. Da hat jede Elektrologistin ihr Spezialrezept - das reicht von Penatenpuder über Bepanthen hin zu Aloe Vera.

Zitat:
nur Pusteln... Wassergefüllt,

Das könnten sebaceous pustules sein. Unschön, aber im Prinzip noch im Repertoire normaler Wundheilung. Es könnten allerdings auch Blasen als Folge einer echten Überbehandlung sein - die Schilderung läßt eine genaue Einschätzung nicht zu. Selber sehe ich sowas ganz und gar nicht gerne und versuche, die Parameter zu ändern, wenn meine Kundinnen davon berichten. Zumindest, wenn es "viele" sind, geht das in der Regel auch. Ach so:   sebaceous pustules sind mit Eiter gefüllt, meistens platzen sie nicht sofort auf, und sie vergehen innerhalb von ein paar Tagen von selbst.

Bedenke bitte, dass der Intimbereich Hautpartien hat, die um einiges empfindlicher sind als die Waden, z.B. Labien oder die Falten der Beine.

Wenn ich selbst im Intimbereich arbeite, sehe ich alles außer Schorfpunkten, die in vernünftiger Relation zu den Haaren stehen, äußerst ungern. Diese Schorfpunkte sind unvermeidlich - immerhin wird ja Gewebe zerstört und eine Wundheilung angestoßen. Aber wie bereits gesagt: die Schorfpunkte dürfen nicht *zu* groß werden.

Du siehst, dass ich bei der Schilderung der zweiten Kollegin kein optimales Gefühl habe. Es sieht allerdings so aus, als ob die Behandlung noch "im Rahmen" sei, in dem Sinn, dass es gut heilt. Ich würde mir bei derartigen Symptomen allerdings schon Mühe geben, meine Arbeit das nächste Mal besser zu machen; ich spreche das in den Vorgesprächen auch regelmäßig an.

 

Du solltest bei der ersten Elektrologistin nochmal darauf achten, wie die Haare aussehen, die sie rausholt, ggf. fragen. Ich gehe ja davon aus, dass es bei ihr ein nächstes Mal geben wird, nicht wahr? An den Beinen kann es sein, dass je nach Vorbehandlung auch mal 60-90% der Haare telogen sein könnten - die Haare bereiten sich so langsam aufs Ausfallen vor und haben zu "Salzkörnern" verkümmerte Wurzeln. Aber auch die müssen mit den Haaren herauskommen. Immer. Wenn die Haare nicht komplett herauskommen, ist die Intensität zu gering. 

 

Nochmal zu den Schmerzen: normalerweise lässt der Schmerz bereits während der Behandlung nach, auch wenn die Schmerzen schlimm sind (Nasenwurzel...). 

Und jetzt mal zu meinen Erfahrungen als "Opfer" auf der Behandlungsliege -  immerhin 230 Stunden:

In den Wangen hatte ich gerne mal *leichte* Schmerzen. Wenn die nicht unmittelbar nach dem Epilieren weggingen, habe ich Ibuprofen-Salbe angewendet. Der Wirkstoff ist vor allem auch entzündungshemmend. Ganz zu Beginn habe ich eine massive Überbehandlung erlebt, von der ich permanente Narben über habe. Mein Kinn schmerzte mehr als drei Monate lang, wurde zunächst mit Antibiotika, dann mit Cortison behandelt, und dann wurde es langsam besser.

 

Viele liebe Grüße

Beate