Frage zu IPL

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susannecolonia
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dabei seit: 28.10.2008

Kann mir von Euch jemand sagen, ob es richtig ist, sich 2 Tage vor einer IPL Behandlung nicht zu rasieren. Ich habe bei Groupon einen Gutschein erworben und als ich mit dem Institut telefonierte, wurde ich extra darauf hingewiesen, mich 2 Tage vorher nicht zu rasieren. Mir kommt das ein bißchen seltsam vor, da ich bei anderen IPL Behandlungen gebeten wurde, mich gut vorher zu rasieren. Gibt es da inzwischen eine neue Methode, bei der eine vorherige Rasur unvorteilhaft ist?

Petra-Susanne
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Hallo Susanne,

das mit dem Bartstehenlassen kann ich mir aus der Physik her eigentlich nicht erklären: Bei IPL wie auch beim echten Lasern werden ja die Stoppel aufgeheizt, um die Haarwurzeln durch Überhitzung möglichst zu schädigen. Eigentlich wäre dafür ein im Follikel sitzendes, möglichst dunkles Stüppken ausreichend, aber das ist bei gerade wachsenden Haaren nicht gezielt hinzukriegen.

Also ist die erste Näherung, die Haare so kurz wie möglich zu rasieren.

Tust du das nicht, werden die rausstehenden Haare zum übermäßigen Aufheizen der obersten Hautschicht (und damit zu Aua) führen, und sonst eigentlich zu gar nichts. Denn die Haare sind im Vergleich zu ihrer Länge so dünn, dass kein Wärmetransport runter zu den Wurzeln stattfinden kann.

Wenn die dir vom "Institut" was Anderes erzählen, wäre ich in Bezug auf deren Kompetenz aber mal ausgesprochen vorsichtig. Es sei denn, es gäbe tatsächlich mittlerweile einen anderen Wirkmechanismus - was ich aber nicht glaube!

Lieben Gruß und natürlich trotzdem viel Erfolg,

Petra

Mädels, traut euch raus, insbesondere in die anonyme Öffentlichkeit! Ich bin jedenfalls in den letzten 10 Jahren noch von niemandem gebissen worden!

rafaela62
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dabei seit: 20.01.2008

Hallöchen

Ich kann da Petra-Susanne nur zustimmen!

Ich bin seit gut zwei Jahren in der IPL - Behandlung (leider keine Leistung der gestzl. KK). Mich weist meine Behandlerin auch jedesmal darauf hin, das die Haare so kurz wie möglich sein sollen und nicht epiliert. Da sonst die Wirung nahezu gleich null ist, bzw. der Aua-Faktor zu groß wird und die Hautoberfläche zu sehr geschädigt wird (Gefahr von Verbrennungen auch bei niedrigen Energiedosen).

Sie rasiert auch teilweise "übersehene" "Langhaarrester" selbst noch mal weg.

Gruß Rafaela

Leitende Betreuerin der SHG Trans Jena   

http://jena.transhilfe-thueringen.de

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Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Ich hatte 3 Jahre lang Behandlung mit Diodenlaser.
Die Behandlerin wünschte, daß 1-2 Tage vorher nicht rasiert wurde.
(Bei mir wuchsen die Haare ziemlich langsam, auch als Wirkung von Vaniqa-Creme.)
Das wollte sie, daß sie besser sehen konnte, wo noch überall Haare waren.
Nachdem sie die zu behandelnden Stellen mit UV-Leuchtfarbe angezeichnet hatte, wurde alles trocken rasiert, bevor es losging. 
Bei IPL-Blitzlampe dürfte das Verfahren und die Begründung dafür wohl ähnlich sein.

liebe grüße
triona

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Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Der große Vorteil von IPL ist doch, dass man dort sauber rasiert hingehen kann. Als großen Nachteil der Nadel-Epi empfinde ich es nämlich, dass ich dort die Haare schon zwei, drei Tage vorher wachsen lassen muss - weshalb ich die Sitzungen auch nur Montag früh machen kan, da ich es im Beruf nicht riskieren will, mit Stoppeln aufzutauchen.

Bei Einzelhaarbehandlung mit Laser hingegen müssen die Stoppeln sichtbar sein - kann es sein, dass dort etwas verwechselt wird?

susannecolonia
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dabei seit: 28.10.2008

Vielen Dank für Eure Infos.

Inzwischen habe ich nochmal telefoniert und die Information bekommen, daß es sich bei dieser Behandlung um eine HFX Methode handele, angeblich das aktuellste, was derzeit vorhanden ist und dafür sei es notwendig, daß die Haare eine bestimmte Länge hätten. Hier ein Link: 

http://vibemed.de/resources/HFX%2Boder%2BIPL.pdf

Also ich gehe mal morgen dahin und werde später berichten.Schöne Grüße an die Runde

 

 

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Es wird nichts verwechselt.
Zumindest nicht bei mir.
Es sollte nur versucht werden, aus mehreren ähnlichen Beobachtungen und 1 widersprüchlichen Aussage einen möglicherweise wahren Kern herauszuschälen.
Dabei sollte auch Bezug auf Unterschiede und Ähnlichkeiten verschiedener Verfahren Bezug genommen werden.

IPL (=Xenon-Blitzlampe) und Laser (verschiedene Systeme, zb Alexandrit, Dioden, NYM ua) arbeiten alle mit Licht, aber jeweils in unterschiedlicher Wellenlänge, Energiedichte, Energiedosis usw.

Von Nadelepi war bis hierher noch gar nix zu hören.
Hier wird mit elektrischen Strömen unterschiedlicher Art (Gleich- / Wechselstrom) und Stärke gearbeitet.
Der Strom wird über eine handgeführte Sonde durch den Haarkanal (entlang des Haares) an die Haarwurzel geleitet.
Dazu muß das Haar an seinem sichtbaren, über die Hautoberfläche hinausragenden Teil mit der anderen Hand mittels einer Pinzette festgehalten werden.
Dabei wird das an der Wurzel verödete Haar auch mit der Pinzette herausgezogen, um zu verhindern, daß es auf seinem Weg nach außen eitrige Entzündungen verursacht.

Um das Haar mit der Pinzette greifen zu können, daß das Einführen der Sonde möglich ist, und um es dann möglichst rückstandsfrei entfernen zu können, muß es eine gewisse Mindestlänge haben.

Das hat alles nichts zu tun damit, daß manche Behandler, die mit Lichtepilation arbeiten, erst einmal genauer sehen wollen, wo es überhaupt (noch) etwas zu epilieren gibt.
In den meisten Fällen scheint dann aber vor dem eigentlichen Epiliervorgang doch einigermaßen glatt rasiert zu werden.

 

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triona

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Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Aha, interessant.
Ein weiteres Verfahren also, das bisher noch gar nicht erwähnt wurde.
Da dürfen wir ja auf deinen Erfahrungsbericht warten.

liebe grüße
triona


(Antwort auf Susanne, war vorher noch nicht da.
Das letzte war Antwort auf Johanna)

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susannecolonia
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dabei seit: 28.10.2008

Ich hatte gestern meine erste Behandlung. Ich bin zumindest momentan ziemlich gegeistert von dieser HFX Behandlung. Es ist so gut wie schmerzfrei. Man merkt bei Stellen, die noch nicht ergraut sind ein leichtes Ziehen, was aber nicht im Entferntesten so schmerzhaft ist, wie die anderen IPL Behandlungen, die ich gemacht habe. Hinterher kribbelt es etwas, also man merkt schon, daß da etwas gemacht wurde.

Das Personal war sehr freundlich. Nach der Behandlung (ca. 15 Min.) haben sie mir auch die Gelegenheit gegeben, mich zu rasieren und zu schminken. Wenn ich das vorher ausgmacht hätte, hätte mich auch eine von den Kosmetikerinnen geschminkt, aber die hatten dann Termine. Vielleicht mache ich das beim nächsten Mal. Also vorläufig sehr positiv. Auf das Ergebnis nach 5 Behandlungen bin ich gespannt und werde dann berichten. 

Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Ja, berichte mal, das interessiert uns. Der Erfolg der Behandlung wird schließlich nicht daran gemessen, ob es schmerzfrei war.

Für mich kommt es aber wohl zu spät. Die dunklen Haare sind mittlerweile praktisch erledigt, und für die ergrautem hilft nur die Nadel.

Petra-Susanne
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dabei seit: 21.10.2005

Halli hallo,

susannecolonia schrieb:
Hier ein Link: 

http://vibemed.de/resources/HFX%2Boder%2BIPL.pdf

Hmm, die Beschreibung sieht durchaus so aus, als ob sich jemand vertiefte Gedanken zu dem Thema gemacht hätte. Die Erklärungen des veränderten thermischen Wirkmechanismus sind einigermaßen stimmig. Mir erschließt sich aber immer noch nicht, wofür der Haarteil außerhalb der Haut gut sein soll, denn aufgrund der Dünne des einzelnen Haares im Vergleich zu dessen Länge jenseits der zu behandelnden Stelle an der Haarwurzel bis zur Hautoberfläche kann ich mir keine Wärmeleitung von außen nach innen vorstellen.

Oder anders ausgedrückt: Das Verfahren, wenn es dann nach dem geschilderten Prinzip funzt, müsste genauso gut auch ohne den Außenteil des Haares gehen.

Aber am Ende zählt natürlich nur, was wirklich an Verödungswirkung bei Minimierung der Belastung der Haut und des Untergewebes(*) rauskommt. Und da bin ich mal auf Susannes mittel-/längerfristigen Report gespannt!

Lieben Gruß,

Petra

(*) Das ist übrigens der Grund, warum ich mich gegen IPL und für 808-nm-Lasern entschieden habe: Nach den wissenschaftlichen Informationen, die mir über die relativen Absorptionskonstanten von Haarwurzel, Blutkörperchen und sonstigem Gewebe vorliegen, sollte das die (bislang) schonendste Variante sein unter der Zielsetzung, die erforderliche Wärmeenergie zum Veröden der Haarwurzeln einzubringen.

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