Erfahrungsbericht Bartentfernung

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Triona
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Wem das Lesen dieser systembedingten Satzwüste zu anstrengend ist, möge bitte diesen sorgfältig erstellten Beitrag in leicht lesbarer Form im Schwesterforum lesen:

http://www.transgender-forum.com/tgthemen/erfahrungsbericht_bartentfernung-t7478.0.html;msg168822;topicseen#msg168822

Ich habe keinen Bock, nochmal eine Stunde lang den Umbruch neu zu machen, bis das hier auch paßt. Wenn das hier nicht erwünscht sein sollte, dann am Bestren den ganzen Beitrag löschen.

 

Erfahrungsbericht über BartentfernungIm Alltag fast aller Mann-zu Frau-Transsexuellen oder Transvestiten mit schwarzen oder mehr oder weniger dunklen Haaren und gleichzeitig starkem Bartwuchs stellt der sichtbare Bartschatten auch nach sehr sorgfältigem Rasieren bekanntlich ein ziemlich belastendes Problem dar. Starkes Schminken mit dicksten Schichten hochdeckender Theaterschminke schafft bei vielen nur für wenige Stunden Abhilfe. Spätestens wenn die Spachtelmasse anfängt abzubröckeln, oder die nachwachsenden Stoppeln durch das Makeup dringen, ist die Grenze dieser Art der Oberflächenbehandlung erreicht. Auch die Haut leidet bei zu häufigem und zu gründlichem Rasieren ziemlich. Manche entwickeln sogar eine regelrechte Rasierallergie. Zumindest häufige kleinste Schnitte und daraus folgende Entzündungen und unschöne Pickel im Gesicht sind dabei weit verbreitet.Das Zupfen – egal ob mit Pinzette, Wachs, Zuckersirup oder mit der morgenländischen Fadenmethode – ist bei den meisten sehr gut geeignet bei Augenbrauen, soweit diese nicht aussehen wie bei Theo Waigel oder Leonid Breschnew, und bei Körperbehaarung, soweit es sich nicht um ein wahres "Affenfell" handelt, und auch meistens bei den Ohren. Bei der Körperbehaarung geht hier auch noch ein elektromechanisches Hand-Epiliergerät wie zum Beispiel Silk-Epil oder ähnliche. An diesen Stellen ist die fachlich richtig ausgeführte Fadenmethode allen anderen genannten und auch dem Rasieren wahrscheinlich sogar überlegen - ich habe sie allerdings selber noch nicht ausprobiert.Dies gilt aber nicht für den Bart. Dafür sind männliche Barthaare im Vergleich zu allen anderen Haaren viel zu tief verwurzelt, meist viel dicker, wachsen zu schnell und zu dicht (Anzahl je Fläche), lassen sich schwerer rückstandsfrei herauszupfen und sind ganz einfach zu viele. Auch hier sind bisweilen sehr schmerzhafte Entzündungen und Pickel durch nicht vollständig herausgezupfte Haare oder unter der Hautoberfläche einwachsende Haare an der Tagesordnung. Dies kann im schlimmsten Fall sogar zu häßlichen Narben im Gesicht führen. Elektromechanische Epiliergeräte sind im Gesicht sowieso überhaupt nicht zu empfehlen – viel zu schmerzhaft und hautbelastend und auch sehr wenig erfolgversprechend.Der Grund dafür ist, daß Haarwuchs – sowohl bei Bart, wie auch bei allen anderen – immer phasenweise verläuft. Es ist immer nur ein Bruchteil aller vorhandenen Haare gleichzeitig zu sehen. Im Durchschnitt ist das ungefähr ein Viertel bis ein Drittel des Gesamtbestands von durchschnittlich ungefähr 30.000 Haaren bei normalem männlichem Bartwuchs. Bei der vergleichsweise hohen Wuchsdichte, großen Zahl und hohen Wachstumsgeschwindigkeit der Gesichtsbehaarung führt dies in Verbindung mit der vergleichsweise hohen Wachstumsgeschwindigkeit dazu, daß in der Regel schon 2 Tage oder vielleicht auch mal ein paar mehr nach der Epilation schon wieder die ersten Stoppeln zu sehen sind – meist noch bevor die Heilung der Haut richtig abgeschlossen ist. Das sind dann Haare, die bei der Behandlung noch gar nicht sichtbar und somit epilierbar gewesen sind. Bei schwarzen und dunklen Haaren verschärft sich das sichtbare Problem zudem um ein Vielfaches.Da Wachstumsgeschwindigkeit, Wuchsdichte und Dicke der Haare bei allen Menschen sehr stark unterschiedlich sind, kann ich hier nur mich selber als Beispiel angeben. Bei Körperbehaarung und Augenbrauen sind bei mir die Haare abhängig von Jahreszeit, normalen Schwankungen des Hormonhaushalts und der Ernährung meist ungefähr 4 Wochen nach der Epilation wieder zu sehen. Manchmal schon nach 2 bis 3, manchmal aber auch erst nach 4 bis 6 Wochen, an den Handgelenken und den Unterarmen wie auch bei Achselhaaren und Schamhaaren aber meist schon früher. Im Frühjahr und Sommer, wo man diese Stellen mit Ausnahme der Letztgenannten ja eher öfters unbekleidet zeigt, geht es dummerweise auch noch deutlich schneller, als im Winter, wo man diese eher seltener sieht. Von sehr dünnen und durchsichtigen Feinstrumpfhosen will ich gar nicht erst reden. Solche trage ich sowieso fast nie.  CheesyDurch mittlerweile 6 Jahre Hormonbehandlung hat sich bei mir die Wachstumsgeschwindigkeit ungefähr halbiert. Es hat sich mittlerweile herausgestellt, daß dies auch für die Gesichtsbehaarung zutrifft. Das ist aber nicht bei allen gleich. Auch zwischenzeitliche Behandlung mit Vaniqa-Creme hatte bei mir eine Verlangsamung des Wuchses um ungefähr die Hälfte bewirkt. Aber auch das ist bei jeder anders. Das Mittel wirkt schon mal erst nur bei ungefähr der Hälfte aller Anwender und auch da nicht bei allen in gleichem Maße.Im Gesicht hingegen zeigen sich die ersten deutlich sichtbaren Stoppeln schon sehr viel früher, bedingt durch die vergleichsweise hohe Zahl der "schlafenden" Haare, die immer gerade kurz vor ihrem turnusmäßigen Auftauchen an der Hautoberfläche sind. Vor meiner Hormonbehandlung war dies meist schon nach spätestens ein paar wenigen Tagen der Fall. Heute nach ungefähr 6 Jahren Hormonbehandlung und mittlerweile geschätzt zu ungefähr 90% erfolgreicher Elektroepilation hat sich dies aufgrund der stark verminderten Zahl und auch der zurückgegangenen Wachstumsgeschwindigkeit verbessert auf anfangs 2 bis mittlerweile 4 bis 6 Wochen. Zudem erscheinen die tatsächlich ausgezupften Haare im Gesicht schon nach 1 bis 2 Wochen wieder an der Oberfläche, während dies bei der übrigen Behaarung eher ungefähr 4 Wochen dauert.Wie schon gesagt, dies ist bei mir so, und kann bei jedem beziehungsweise jeder anderen durchaus erheblich davon abweichen. Aber es ist leicht zu verstehen, daß Zupfepilation egal welcher Art im Gesicht nur sehr wenig erfolgversprechend ist. Das Problem mit dem Bartschatten bei dunklen Haaren – auch bei sehr sorgfältiger Rasur und selbst bei möglicherweise überdurchschnittlicher Hautverträglichkeit und Abheilung von Rasierschäden – ist zwar nicht wirklich bedrohlich, aber es kann das persönliche Wohlbefinden mancher Trans*-Menschen doch ganz erheblich beeinträchtigen.Das einzige, was da auf Dauer hilft, ist und bleibt Elektroepilation, auch Nadelepilation genannt. Bei dunklen Haaren kann eventuell auch Laserepilation, bisweilen sogar ein anderes Verfahren der Lichtepilation helfen – allerdings nur vorübergehend. Man muß bei Lichtepilation damit rechnen, daß man alle 3 Jahre  wieder mal zu einer  Nachbehandlung gehen muß, im günstigstensten Fall bisserl später. Bei manchen wirkt Lichtepilation sogar in Einzelfällen mehr oder weniger gar nicht. Deswegen sollte man sich auch nie auf vorausbezahlte Pauschaltarife (häufig "Flatrates" genannt) oder vertraglich gebundene Abonnements oder ähnliches einlassen, wie sie manche Institute von zweifelhafter Seriosität bisweilen anbieten.Aber Lichtepilation ist in den meisten Fällen lediglich im Vergleich mit mechanischer Epilation wie Zupfen, Faden usw. dauerhaft. In den allerseltensten Fällen wirkt diese endgültig, das heißt für immer. Man achte hier auch auf die feine Unterscheidung in der Werbung von seriösen Anbietern von Lichtepilation zwischen "dauerhafter" und "endgültiger" Haarentfernung.Die Behandlung mit Xenonblitzlampen (IPL) und dieser ähnlichen neueren Verfahren habe ich selber nie ausprobiert. Sie soll aber dem Vernehmen nach im besten Fall höchstens ähnlich wirksam sein wie eine gut durchgeführte Laserbehandlung mit einem geeigneten Dioden-, Alexandrit-, Nd-YAG- oder Rubinlaser.Transvestiten, die im Alltag noch als Mann auftreten müssen oder wollen, die aber glauben, daß sie auch als Mann auf Bartwuchs verzichten können, würde ich hier auf jeden Fall zu einer Elektroepilation raten, wenn sie nach einer dauerhaften Lösung ihres Bartschattenproblems suchen. Schließlich lassen sich heutzutage bisweilen sogar Männer, die mit Trans* überhaupt nichts am Hut haben, den Bart epilieren – wenngleich auch wesentlich seltener als die Körperbehaarung. Ganz einfach, weil ihnen die tägliche Rasur und auch der weit verbreitete "5-Uhr-Bartschatten" lästig ist.Wenn jemand diese Frage hinreichend für sich und geklärt hat, bleibt noch die leidige Frage des Gelds, von dem man bekanntlich im besten Fall genug hat, aber meistens eher nicht so sehr viel. Eine Laserbehandlung erscheint auf dem ersten Blick preisgünstiger zu sein. Aber wie schon gesagt, gilt dies in den meisten Fällen eben nur mehr oder weniger vorübergehend. Ich hatte 9 Behandlungssitzungen mit Lightsheer Diodenlaser (ein technisch führender Gerätetyp), verteilt auf 3 Jahre mit abnehmender Behandlungsdauer und entsprechend abnehmendem Preis für jede Einzelbehandlung bei einer vergleichsweise guten Epiliererin mit Preisen der mittleren Größenordnung. Dafür habe ich insgesamt ungefähr 2.500 € bezahlt.Die Behandlung war immer mit voller Geräteleistung von 60 J/cm² mit einem ziemlich neuen und daher wohl voll wirksamen Gerät von der ersten Behandlung an – außer unter der Nasenwurzel, wo bei den ersten Behandlungen auf 42 bis 50 J/cm² heruntergefahren wurde, da es sonst unerträglich gewesen wäre. Gegen Ende der Behandlung hatte ich aber auch dort 55 bis 60 J/cm². Wer nur geringere Energiemengen aushält, braucht unter Umständen mehr Einzelbehandlungen, was den Preis noch erheblich erhöhen und auch zu längerer Gesamtbehandlungsdauer führen kann.Dann waren bei mir keine schwarzen Haare mehr da – das heißt ich war mit dieser Technik austherapiert. Der sichtbare Bartschatten war damit erst mal weg. Rasieren mußte ich die weißen Haare aber selbstverständlich weiterhin. Das Schmirgelpapiergefühl spätestens 1 oder 2 Tage nach der Rasur – zwar in zunehmend längeren Abständen mit fortschreitender Wirkung der Hormonbehandlung – hat mich nach einiger Zeit allerdings doch sehr gestört. Hat auch nach wie vor alle meine Rollkragenpullover nach kürzester Zeit zerstört.Wie hoch der Anteil weißer Haare – die ja bekanntlich mit Laser wie auch mit jeder anderen Lichtbehandlung überhaupt nicht behandelbar sind – bei mir vor der Behandlung war, weiß ich nicht genau, weil ich mich schon seit bald 30 Jahren stets sorgfältig rasiert habe. Es waren wahrscheinlich um die 50%. Wie sich später herausgestellt hatte, wurden bei mir aber auch durch die scheinbar maximal erfolgreiche Laserbehandlung in Wirklichkeit fast gar keine Haare wirklich entfernt. Vielmehr wurden so gut wie alle vorhandenen Haare lediglich depigmentiert - mit anderen Worten einfach nur "weiß geschossen" bzw. sind genauer gesagt farblos geworden. Auch das kann also vorkommen. Es ist dem Vernehmen nach nicht einmal so selten.Es war zwar kein sichtbarer Bartschatten mehr da, aber eben kaum ein Haar weniger im Gesicht als vordem. Rasieren zwar nur noch alle 1 bis 2 Tage, aber eben nach wie vor immer noch unverzichtbar. Auf der Brust und im Ausschnitt war der Laser mit einer Erfolgsrate von nahezu 100% gesehen auf mittlerweile fast 6 Jahre wie es bis jetzt aussieht wahrscheinlich einigermaßen endgültig, zumindest unter den Bedingungen lebenslanger Hormonbehandlung.Der bessere Wirkungsgrad von Lichtbehandlung bei Körperhaaren – sowohl bei Laser, als auch bei Xenon-Blitz / IPL – ist anscheinend allgemein so, und nicht nur bei mir. Bei starken Männerbärten stößt diese Technik allerdings häufig an ihre Grenzen. Da wurzeln die Haare einfach zu tief, als daß sie noch ausreichend von wirksamen Energiemengen erreicht werden können, die zur vollständigen Abtötung der Haarwurzel in der Lage sind, ohne daß dabei die ganze Haut aufs Schwerste verbrennt. Da gibt es medizinisch bedingte physikalische Grenzen für den maximal möglichen Energieeintrag. Und je tiefer die Haarwurzel unter der Hautoberfläche liegt, desto geringer wird die Energiemenge, die dort noch wirksam wird. Auch – und wegen der höheren Energieleitfähigkeit besonders – bei schwarzen und sehr dunklen Haaren, die zudem noch besonders häufig überdurchschnittlich dicht stehen, besonders dick sind, und anscheinend meist auch sehr tiefliegende Wurzeln haben.Da die Brustbehaarung aber nur einen winzigen Bruchteil der Gesamtbehandlungskosten ausmachte, war die Laserbehandlung bei mir auf lange Sicht also eher eine Fehlinvestition. Ich bereue es trotzdem nicht, weil ich mich bei meinem Übergang zu der Zeit seelisch nicht mehr in der Lage fühlte, mir noch länger den Bartschatten und die bei mir bei der erforderlichen Häufigkeit einigermaßen hautbelastende tägliche Rasur zuzumuten.Auch wenn bei mir absehbar war, daß der Erfolg nicht wirklich dauerhaft sein würde und für die bereits vorher weißen Haare von vorn herein systembedingt gar nicht möglich war, so hat der vergleichsweise schnell sichtbare scheinbare Erfolg mir mein Leben in dieser Zeit erheblicher seelischer Belastungen für 3 Jahre spürbar erträglicher gemacht. Außerdem gibt es in meiner Gegend im Umkreis von mindestens 200 km gar keine Möglichkeit für Nadelepilation. Da habe ich es halt mal mit dem Laser versucht, in der Hoffnung, daß mir die Wirkung vielleicht doch ausreicht. Und die Behandlung wurde auch günstigerweise gleich im Nachbarort angeboten. Zudem hatte ich mir erhofft, daß wenigstens in Teil der schwarzen Haare bei der Laserbehandlung ganz verschwinden würde, so da eine eventuell für später angedachte Elektroepilation dann bei weniger Haaren schneller und entsprechend preisgünstiger sein würde. Was bei mir leider nicht eintraf.Aber die meisten Transvestiten dürften hier wohl auch mehr zeitlichen Spielraum und vielleicht sogar geringeren seelischen Druck haben als viele Transsexuelle, und es mag ihnen möglicherweise leichter fallen, erst mal eine Weile auszuprobieren, was hier die vielleicht zunächst preiswertere, oder aber gegebenenfalls die langfristig günstigere und am Ende für sie selbst bessere Methode sein mag. Und manchen Transvestiten mag es vielleicht auch reichen, wenn sie nur den sichtbaren Bartschatten möglichst schnell los sind. Eventuell notwendige Nachbehandlungen alle paar Jahre oder eben auch nicht mögen hier vielleicht bei manchen auch nicht so sehr ins Gewicht fallen.Fortsetzung im nächsten Beitrag.

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Triona
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Teil 2

Mittlerweile habe ich im Anschluß an die austherapierte Laserbehandlung eine Elektoepilation gemacht. Bisher waren es insgesamt 77 Stunden reine Epilationszeit – das heißt ohne die bei längeren Blocksitzungen für Behandlerin und Behandelte erforderlichen Ruhepausen – in 8 Sitzungen. Die beiden ersten waren eine Doppelsitzung von insgesamt 20 Stunden an 5 Tagen, mit 3 Tagen Pause dazwischen, wo ich arbeiten mußte, um mir das Geld für die Behandlung zu verdienen.Dabei hat es am ersten Tag noch ein paar Stunden gedauert, bis die richtige Stromstärke und Stromart gefunden war, die mein Körper überhaupt vertragen hatte. Die Zuschaltung von Gleichstrom, die bei der verwendeten Behandlungsmethode allgemein üblich ist, habe ich sehr schlecht vertragen. Nach kurzer Behandlungszeit zuckte mein ganzer Körper bei jedem Haar bis in die Fußspitzen aufs Heftigste, was eine weitere Behandlung völlig unmöglich machte und zusätzliche längere Pausen erzwang. Erst als auf dem Gleichstrom verzichtet worden ist und ausschließlich mit Wechselstrom gearbeitet wurde, konnte ich die Behandlung wenigstens für 6 bis 7 Stunden am Stück aushalten. Gemeint ist hier reine Epilierzeit ohne Berücksichtigung der Pausen, die gegen Ende einer Sitzung wegen der zunehmenden Belastung des ganzen Körpers durch die Stromstöße immer größer werden mußten. Diese erhöhen die Gesamtdauer jeder Sitzung noch einmal um ungefähr ein Drittel bis die Hälfte – je nach Gesamtdauer der Sitzung.Bei der letzten Sitzung vor einem halben Jahr waren es noch 4 Stunden einschließlich Augenbrauen und Ohren – was mit Lichtbehandlung gar nicht möglich ist – und ein paar wenigen stark geschwächten Resthaaren auf der Brust, die der Laser stehen gelassen hatte.Die Erfolgsrate liegt mittlerweile bei mindestens 90%, bezogen auf den Gesamtbestand aller Haare einschließlich aller, die bedingt durch die Wachstumsphasen die meiste Zeit ihres Daseins nicht sichtbar sind. Ich rechne noch mit hoffentlich nicht mehr als 2 bis 3 Sitzungen von vergleichsweise kurzer Dauer in den nächsten 1 bis 2 Jahren, bis mein Bartproblem hoffentlich für immer erledigt sein wird. Was praktisch heißt, daß der weite Anreiseweg in keinem Verhältnis mehr zur Zahl der noch stehen gebliebenen einzelnen Haare stehen wird.Bezahlt habe ich dafür bis jetzt knapp 5.500 €. Für die noch zu erwartenden kommenden Behandlungen werden es voraussichtlich nochmal gut 500 € sein. Nicht gerechnet die nicht unerheblichen Reisekosten und den damit über die bloße Epilationszeit weit hinausgehenden Arbeitsausfall, die insgesamt noch einmal ein paar Hundert € ausmachten.Die Behandlerin zählt zu den Spitzenkräften ihres Fachs in Deutschland und Europa und verwendet die derzeit modernste, leistungsfähigste und wirkungsvollste Technik. Preislich liegt sie im unteren bis mittleren Drittel des Durchschnitts. Sie gehört zu den ganz wenigen, die längere Blocksitzungen vor allem auch an Wochenenden überhaupt durchführen. Dies ist bei größerer Entfernung zwischen Wohnort und Behandlungsort ein entscheidender Kostenfaktor, insbesondere auch für die Gesamtkosten, die sich ja um Anreisekosten und -zeit und gegebenenfalls Arbeitsausfall im Einzelfall deutlich erhöhen können. Und bei abhängig beschäftigten Arbeitnehmern sind regelmäßige Abwesenheitszeiten alle Nase lang schon gleich gar nicht möglich. Dafür aber 2 bis 3 mal im Jahr 1 oder 2 Urlaubstage zu opfern, ist dagegen kein Problem. Die Möglichkeiten von Behandlungen am Wochenende können da selbstverständlich auch sehr hilfreich sein.Dem Vernehmen nach liege ich damit eher an der absoluten Untergrenze des Durchschnitts, was die Kosten betrifft. Da die Wirkung und die Möglichkeiten bei jedem Fall unterschiedlich sein können, können sich im Einzelfall auch beträchtlich längere Behandlungszeiten ergeben, bis sich hinreichender Erfolg einstellt. Die einzige gegebene nachteilige Voraussetzung war bei mir der hohe Anteil bereits weißer Haare. Bei der Elektroepilation führt das zu verlängerten Behandlungszeiten, da die Behandlerin diese schlechter sehen kann als dunkle. Allerdings sind weiße genauso wie auch hellblonde und rötlich-blonde Haare grundsätzlich mit Lichtbehandlung überhaupt nicht weg zu bekommen. Wer dies verspricht, kann auf keinen Fall als seriöser Anbieter angesehen werden.Hinzugekommen ist bei mir lediglich noch die Tatsache, daß ich bei der ersten Behandlung die bei mir wirksame haarwuchshemmende Behandlung mit Vaniqa-Creme nicht 2 Monate vor der Behandlung abgesetzt hatte. Das hat mich ein paar vermeidbare Stunden mehr Behandlungszeit gekostet, weil viele Haare am Behandlungstermin einfach noch nicht lang genug für eine wirkungsvolle Behandlung waren. Normalerweise reicht es, wenn man sich vor der Behandlung ungefähr 2 bis 4 Tage nicht rasiert. Vaniqa sollte man also lange genug vorher weglassen. Die Wirkung von Hormonbehandlung muß man gegebenenfalls ebenso berücksichtigen.Derzeit muß ich das Rasieren ungefähr 5 bis 7 Tage vor der Behandlung einstellen. Was bei dem wenigen verbliebenen Haaren aber kein so großes Problem mehr darstellt. Bei meiner zweiten Behandlung habe ich auf dem Hinweg bei tiefsten winterlichen Minusgraden draußen mit dem Kopf und dem ganzen Gesicht eingewickelt wie eine türkische Frau im Zug gesessen. Grin  Meine Stimme hat da wohl gedämpft durch das Tuch nicht mal beim Sprechen bei den anderen Fahrgästen Verwirrrung hervorgerufen, wo zudem noch sowieso fast jeder Zweite stark erkältet war.  CoolEinem Transvestiten mag es wahrscheinlich nicht so viel ausmachen, wenn er in dieser Zeit als Mann auftritt. Als Frau mit deutlichen Bartstoppeln im Gesicht lebt und reist es sich aber nicht wirklich angenehm. Vor allem, wenn man es sich nicht leisten kann, für einige Tage nicht zur Arbeit zu gehen. Und für den Weg zur Behandlung muß man dann eh aus dem Haus gehen.Krankenkassen könnt ihr bei dieser Überlegung getrost vergessen. Die zahlen schon bei ärztlich diagnostizierter Transsexualität fast gar nichts mehr für Bartentfernung. Bei Transvestiten sind Krankenkassenleistungen sowieso auf keinen Fall zu erwarten. Ist ja auch nicht wirklich deren Aufgabe.So, das war jetzt wohl das meiste, was man zur Bartentfernung alles sagen kann.  Wink Nicht eingegangen bin ich auf die unterschiedlichen Techniken, die bei Elektroepilation vorkommen. Das könnt ihr auch anderswo im Netz nachlesen.Besonders hinweisen möchte ich hier noch einmal darauf, daß körperliche Voraussetzungen, Schmerztoleranz, usw. und damit Behandlungszeiten, Effektivität der Behandlung und Erfolgsaussichten und damit auch die Behandlungskosten bei jedem Menschen deutlich anders sein können. Das gilt auch für die Qualität und Effektivität der Behandler und für die Auswahl der jeweils am Besten geeigneten Behandlungsmethode. Erwiesen ist allerdings, daß Elektroepilation die einzige der in Frage kommenden Möglichkeiten ist, die wirklich auf Dauer – und das heißt hier in der Regel für immer – Erfolg versprechen kann. Und zwar unabhängig von der Beschaffenheit der Haare, wie Farbe, Dichte, Dicke, Wuchsform und Wurzeltiefe.Ob sich eine solche Behandlung für einen Gelegenheitstransvestiten lohnt, muß jeder von ihnen selbst entscheiden. Wenn das "Frausein" – sei es nun Teilzeit oder dauernd – aber einen wesentlichen Teil der Persönlichkeit und der Lebensqualität ausmacht, und auch die Finanzierung kein unüberwindliches Hindernis darstellt, kann das aber auch für Transvestiten eine ernsthaft zu erwägende Möglichkeit sein. Für einen Kleinwagen, eine neue Wohnzimmereinrichtung oder eine Weltreise muß man mehr auf den Tisch legen. Und bei Transsexuellen erscheint das derzeit sowieso eine unumgängliche Maßnahme zu sein, um ein befriedigendes Lebensgefühl erreichen zu können.Ich hoffe, ich konnte dem einen oder der anderen eine kleine Entscheidungshilfe geben, wie am Besten mit dieser Frage umgegangen werden kann.liebe grüßetriona

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Martin-a
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dabei seit: 22.11.2012

Danke für den ausführlichen Bericht!

Ich habe das große Glück, daß ich nur ca. 30 Minuten fahren muß. Außerdem konnte ich mit der Epilation schon lange vor dem Rollenwechsel beginnen und so den größten Teil noch in der Männerrolle hinter mich bringen.

Zur Textformatierung habe ich festgestellt, daß die Zeilenumbrüche bei Verwendung von Copy&Paste mit dem mittleren "Als Text einfügen" Knopf erhalten bleiben.

Triona schrieb:

Erfahrungsbericht Bartentfernung

Im Alltag fast aller Mann-zu Frau-Transsexuellen oder Transvestiten mit schwarzen oder mehr oder weniger dunklen Haaren und gleichzeitig starkem Bartwuchs stellt der sichtbare Bartschatten auch nach sehr sorgfältigem Rasieren bekanntlich ein ziemlich belastendes Problem dar. Starkes Schminken mit dicksten Schichten hochdeckender Theaterschminke schafft bei vielen nur für wenige Stunden Abhilfe. Spätestens wenn die Spachtelmasse anfängt abzubröckeln, oder die nachwachsenden Stoppeln durch das Makeup dringen, ist die Grenze dieser Art der Oberflächenbehandlung erreicht. Auch die Haut leidet bei zu häufigem und zu gründlichem Rasieren ziemlich. Manche entwickeln sogar eine regelrechte Rasierallergie. Zumindest häufige kleinste Schnitte und daraus folgende Entzündungen und unschöne Pickel im Gesicht sind dabei weit verbreitet.

Das Zupfen – egal ob mit Pinzette, Wachs, Zuckersirup oder mit der morgenländischen Fadenmethode – ist bei den meisten sehr gut geeignet bei Augenbrauen, soweit diese nicht aussehen wie bei Theo Waigel oder Leonid Breschnew, und bei Körperbehaarung, soweit es sich nicht um ein wahres "Affenfell" handelt, und auch meistens bei den Ohren. Bei der Körperbehaarung geht hier auch noch ein elektromechanisches Hand-Epiliergerät wie zum Beispiel Silk-Epil oder ähnliche. An diesen Stellen ist die fachlich richtig ausgeführte Fadenmethode allen anderen genannten und auch dem Rasieren wahrscheinlich sogar überlegen - ich habe sie allerdings selber noch nicht ausprobiert.

Dies gilt aber nicht für den Bart. Dafür sind männliche Barthaare im Vergleich zu allen anderen Haaren viel zu tief verwurzelt, meist viel dicker, wachsen zu schnell und zu dicht (Anzahl je Fläche), lassen sich schwerer rückstandsfrei herauszupfen und sind ganz einfach zu viele. Auch hier sind bisweilen sehr schmerzhafte Entzündungen und Pickel durch nicht vollständig herausgezupfte Haare oder unter der Hautoberfläche einwachsende Haare an der Tagesordnung. Dies kann im schlimmsten Fall sogar zu häßlichen Narben im Gesicht führen. Elektromechanische Epiliergeräte sind im Gesicht sowieso überhaupt nicht zu empfehlen – viel zu schmerzhaft und hautbelastend und auch sehr wenig erfolgversprechend.

Der Grund dafür ist, daß Haarwuchs – sowohl bei Bart, wie auch bei allen anderen – immer phasenweise verläuft. Es ist immer nur ein Bruchteil aller vorhandenen Haare gleichzeitig zu sehen. Im Durchschnitt ist das ungefähr ein Viertel bis ein Drittel des Gesamtbestands von durchschnittlich ungefähr 30.000 Haaren bei normalem männlichem Bartwuchs. Bei der vergleichsweise hohen Wuchsdichte, großen Zahl und hohen Wachstumsgeschwindigkeit der Gesichtsbehaarung führt dies in Verbindung mit der vergleichsweise hohen Wachstumsgeschwindigkeit dazu, daß in der Regel schon 2 Tage oder vielleicht auch mal ein paar mehr nach der Epilation schon wieder die ersten Stoppeln zu sehen sind – meist noch bevor die Heilung der Haut richtig abgeschlossen ist. Das sind dann Haare, die bei der Behandlung noch gar nicht sichtbar und somit epilierbar gewesen sind. Bei schwarzen und dunklen Haaren verschärft sich das sichtbare Problem zudem um ein Vielfaches.

Da Wachstumsgeschwindigkeit, Wuchsdichte und Dicke der Haare bei allen Menschen sehr stark unterschiedlich sind, kann ich hier nur mich selber als Beispiel angeben. Bei Körperbehaarung und Augenbrauen sind bei mir die Haare abhängig von Jahreszeit, normalen Schwankungen des Hormonhaushalts und der Ernährung meist ungefähr 4 Wochen nach der Epilation wieder zu sehen. Manchmal schon nach 2 bis 3, manchmal aber auch erst nach 4 bis 6 Wochen, an den Handgelenken und den Unterarmen wie auch bei Achselhaaren und Schamhaaren aber meist schon früher. Im Frühjahr und Sommer, wo man diese Stellen mit Ausnahme der Letztgenannten ja eher öfters unbekleidet zeigt, geht es dummerweise auch noch deutlich schneller, als im Winter, wo man diese eher seltener sieht. Von sehr dünnen und durchsichtigen Feinstrumpfhosen will ich gar nicht erst reden. Solche trage ich sowieso fast nie.  Cheesy

Durch mittlerweile 6 Jahre Hormonbehandlung hat sich bei mir die Wachstumsgeschwindigkeit ungefähr halbiert. Es hat sich mittlerweile herausgestellt, daß dies auch für die Gesichtsbehaarung zutrifft. Das ist aber nicht bei allen gleich. Auch zwischenzeitliche Behandlung mit Vaniqa-Creme hatte bei mir eine Verlangsamung des Wuchses um ungefähr die Hälfte bewirkt. Aber auch das ist bei jeder anders. Das Mittel wirkt schon mal erst nur bei ungefähr der Hälfte aller Anwender und auch da nicht bei allen in gleichem Maße.

Im Gesicht hingegen zeigen sich die ersten deutlich sichtbaren Stoppeln schon sehr viel früher, bedingt durch die vergleichsweise hohe Zahl der "schlafenden" Haare, die immer gerade kurz vor ihrem turnusmäßigen Auftauchen an der Hautoberfläche sind. Vor meiner Hormonbehandlung war dies meist schon nach spätestens ein paar wenigen Tagen der Fall. Heute nach ungefähr 6 Jahren Hormonbehandlung und mittlerweile geschätzt zu ungefähr 90% erfolgreicher Elektroepilation hat sich dies aufgrund der stark verminderten Zahl und auch der zurückgegangenen Wachstumsgeschwindigkeit verbessert auf anfangs 2 bis mittlerweile 4 bis 6 Wochen. Zudem erscheinen die tatsächlich ausgezupften Haare im Gesicht schon nach 1 bis 2 Wochen wieder an der Oberfläche, während dies bei der übrigen Behaarung eher ungefähr 4 Wochen dauert.

Wie schon gesagt, dies ist bei mir so, und kann bei jedem beziehungsweise jeder anderen durchaus erheblich davon abweichen. Aber es ist leicht zu verstehen, daß Zupfepilation egal welcher Art im Gesicht nur sehr wenig erfolgversprechend ist. Das Problem mit dem Bartschatten bei dunklen Haaren – auch bei sehr sorgfältiger Rasur und selbst bei möglicherweise überdurchschnittlicher Hautverträglichkeit und Abheilung von Rasierschäden – ist zwar nicht wirklich bedrohlich, aber es kann das persönliche Wohlbefinden mancher Trans*-Menschen doch ganz erheblich beeinträchtigen.

Das einzige, was da auf Dauer hilft, ist und bleibt Elektroepilation, auch Nadelepilation genannt. Bei dunklen Haaren kann eventuell auch Laserepilation, bisweilen sogar ein anderes Verfahren der Lichtepilation helfen – allerdings nur vorübergehend. Man muß bei Lichtepilation damit rechnen, daß man alle 3 Jahre  wieder mal zu einer  Nachbehandlung gehen muß, im günstigstensten Fall bisserl später. Bei manchen wirkt Lichtepilation sogar in Einzelfällen mehr oder weniger gar nicht. Deswegen sollte man sich auch nie auf vorausbezahlte Pauschaltarife (häufig "Flatrates" genannt) oder vertraglich gebundene Abonnements oder ähnliches einlassen, wie sie manche Institute von zweifelhafter Seriosität bisweilen anbieten.

Aber Lichtepilation ist in den meisten Fällen lediglich im Vergleich mit mechanischer Epilation wie Zupfen, Faden usw. dauerhaft. In den allerseltensten Fällen wirkt diese endgültig, das heißt für immer. Man achte hier auch auf die feine Unterscheidung in der Werbung von seriösen Anbietern von Lichtepilation zwischen "dauerhafter" und "endgültiger" Haarentfernung.

Die Behandlung mit Xenonblitzlampen (IPL) und dieser ähnlichen neueren Verfahren habe ich selber nie ausprobiert. Sie soll aber dem Vernehmen nach im besten Fall höchstens ähnlich wirksam sein wie eine gut durchgeführte Laserbehandlung mit einem geeigneten Dioden-, Alexandrit-, Nd-YAG- oder Rubinlaser.

Transvestiten, die im Alltag noch als Mann auftreten müssen oder wollen, die aber glauben, daß sie auch als Mann auf Bartwuchs verzichten können, würde ich hier auf jeden Fall zu einer Elektroepilation raten, wenn sie nach einer dauerhaften Lösung ihres Bartschattenproblems suchen. Schließlich lassen sich heutzutage bisweilen sogar Männer, die mit Trans* überhaupt nichts am Hut haben, den Bart epilieren – wenngleich auch wesentlich seltener als die Körperbehaarung. Ganz einfach, weil ihnen die tägliche Rasur und auch der weit verbreitete "5-Uhr-Bartschatten" lästig ist.

Wenn jemand diese Frage hinreichend für sich und geklärt hat, bleibt noch die leidige Frage des Gelds, von dem man bekanntlich im besten Fall genug hat, aber meistens eher nicht so sehr viel. Eine Laserbehandlung erscheint auf dem ersten Blick preisgünstiger zu sein. Aber wie schon gesagt, gilt dies in den meisten Fällen eben nur mehr oder weniger vorübergehend. Ich hatte 9 Behandlungssitzungen mit Lightsheer Diodenlaser (ein technisch führender Gerätetyp), verteilt auf 3 Jahre mit abnehmender Behandlungsdauer und entsprechend abnehmendem Preis für jede Einzelbehandlung bei einer vergleichsweise guten Epiliererin mit Preisen der mittleren Größenordnung. Dafür habe ich insgesamt ungefähr 2.500 € bezahlt.

Die Behandlung war immer mit voller Geräteleistung von 60 J/cm² mit einem ziemlich neuen und daher wohl voll wirksamen Gerät von der ersten Behandlung an – außer unter der Nasenwurzel, wo bei den ersten Behandlungen auf 42 bis 50 J/cm² heruntergefahren wurde, da es sonst unerträglich gewesen wäre. Gegen Ende der Behandlung hatte ich aber auch dort 55 bis 60 J/cm². Wer nur geringere Energiemengen aushält, braucht unter Umständen mehr Einzelbehandlungen, was den Preis noch erheblich erhöhen und auch zu längerer Gesamtbehandlungsdauer führen kann.

Dann waren bei mir keine schwarzen Haare mehr da – das heißt ich war mit dieser Technik austherapiert. Der sichtbare Bartschatten war damit erst mal weg. Rasieren mußte ich die weißen Haare aber selbstverständlich weiterhin. Das Schmirgelpapiergefühl spätestens 1 oder 2 Tage nach der Rasur – zwar in zunehmend längeren Abständen mit fortschreitender Wirkung der Hormonbehandlung – hat mich nach einiger Zeit allerdings doch sehr gestört. Hat auch nach wie vor alle meine Rollkragenpullover nach kürzester Zeit zerstört.

Wie hoch der Anteil weißer Haare – die ja bekanntlich mit Laser wie auch mit jeder anderen Lichtbehandlung überhaupt nicht behandelbar sind – bei mir vor der Behandlung war, weiß ich nicht genau, weil ich mich schon seit bald 30 Jahren stets sorgfältig rasiert habe. Es waren wahrscheinlich um die 50%. Wie sich später herausgestellt hatte, wurden bei mir aber auch durch die scheinbar maximal erfolgreiche Laserbehandlung in Wirklichkeit fast gar keine Haare wirklich entfernt. Vielmehr wurden so gut wie alle vorhandenen Haare lediglich depigmentiert - mit anderen Worten einfach nur "weiß geschossen" bzw. sind genauer gesagt farblos geworden. Auch das kann also vorkommen. Es ist dem Vernehmen nach nicht einmal so selten.

Es war zwar kein sichtbarer Bartschatten mehr da, aber eben kaum ein Haar weniger im Gesicht als vordem. Rasieren zwar nur noch alle 1 bis 2 Tage, aber eben nach wie vor immer noch unverzichtbar. Auf der Brust und im Ausschnitt war der Laser mit einer Erfolgsrate von nahezu 100% gesehen auf mittlerweile fast 6 Jahre wie es bis jetzt aussieht wahrscheinlich einigermaßen endgültig, zumindest unter den Bedingungen lebenslanger Hormonbehandlung.

Der bessere Wirkungsgrad von Lichtbehandlung bei Körperhaaren – sowohl bei Laser, als auch bei Xenon-Blitz / IPL – ist anscheinend allgemein so, und nicht nur bei mir. Bei starken Männerbärten stößt diese Technik allerdings häufig an ihre Grenzen. Da wurzeln die Haare einfach zu tief, als daß sie noch ausreichend von wirksamen Energiemengen erreicht werden können, die zur vollständigen Abtötung der Haarwurzel in der Lage sind, ohne daß dabei die ganze Haut aufs Schwerste verbrennt. Da gibt es medizinisch bedingte physikalische Grenzen für den maximal möglichen Energieeintrag. Und je tiefer die Haarwurzel unter der Hautoberfläche liegt, desto geringer wird die Energiemenge, die dort noch wirksam wird. Auch – und wegen der höheren Energieleitfähigkeit besonders – bei schwarzen und sehr dunklen Haaren, die zudem noch besonders häufig überdurchschnittlich dicht stehen, besonders dick sind, und anscheinend meist auch sehr tiefliegende Wurzeln haben.

Da die Brustbehaarung aber nur einen winzigen Bruchteil der Gesamtbehandlungskosten ausmachte, war die Laserbehandlung bei mir auf lange Sicht also eher eine Fehlinvestition. Ich bereue es trotzdem nicht, weil ich mich bei meinem Übergang zu der Zeit seelisch nicht mehr in der Lage fühlte, mir noch länger den Bartschatten und die bei mir bei der erforderlichen Häufigkeit einigermaßen hautbelastende tägliche Rasur zuzumuten.

Auch wenn bei mir absehbar war, daß der Erfolg nicht wirklich dauerhaft sein würde und für die bereits vorher weißen Haare von vorn herein systembedingt gar nicht möglich war, so hat der vergleichsweise schnell sichtbare scheinbare Erfolg mir mein Leben in dieser Zeit erheblicher seelischer Belastungen für 3 Jahre spürbar erträglicher gemacht. Außerdem gibt es in meiner Gegend im Umkreis von mindestens 200 km gar keine Möglichkeit für Nadelepilation. Da habe ich es halt mal mit dem Laser versucht, in der Hoffnung, daß mir die Wirkung vielleicht doch ausreicht. Und die Behandlung wurde auch günstigerweise gleich im Nachbarort angeboten. Zudem hatte ich mir erhofft, daß wenigstens in Teil der schwarzen Haare bei der Laserbehandlung ganz verschwinden würde, so da eine eventuell für später angedachte Elektroepilation dann bei weniger Haaren schneller und entsprechend preisgünstiger sein würde. Was bei mir leider nicht eintraf.

Aber die meisten Transvestiten dürften hier wohl auch mehr zeitlichen Spielraum und vielleicht sogar geringeren seelischen Druck haben als viele Transsexuelle, und es mag ihnen möglicherweise leichter fallen, erst mal eine Weile auszuprobieren, was hier die vielleicht zunächst preiswertere, oder aber gegebenenfalls die langfristig günstigere und am Ende für sie selbst bessere Methode sein mag. Und manchen Transvestiten mag es vielleicht auch reichen, wenn sie nur den sichtbaren Bartschatten möglichst schnell los sind. Eventuell notwendige Nachbehandlungen alle paar Jahre oder eben auch nicht mögen hier vielleicht bei manchen auch nicht so sehr ins Gewicht fallen.

Mittlerweile habe ich im Anschluß an die austherapierte Laserbehandlung eine Elektoepilation gemacht. Bisher waren es insgesamt 77 Stunden reine Epilationszeit – das heißt ohne die bei längeren Blocksitzungen für Behandlerin und Behandelte erforderlichen Ruhepausen – in 8 Sitzungen. Die beiden ersten waren eine Doppelsitzung von insgesamt 20 Stunden an 5 Tagen, mit 3 Tagen Pause dazwischen, wo ich arbeiten mußte, um mir das Geld für die Behandlung zu verdienen.

Dabei hat es am ersten Tag noch ein paar Stunden gedauert, bis die richtige Stromstärke und Stromart gefunden war, die mein Körper überhaupt vertragen hatte. Die Zuschaltung von Gleichstrom, die bei der verwendeten Behandlungsmethode allgemein üblich ist, habe ich sehr schlecht vertragen. Nach kurzer Behandlungszeit zuckte mein ganzer Körper bei jedem Haar bis in die Fußspitzen aufs Heftigste, was eine weitere Behandlung völlig unmöglich machte und zusätzliche längere Pausen erzwang. Erst als auf dem Gleichstrom verzichtet worden ist und ausschließlich mit Wechselstrom gearbeitet wurde, konnte ich die Behandlung wenigstens für 6 bis 7 Stunden am Stück aushalten. Gemeint ist hier reine Epilierzeit ohne Berücksichtigung der Pausen, die gegen Ende einer Sitzung wegen der zunehmenden Belastung des ganzen Körpers durch die Stromstöße immer größer werden mußten. Diese erhöhen die Gesamtdauer jeder Sitzung noch einmal um ungefähr ein Drittel bis die Hälfte – je nach Gesamtdauer der Sitzung.

Bei der letzten Sitzung vor einem halben Jahr waren es noch 4 Stunden einschließlich Augenbrauen und Ohren – was mit Lichtbehandlung gar nicht möglich ist – und ein paar wenigen stark geschwächten Resthaaren auf der Brust, die der Laser stehen gelassen hatte.

Die Erfolgsrate liegt mittlerweile bei mindestens 90%, bezogen auf den Gesamtbestand aller Haare einschließlich aller, die bedingt durch die Wachstumsphasen die meiste Zeit ihres Daseins nicht sichtbar sind. Ich rechne noch mit hoffentlich nicht mehr als 2 bis 3 Sitzungen von vergleichsweise kurzer Dauer in den nächsten 1 bis 2 Jahren, bis mein Bartproblem hoffentlich für immer erledigt sein wird. Was praktisch heißt, daß der weite Anreiseweg in keinem Verhältnis mehr zur Zahl der noch stehen gebliebenen einzelnen Haare stehen wird.

Bezahlt habe ich dafür bis jetzt knapp 5.500 €. Für die noch zu erwartenden kommenden Behandlungen werden es voraussichtlich nochmal gut 500 € sein. Nicht gerechnet die nicht unerheblichen Reisekosten und den damit über die bloße Epilationszeit weit hinausgehenden Arbeitsausfall, die insgesamt noch einmal ein paar Hundert € ausmachten.

Die Behandlerin zählt zu den Spitzenkräften ihres Fachs in Deutschland und Europa und verwendet die derzeit modernste, leistungsfähigste und wirkungsvollste Technik. Preislich liegt sie im unteren bis mittleren Drittel des Durchschnitts. Sie gehört zu den ganz wenigen, die längere Blocksitzungen vor allem auch an Wochenenden überhaupt durchführen. Dies ist bei größerer Entfernung zwischen Wohnort und Behandlungsort ein entscheidender Kostenfaktor, insbesondere auch für die Gesamtkosten, die sich ja um Anreisekosten und -zeit und gegebenenfalls Arbeitsausfall im Einzelfall deutlich erhöhen können. Und bei abhängig beschäftigten Arbeitnehmern sind regelmäßige Abwesenheitszeiten alle Nase lang schon gleich gar nicht möglich. Dafür aber 2 bis 3 mal im Jahr 1 oder 2 Urlaubstage zu opfern, ist dagegen kein Problem. Die Möglichkeiten von Behandlungen am Wochenende können da selbstverständlich auch sehr hilfreich sein.

Dem Vernehmen nach liege ich damit eher an der absoluten Untergrenze des Durchschnitts, was die Kosten betrifft. Da die Wirkung und die Möglichkeiten bei jedem Fall unterschiedlich sein können, können sich im Einzelfall auch beträchtlich längere Behandlungszeiten ergeben, bis sich hinreichender Erfolg einstellt. Die einzige gegebene nachteilige Voraussetzung war bei mir der hohe Anteil bereits weißer Haare. Bei der Elektroepilation führt das zu verlängerten Behandlungszeiten, da die Behandlerin diese schlechter sehen kann als dunkle. Allerdings sind weiße genauso wie auch hellblonde und rötlich-blonde Haare grundsätzlich mit Lichtbehandlung überhaupt nicht weg zu bekommen. Wer dies verspricht, kann auf keinen Fall als seriöser Anbieter angesehen werden.

Hinzugekommen ist bei mir lediglich noch die Tatsache, daß ich bei der ersten Behandlung die bei mir wirksame haarwuchshemmende Behandlung mit Vaniqa-Creme nicht 2 Monate vor der Behandlung abgesetzt hatte. Das hat mich ein paar vermeidbare Stunden mehr Behandlungszeit gekostet, weil viele Haare am Behandlungstermin einfach noch nicht lang genug für eine wirkungsvolle Behandlung waren. Normalerweise reicht es, wenn man sich vor der Behandlung ungefähr 2 bis 4 Tage nicht rasiert. Vaniqa sollte man also lange genug vorher weglassen. Die Wirkung von Hormonbehandlung muß man gegebenenfalls ebenso berücksichtigen.

Derzeit muß ich das Rasieren ungefähr 5 bis 7 Tage vor der Behandlung einstellen. Was bei dem wenigen verbliebenen Haaren aber kein so großes Problem mehr darstellt. Bei meiner zweiten Behandlung habe ich auf dem Hinweg bei tiefsten winterlichen Minusgraden draußen mit dem Kopf und dem ganzen Gesicht eingewickelt wie eine türkische Frau im Zug gesessen. Grin  Meine Stimme hat da wohl gedämpft durch das Tuch nicht mal beim Sprechen bei den anderen Fahrgästen Verwirrrung hervorgerufen, wo zudem noch sowieso fast jeder Zweite stark erkältet war.  Cool

Einem Transvestiten mag es wahrscheinlich nicht so viel ausmachen, wenn er in dieser Zeit als Mann auftritt. Als Frau mit deutlichen Bartstoppeln im Gesicht lebt und reist es sich aber nicht wirklich angenehm. Vor allem, wenn man es sich nicht leisten kann, für einige Tage nicht zur Arbeit zu gehen. Und für den Weg zur Behandlung muß man dann eh aus dem Haus gehen.

Krankenkassen könnt ihr bei dieser Überlegung getrost vergessen. Die zahlen schon bei ärztlich diagnostizierter Transsexualität fast gar nichts mehr für Bartentfernung. Bei Transvestiten sind Krankenkassenleistungen sowieso auf keinen Fall zu erwarten. Ist ja auch nicht wirklich deren Aufgabe.

So, das war jetzt wohl das meiste, was man zur Bartentfernung alles sagen kann.  WinkNicht eingegangen bin ich auf die unterschiedlichen Techniken, die bei Elektroepilation vorkommen. Das könnt ihr auch anderswo im Netz nachlesen.

Besonders hinweisen möchte ich hier noch einmal darauf, daß körperliche Voraussetzungen, Schmerztoleranz, usw. und damit Behandlungszeiten, Effektivität der Behandlung und Erfolgsaussichten und damit auch die Behandlungskosten bei jedem Menschen deutlich anders sein können. Das gilt auch für die Qualität und Effektivität der Behandler und für die Auswahl der jeweils am Besten geeigneten Behandlungsmethode. Erwiesen ist allerdings, daß Elektroepilation die einzige der in Frage kommenden Möglichkeiten ist, die wirklich auf Dauer – und das heißt hier in der Regel für immer – Erfolg versprechen kann. Und zwar unabhängig von der Beschaffenheit der Haare, wie Farbe, Dichte, Dicke, Wuchsform und Wurzeltiefe.

Ob sich eine solche Behandlung für einen Gelegenheitstransvestiten lohnt, muß jeder von ihnen selbst entscheiden. Wenn das "Frausein" – sei es nun Teilzeit oder dauernd – aber einen wesentlichen Teil der Persönlichkeit und der Lebensqualität ausmacht, und auch die Finanzierung kein unüberwindliches Hindernis darstellt, kann das aber auch für Transvestiten eine ernsthaft zu erwägende Möglichkeit sein. Für einen Kleinwagen, eine neue Wohnzimmereinrichtung oder eine Weltreise muß man mehr auf den Tisch legen. Und bei Transsexuellen erscheint das derzeit sowieso eine unumgängliche Maßnahme zu sein, um ein befriedigendes Lebensgefühl erreichen zu können.

Ich hoffe, ich konnte dem einen oder der anderen eine kleine Entscheidungshilfe geben, wie am Besten mit dieser Frage umgegangen werden kann.

Fumiko
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dabei seit: 03.06.2013

Wie sieht es eigentlich mit IPL-Geräten in kleiner für zu Hause aus? Falls bei mir die KV ablehnt, bräuchte ich eine möglichst günstige Alternative und habe überlegt, mir ein kleines IPL-Gerät anzuschaffen. Bei amazon gibt es welche, die eine sehr gute Bewertung haben und keine 500,- Euro kosten.

Kann jemand dazu 'was sagen?

kaninchen
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dabei seit: 26.12.2012

sowas ähnliches hatte ich damals auch gefragt und nur abschmetternde meinungen gehört. hab mich dann dagegen entschieden...

wenn das so gut funktionieren würde, wären die ärzte arbeitslos...lol...

 

es verlangsamt höchstens denke ich , aber mit sicherheit wird da kaum was eliminiert.

hier ist doch eine elektrologistin, die beate glaub ich heisst sie im profil, frag die mal...Sie kann dir bestimmt mehr dazu sagen

Fumiko
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dabei seit: 03.06.2013

Mach' ich, danke für den Tipp! Smile

Dani
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dabei seit: 11.10.2011

OMG Triona.. Asche auf mein Haupt, ich hab's nicht zuende lesen können.. urgs.. gigantisch, aber danke Smile

Bin nach drei Jahren NadelEpi im Moment im Gesicht total zufrieden und für den Rest fehlt mir die Motivation, jede Woche ein paar Tage verquollen durch die Gegend zu hüpfen.. nö, mir reichts einfach, im Augenblick. War jetzt 3 Wochen nicht mehr und zupfe jeden Tag im Gesicht 5-10 Härchen raus..rasiere unterm Kinn, wie ich Arme, Beine und Achseln rasiere..  phhht... mich stört's nicht.. ist ne verdammt lange Zeit, finde ich, bis sich sowas wie Haarfreiheit im Gesicht ergibt. Bin auch tierisch froh, dass ich so früh, Jahre vor meinem Vollzeit-Umschwung auf die weibliche Seite, damit begonnen habe.

vlg Dani

 

Das Leben meistert man lächelnd,

oder überhaupt nicht.

kaninchen
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dabei seit: 26.12.2012

bei mir sind insgesamt: epi und laser jahre vergangen...glaub so 4-5 jahre? ( aber sehr unregelmäßig  inkl schwindender motivation usw.......obwohl nicht stark behaart )

Beate_R
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Reale Person
dabei seit: 03.02.2005

Dani schrieb:
... jede Woche ein paar Tage verquollen durch die Gegend zu hüpfen.. 

Klar. Deshalb sind Behandlungblöcke ja auch so sinnvoll. Ein paar Tage Zähne zusammenbeißen, dann erstmal 2-3 Monate Ruhe.Das hatte ich seinerzeit auch angestrebt. Leider gabs bei mir den GAU - die Behandlerin hätte halt die Glotze, die neben ihrem Behandlungsstuhl stand, besser mal ausgeschaltet und nicht mit Handy am Ohr epiliert... dann hätte das auch funktioniert.

Viele liebe Grüße

Beate 

Eva_Campelli
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dabei seit: 18.06.2013

Ich bin ja irgendwie nicht so ganz vom Fach. Mit dauerhafter Bartentfernung kenn ich mich also gar nicht aus.

Aber vieleicht ist gerade deshalb interessant was ich heute ausprobiert habe:

Nachdem ich weder mit rötlicher Chamouflage, noch mit dem beachten aller Rasiertips meinen vermeintlichen Bartschatten wegbekommen habe, bin ich auf die Suche gegangen was denn sonst noch im Bereich Hautprobleme am Kinn und anderswo bekannt ist. Ein Bild ging mir dabei nicht aus dem Kopf: Ein Kollege von mir hatte jeden Morgen eine Art Mondlanschaft im Gesicht! Krater neben Krater. Am Mittag war dann in jedem Krater ein schwarzer Punkt und kurz vor Feierabend ein kleiner Stoppel. Kann es also sein dass die großen Poren der männlichen Gesichtshaut ein wichtiger Teil des Problem sind? Und wie ich so friedlich vor mich hin google und bei goFeminin nachlese.... Ja, Frau hat das Thema auch! Und wenn die Damen ein kosmetisches Problem haben, gibt es auch eine Lösung der Industrie, dachte ich. So ist es auch:

ESTEE LAUDER IDEALIST "PORE MINIMIZING"

Kostet die Kleinigkeit von 64,95 für 30ml bei Douglas und hat wirklich beeindruckende Referenzen.

Hm, allerdings etwas schlecht passend in mein Budget. Also weitersuchen!

Ich bin dann zum Thema Poren auf diverse Tips und Tricks gestoßen. Unter anderem verdünnter Zitronensaft. DAS ist doch mal eine innovative Idee. Also hab ich mir Zitronen gekauft, den Saft 1:1 mit Wasser verdünnt und nach dem Rasieren (na ja, nicht direkt danach) aufgetupft. Und das Ergebnis  ist schon ziemlich cool gewesen: Nicht nur dass es am Anfang etwas gezwickt hat, damit musste ich ja wohl rechnen, die Haut zieht sich für viele Stunden wirklich zusammen, wird glatter und nach dem "normalen" Schminken mit Kryolan war absolut NICHTS mehr von einem Bartschatten oder einer anderen Hautstruktur im Kinn/Kieferbereich zu sehen. GENIAL!

Das ist jetzt 8 Stunden her und der Effekt hält immer noch ein wenig an.

Lemon Tree ins Bad und der Bart ist ab!

Euer Chamäleon

krytze
Bild von krytze
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dabei seit: 14.07.2013

Ipl sollte ganz gut klappen, da die Haare (egal welche Haarfarbe) sehr gut erfasst werden, da mehrere Lichtwellenlängen gepulst weren. Ich habe damit meine Beinbehaarung sehr gut wegbekommen. Bzw. habe ich nur noch 20 % von dem was mal war.

Aktuell bin ich an einer Sache dran die auch sehr interessant ist. Ich bin gerade am testen mit einigen Enzymen die nach einer Epilation aufgetragen werden, allerdings habe ich noch nicht die Methode gefunden sie länger haltbar zu machen, um sie auf den Markt bringen zu lassen. Und die Langzeiteffekte müssen ja auch noch sichtbar werden.

Ist also alles noch ein wenig am Anfang und deshalb hab ich mich auch mal gleich bei euch angemeldet, da ich davon überzeugt bin das ich hier die richtige Hilfe bekomme. ( bzw. ernst gemeinte Antworten)

 

wg. Ipl nochmal: habe ich auf meiner HP eine Doku gemacht, wenn ihr mal schauen wollt ( auf weiberclub. de, einfach bei permanenter Haarentfernung schauen)

Es ist auf jeden Fall eine sinnvolle Alternative zu allen anderen Methoden, da IPL auch gut gegen die Hautalterung ist und gegen Rosacea hilft Wink