Elektroepilation (Nadelepi)

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Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Vielleicht mal einen Eindruck, wie Nadelepi abläuft. Ok, ein Werbevideo eines amerikanischen Kollegen, aber m.E. sehr informativ. 

Viele liebe Grüße

Beate 

lizzz
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dabei seit: 23.07.2009

Gut das mal gesehen zu haben. 

 

in dem video wettern sie ziemlich gegen laser. seht ihr das genau so?

hab gerade eine laser sitzung hinter mir und dachte daran, nadelepilation dann später als verfahren anzuwenden die restlichen verbliebenen haare zu entfernen. ich hatte das als einen 'klassischen' weg empfunden, den viele verfolgen. vielleicht ist die art der wirkung jedoch auch typ-abhängig...

 

 

Eyleen
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dabei seit: 09.08.2008

Salut,

die Nadelepi gönne ich mir zum Schluss - für meine silbernen Haare ........... Smile

 

 

*Unser Glück und Seelenfrieden beruhen darauf, dass wir tun was wir für richtig halten und nicht das, was andere sagen oder tun.*

**Mahatma Gandhi**

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Eigentlich halte ich deutlich mehr von der Laserei als James es tut. Allerdings habe ich es am eigenen Leib erlebt, dass mindestens zwei Drittel aller Haare nach einer Pause von zwei Wuchszyklen (1 1/2-2 Jahre, also wenn die Laserleute schon gar nicht mehr hinschauen) die Haare wiederkamen - weiß. Dann kamen noch mehrere Dermatologen auf die glorreiche Idee, mir weismachen zu wollen, dass diese weissen Haare von einem Nd:YAG-Laser noch behandelt werden könnten - darunter die Uniklinik Mainz und einer der medizinischen Berater von Laderma Frankfurt.

Einer Kundin mit an sich idealen Voraussetzungen für eine Laserepi habe ich geraten, dies im Vorlauf zu machen. Resultat: ALLES kam weiss wieder.

Das Problem der Laserepi ist wohl, dass das Licht nicht tief genug eindringt (bzw. nur, wenn man die Dosis hinreichend hoch wählt): Follikeltiefe so um die 4-5 mm, allerdings schräg liegend, Eindringtiefe des Lichts so um die 3.5 mm. D.h., wenn man an die Grenze dessen geht, was die Haut aushält, kann Photopilation wirken. Das macht nur kaum jemand. 

Solange die Laserbranche derartige Qualitätsprobleme hat, kann man m.E. nur zu den wenigen Behandlern gehen, die sich aus ihrer Erfahrung heraus in den Hochdosisbereich trauen können. Ansonsten würde ich eher davon abraten.

Leider gibt es aber auch bei den Elektrologistinnen Qualitätsprobleme. Wir im DVEE (www.dvee.de) haben uns zum Ziel gesetzt, hier auf eine Verbesserung des Niveaus hinzuarbeiten, besonders auf ein günstigeres Verhältnis von Kosten zur Menge der erfolgreich entfernten Haare.

Viele liebe Grüße

Beate 

patricia-fiona
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dabei seit: 18.04.2010

Ich behandele seit 8 Monaten meinen Oberlippenbart mit einem Gesichtsepilator von Tchibo. Nun muss ich alle 3-4 Tage einzelne Barthaare, samt Wurzel mit der Pinzette herausziehen. Wenn ich die Wurzeln mit herausziehe, ist damit die Voraussetzung geschaffen, daß dort kein neues Haar entsteht?

Die kleinen feinen, hellen Haare rasier ich vor dem Make up auftragen sonst versuche ich sie ebenfalls herauszuziehen.

Das gleiche versuche ich nun nach und nach mit dem Kinnbart.

Ich habe den Eindruck das der Bartwuchs im Gesamten weniger und dünner wird. Auch die Entzündungen werden seltener, wenn die Wurzel mit entfernt wird. Wenn ich die Haare nur abbreche, kommt der Rest des Haares nicht durch die Haut und entzündet sich.

Liebe GRüße

Fio

n/v
Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Jetzt gibt es ein System (SHR = Super Hair Removal), das per Laser auch helle Haare entfernen will:

http://www.laserwelt.com/produkte/soprano-xl.html

http://www.dermedis.de/frankfurt/dauerhafte_Haarentfernung_SHR-Technologie.htm

Ob's was taugt, weiß ich nicht. Es ist wohl so neu, dass es noch keine negativen Erfahrungsberichte gibt.

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Unten mal was zur Wirkungsweise.

Offensichtlich setzt das Verfahren voraus, dass diese Stammzellen über Proteine verfügen, die mit anderen Frequenzen als die übrigen Zellen selektiv anregbar sind. Andernfalls wird die gesamte Haut geschädigt, und zwar noch schneller und stärker als bei den bisherigen Verfahren. Eine Beurteilung des Verfahrens ist in meinen Augen *nur* möglich, wenn man diese Details kennt. Leider schweigen sich die Marketingstrategen an  dieser entscheidenden Stelle aus, wie die von mir hervorgehobenen Passage andeuten könnte, wohl aus gutem Grund. Solide Anbieter der klassischen Photoepilationsmethoden halten sich hinsichtlich der physikalischen Hintergründe der Methode weniger bedeckt. In meinen Augen ist daher Skepsis geboten, bis belastbare Informationen über die Methode vorliegen.

Zitat:
Die SHR-Technologie zielt nur peripher auf das Melanin. Ihr Ziel sind vornehmlich die Stammzellen die neue Haare produzieren.
...
Sie gleiten mit dem Handstück über das Behandlungsareal, es wird erwärmt, die Saphir-Kontaktkühlung schützt die Epidermis.
...
Zielchromophor ist das Melanin und das Protein der Stammzellen. Somit können auch dunkle Hauttypen und pigmentarme feine Haare erfolgreich behandelt werden! Des Weiteren ist eine Behandlung auch oder gerade während der Telogenphase sinnvoll, da sich in dieser Zeit die Stammzellen neu auf Wachstum ausrichten. Bereits aus der Ernährung wissen wir, dass Proteine ihre lebendigen und Leben spendenden Eigenschaften verlieren, wenn sie über 43°C erhitzt werden. Die SHR-Technologie ermöglicht eine gleichmäßige Erwärmung des Behandlungsareals auf 45°C, wobei das Umgebungsgewebe als Energiereservoire dient, die Temperatur der Haarpapillen und deren Stammzellen also auch vom Umgebungsgewebe gehalten wird.

 

Ansonsten noch der Kommentar, dass ein Bericht über neuartige Methonden der Photoepilation in einen eigenen Thread gehört. Schade, dass man den über die Nadelepi damit zumüllt.

Viele liebe Grüße

Beate 

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Hier nochmal eine "Studie", auf die der Anbieter verweist. Das Papier genügt keinerlei Ansprüchen an Wissenschaftlichkeit. Besonders krass finde ich Abbildung 3 - größere Eindringtiefe als Folge größerer Fläche. Da soll wohl jemand für dumm verkauft werden.
Aber wenigstens erfährt man darin, dass mit einem Diodenlaser von 810 nm Wellenlänge gearbeitet wird.
Das wirft erst recht die Frage auf, wieso auf einmal selektiv die haarbildenden Zellen geschädigt werden, wenn das bei der klassischen Photoepilation nur bedingt der Fall ist. Auch hier kein Wort darüber, wieso z.B. die Melanozyten nicht geschädigt werden, die ja deutlich stärker auf Licht dieser Wellenlänge ansprechen als die anderen Zellen der Dermis (das ist die Ursache weissgeschossener Haare).

Einzig interessant finde ich die Photos von Nebenwirkungen, die die klassische Photoepilation haben kann. Selbst im Worst Case sind mögliche Nebenwirkungen der Nadelepi harmlos gegen diese Verbrennungen.

Zurück zur Nadelepi:

[img]http://www.epilation-reuther.de/beispielbild/1bart01.jpg[/url]

Zum Entfernen dieses Barts waren 32 Stunden notwendig (m.W. sogar weniger als diese). Von den Kosten her hält das mit der Photoepilation allemal mit.

Viele liebe Grüße

Beate 

Sama79
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dabei seit: 10.11.2006

Beate_R schrieb:

Eigentlich halte ich deutlich mehr von der Laserei als James es tut. Allerdings habe ich es am eigenen Leib erlebt, dass mindestens zwei Drittel aller Haare nach einer Pause von zwei Wuchszyklen (1 1/2-2 Jahre, also wenn die Laserleute schon gar nicht mehr hinschauen) die Haare wiederkamen - weiß. Dann kamen noch mehrere Dermatologen auf die glorreiche Idee, mir weismachen zu wollen, dass diese weissen Haare von einem Nd:YAG-Laser noch behandelt werden könnten - darunter die Uniklinik Mainz und einer der medizinischen Berater von Laderma Frankfurt.

Einer Kundin mit an sich idealen Voraussetzungen für eine Laserepi habe ich geraten, dies im Vorlauf zu machen. Resultat: ALLES kam weiss wieder.

 

Kann ich bestätigen, Beate.

Behandlungsbeginn 2007, IPL und Laser bis heute im Abstand von ca. 8 Wo. Heute kommt im Bereich der Wangen vieles wieder, dünner natürlich, aber dunkel. Muß mit dem Elektrorasierer spätestens alle zwei Tage rasieren. Kein Bartschatten (bislang).

Habe da damals schon mit gerechnet, trotzdem bereue ich nicht, mich den Behandlungen unterzogen zu haben.

Karin
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dabei seit: 03.04.2007

Hallo,

ich hatte viele Sitzungen beim Light sheer lasern.

Der Erfolg war nur Anfangs. Die vielen Tausend Euros dafür hätte ich mir sparen können.

Die Haare kamen nach knapp 2 Jahren wieder, die meisten in weiß/grau .

Nun habe ich 147 Stunden Nadelepi hinter mir, und die scheint zu funktionieren. Selbst nach 1 Woche im Krankenhaus, im 5 Bett Zimmer wurde ich nicht enttarnt, auch ohne rasieren. Das ist Alltagshärtetest pur. Selbst ein Arzt, der scheinbar nicht informiert war über mich, ordnete einen Schwangerschaftstest an, wegen rhöntgen Sick

Mein Fazit, Lasern bring nix, nur anfängliche Hilfe, weil der dunle Bartschatten weniger wird.

Fazit meiner Elekrtolytikerin: nicht gelaserte Transsexuelle Frauen braucht sie nur die halbe Zeit für die Nadelepi, weil die Haut nicht so geschädigt ist.

lg

Karin

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Meine IPL-Behandlungen bereue ich ebenfalls nicht. Sie haben mir immerhin den Einstieg in die Transition überhaupt erst ermöglicht, vor allem, weil sie gleichzeitig auch das Haarwachstum ein wenig bremsen. Es macht schon etwas aus, ob man sich dreimal täglich rasieren muss, um als Frau durchgehen zu können, oder alle 1 1/2 Tage. Aber da hat auch der Preis gestimmt.

 

Aber wenn der Bart wirklich entfernt werden muss, führt kein Weg an der Nadelepi vorbei. Weil man mit 4 Sitzungen Laser/IPL unter günstigsten Umständen bereits so um die 80  % der Haare wegbekommt, machen allzu viele Lasersitzungen keinen Sinn - da wird die Nadelepilation dann bereits effektiver.

Viele liebe Grüße

Beate