Brillenstyle

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Sabi-Luma
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dabei seit: 08.05.2010

hi,

auch ich brauche eine brille. mein männermodell ist nicht femme-tauglich. also habe ich mich in den üblichen optikerläden (die ketten mit den vielen filialen) einmal nur so umgeschaut. dazu habe ich mehrere filialen aufgesucht, und zwar samstags, wenn es dort besonders voll war. für ein erstes unverbindliches umschauen war das ideal. nach dieser vorab-wahl ging ich dann zu einer eher ruhigen zeit unter der woche vormittags in eines dieser geschäfte.

der optikerin dort teilte ich gleich mit, dass ich eine damenbrille für mich suche und ließ mir dann noch den design-unterschied zwischen herren- und damenbrillen erklären. weitere fragen kamen keine, sondern nur eine prima beratung. der ganze spaß hat knapp über hundert euro gekostet. nicht wenig, aber der nutzen ist enorm. das brillendesign, eine mit rahmen und breiten bügeln,  betont das feminine sehr. ich würde mir jederzeit wieder eine spezielle damenbrille kaufen...

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Sabi-Luma schrieb:
der optikerin dort teilte ich gleich mit, dass ich eine damenbrille für mich suche und ließ mir dann noch den design-unterschied zwischen herren- und damenbrillen erklären.

Und was hat sie dir da gesagt?

Natürlichkeit ist langweilig    

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: seit 5 Jahren verwende ich Gleitsichtbrillen. Die erste hat prima funktioniert - da betrug der Zuschlag im Nahbereich ja auch nur 1 Dioptrie, und das Gesichtsfeld ist noch relativ breit. Sogar so gut wie ohne Eingewöhnungszeit.

Mit zunehmenden Stärken wird es allerdings immer enger und immer weniger passend. Deshalb bin ich jetzt zu einer Bifokalbrille übergegangen (das ist die gute alte Zweistärkenbrille), bei der es zwei getrennte Felder für die Leseentfernung und die Ferne gibt. Die Gesichtsfelder sind wesentlich breiter, und das wirkt den Nachteil auf, dass es einen Bereich der Unschärfe bei mittleren Entfernungen gibt.

Insgesamt funktioniert diese Brille WESENTLICH besser als meine Gleitsichtbrillen. Da meine Augen in der Ferne um 2,0 Dioptrien unterschiedlich sind, ist es auch so gut wie unmöglich, eine Gleitsichtbrille exakt anzupassen - zumindest mit den Messverfahren, die den Optikern so zur Verfügung stehen.Das schließt auch die neuartigen computergesteuerten Verfahren mit ein; ich müsste zumindest zu einer Orthopistin (das ist jemand, der Spezialbrillen anmessen kann).

Die Optiker empfehlen mir natürlich mehrere Gleitsichtbrille - eine normale und eine "Office-Brille", die in der Ferne nur auf max 3-4 m korrigert ist.

Ich kann wirklich allen raten, sich näher mit der Option der guten alten Zweistärkenbrille zu befassen - sie ist billiger als die Gleitsichtbrille. Seit ich diese Brille besitze, liegt meine teure Gleitsichtbrille in der Ecke, ebenso meine Lesebrille. Ich kann mit der Bifokalbrille sogar wieder am Rechner und mit der Aufsatzlupe arbeiten. Mit den Gleitsichtbrillen habe ich da keine Chance.

 

Viele liebe Grüße

Beate 

JenniferS
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dabei seit: 31.12.2006

Roxanne schrieb:
Diese (fast rechteckige) unisex-Form kann man auch als Mann heute in knalligen Farben tragen (rot, lila, blau, grün evtl. auch pink), da sagt keiner was, wenn es zum Typ passt.

Diese modernen ErichMilke Brillen sind meiner bescheidenen Meinung nach niemandes Typ und gehören alle samt in die Mülltonne. Ein Verbrechen am menschlichen Gesicht quasi.

Das mein ich mit vollem Ernst. Ich würde an Stelle der Träger/innen mein Geld + Schmerzensgeld zurückverlangen.

Jenny

Heike_007
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dabei seit: 10.04.2006

Beate_R schrieb:
Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: seit 5 Jahren verwende ich Gleitsichtbrillen.

Verwende auch seit Dezember 2003 Gleitsichtbrillen.

Trotz relativ starker Kurzsichtigkeit (-5,5 dpt Ferne -3,5 dpt Nähe rechts; -5,5 sph +1,0 zyl 90 ° ach Ferne -3,5 sph +1,0 zyl 90 ° ach Nähe) hatte ich mich innerhalb 48 Stunden an die Brille gewöhnt. Nur bei extrem kleinen Schriften habe ich gelegentlich Probleme.

Ohne Brille erreiche ich rechts eine Sehschärfe von 5 % und links von 4 %, soll heißen: Ohne Brille bin icfh eine hilflose Person Sad Nicht umsonst steht in meinem Führerschein, dass ich beim Fahren ständig eine Ersatzbrille mitzuführen habe. Auch die in unseren Kreisen sehr beliebten modischen Sonnenbrillen kommen daher für mich nicht in Frage.

Die Brille ist daher eine Lebensnotwendigkeit für mich und kein modisches Acessoire. Mein letztes "Nasenfahrrad" kostete 620 € (421 € die Gläser, 199 € die Fassung), schon aus diesem Grund muss ich als CD/TV Unisexbrillen bevorzugen. Eine En-Femme-Zweitbrille wäre schlicht und ergreifend zu teuer Sad

Heike

Bei mir mag ein Jeder nach seiner Fasson selig werden (Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1620-1688).

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Hallo Heike,

zum einen sind Deine beiden Augen ungefähr gleich schlecht. Das macht die Anpassung leichter als bei mir - die Gradienten zwischen Nah und Fern verlaufen unterschiedlich, und das Sichtfeld auf dem besseren (aber nicht führenden) Auge ist breiter als auf dem schlechteren. Meine Gleitsichtbrillen erforderten keinerlei Eingewöhnungszeit - unter allzu vielen für mich enorm wichtigen Bedingungen bekomme ich mit beiden Augen im Alltag keinen gemeinsamen Focus hin oder nur mit Mühe. Meine letzte Gleitsichtbrille war übrigens um einiges aufwendiger als Deine - allein die Gläser kosteten um die 750 EUR.

In meiner TV-Zeit hatte ich übrigens zwei Gleitsichtbrillen: für die M-Brille hatte ich Gläser in mein bisheriges Gestell einbauen lassen - das war auch nach 10 Jahren noch gut in Schuss, und für die F-Brille reichte mir ein Billiggestell, das auch heute noch brav seinen Dienst tut. Weil ich es von der Optik her immer noch mag, werden wohl irgendwann mal wieder neue Gläser eingebaut werden.

Weil sich meine Augen in der Ferne nach einem Schub vor 5 Jahren nicht mehr verändert habe, habe ich keinen Mangel an Ersatzbrillen. Aber ich habe mich so an die Bifokalbrille mit ihrem wirklich tollen Nahbereich gewöhnt, dass ich kein Bedürfnis mehr habe, eine der Gleitsichtbrillen auf die Nase zu setzen.

Aber gebt Ihr nur ruhig viel Geld für Gleitsichtbrillen aus...

Viele liebe Grüße

Beate 

Stella
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dabei seit: 15.10.2009

Brillenkauf über das Internet

Hallo zusammen,

bei mir war vor einiger Zeit eine neue Brille erforderlich, da sich meine Sehkraft etwas verändert hatte. Mit dem neuen Vermessen der Augen und Kauf der Brille bekam ich auch einen neuen Brillenpass, aus dem alle Daten für das Anfertigen einer gleichwertigen Brille hervorgehen und jeder Optiker etwas anfangen kann.

Die  Zweit-/Reservebrille  sollte  eine Damenbrille sein. Hierzu suchte ich mir bei 1A-Sehen.de ein klassisches Damenmodell mit ovalen Gläsern aus und übertrug die Daten des Brillenpassens in den Bestellschein. Lediglich der Augenabstand sollte nachgeprüft/vermessen werden. Hierzu gibt es eine Schablone zum Herunterladen.  Nach etwa zwei Wochen kam die Brille dann mit der Post. Die Brille hat einen hat einen deutlich geringeren Preis, wie das gleiche Modell aus dem Optikerladen. In Sachen "Durchblick" habe ich keine Unterschiede  zur Alltagsbrille festgestellt.

Als fürs Autofahren eine Sonnenbrille mit eingearbeiteter Korrektur auf der Wunschliste stand,  nahm ich  gleich ein Damenmodell mit eingearbeitete Tönung in den Gläsern und verzichtete- schon aus Kostengründen - auf eine "doppelte Anschaffung".

Da die Gestelle schwarz bzw. silber sind, trage ich diese Brillen in der Freizeit und Unterwegs auch als Mann ohne aufzufallen. Ähnlich wie z. B. bei Jeans, muss sich schon jemand genau damit auskennen, um auf den zweiten, dritten oder sogar vierten Blick zu erkennen, dass es sich um ein Damenmodell handelt.  Eigentlich eine schöne Übung, um im Kopfkino die Sicherung herauszudrehen: Begegnet frau trotzdem einen Menschen, der etwas komisch schaut und sich vielleicht mit der Materie auskennt, dann soll er doch denken was er will …

 

Liebe Grüße, Stella

n/v
Heike_007
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dabei seit: 10.04.2006

Beate_R schrieb:
Meine letzte Gleitsichtbrille war übrigens um einiges aufwendiger als Deine - allein die Gläser kosteten um die 750 EUR.

Den Aufwand für die Gläser habe ich bewusst nicht ausufern lassen (Glas statt Kunststoff, dafür aber mit höherem Brechungsindex, damit die Gläser nicht zu dick und damit zu schwer ausfallen; als einziger Luxus Rupp + Hubrach Transitions(!)-Gläser (http://www.rh-brillenglas.de/transitions0.html), färben sich bei UV-Einstrahlung dunkel ein).

Die Webseite http://www.optiker.at/simulator/ beinhaltet  einen "Sehschärfen-Simulator", der den "Vorher-Nachher-Effekt" ohne und mit Brille visualisiert. Damit lässt sich wunderbar spielen Smile

Bei mir mag ein Jeder nach seiner Fasson selig werden (Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1620-1688).