Brillenstyle

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patricia-fiona
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dabei seit: 18.04.2010

Benötige einmal Eure Meinung.

Da ich Brillenträgerin bin und dieses Teil auch eine Menge zum weiblichen Erscheinungsbild beiträgt, stehe ich etwas ratlos da.

Ich muss mir in Kürze eine neues Nasenrad zulegen. Durch Tönung, kratzfeste,

und entspiegelte Gläser etc. bin ich schnell bei 700 - 1000 Euro.

Muss also alles gut überlegt sein, wie beim Klamotten kaufen eben.

Da ich allerdings gewöhnlich in meinem ungewöhnlichen Leben (leider noch ) als Mann durchgehen muss, sollte sie eben nicht mit Strasssteinen besetzt sein. Würde mir zwar gefallen aber hm... hm....

Andernfalls wie viel weiblichen Schick kann ich in meiner künftigen Brille hineinbringen ohne direkt aufzufallen?

Würde mich über Eure Einkaufshilfe und Meinungen sehr freuen.

Viele Grüße

Fio

 

 

n/v
Jana72 EX
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Ehemaliges Mitgllied
dabei seit: 03.08.2009

....also das Problem hatte ich vor kurzem.

Folgendes ist mir dabei aufgefallen. Ein Großteil des Brillenangebotes ist relativ unisex, war mein Eindruck. So sehr unterscheiden sich die Brillen Mann zu Frau nicht. Gerade im farblichen Bereich kann man als Mann heutzutage schon relativ weit gehen. Allerdings scheint mir dieser "UniSex" Effekt wesentlich darauf zu beruhen, dass Frauen heutzutage im Vergleich zu früher eher "männliche" Brillenformen tragen oder anders ausgedrückt...selbst ausgewiesene Frauenbrillen hat bei mir den Effekt, das männliche im Gesicht zu betonen.

Mein Kompromiss war schlussendlich eine Brille.....rahmenlos, mit sehr dünnem Bügel......also quasi so unaufällig wie möglich. Allerdings wenn Du Tönung willst, wird es mit "unauffällig" schwierig.

Beim Brillenanprobieren sind mir auch Modelle untergekommen, die irgend so ein Stecksystem hatten (und die wirklich ausgewiesen unisex waren).........damit könnte man relativ unproblemtisch die Gestellfarbe ändern....sagen wir mal von schwarz zu rosa und hätte so farblichen "change"Spielraum.

 

Würdest Du die Brille en femme beim Optiker probieren? Ich hatte mir die Gestelle vorher nach hause geholt / ausgeliehen.

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Jana72 schrieb:
Folgendes ist mir dabei aufgefallen. Ein Großteil des Brillenangebotes ist relativ unisex, war mein Eindruck. So sehr unterscheiden sich die Brillen Mann zu Frau nicht. Gerade im farblichen Bereich kann man als Mann heutzutage schon relativ weit gehen. Allerdings scheint mir dieser "UniSex" Effekt wesentlich darauf zu beruhen, dass Frauen heutzutage im Vergleich zu früher eher "männliche" Brillenformen tragen oder anders ausgedrückt...selbst ausgewiesene Frauenbrillen hat bei mir den Effekt, das männliche im Gesicht zu betonen.

Das stimmt. Ich denke früher waren die reinen Damenbrillen ovaler, gerade im Bereich über dem Auge recht hochgezogen, so daß die Augen größer wirkten und das Lid mit umrandet war. Heute, durch die derzeit schmale Form ist das nicht mehr so. Diese (fast rechteckige) unisex-Form kann man auch als Mann heute in knalligen Farben tragen (rot, lila, blau, grün evtl. auch pink), da sagt keiner was, wenn es zum Typ passt. Das einzige, was man bei Männerbrillen wirklich nie sieht, sind Glitzersteinchen und so etwas.

Andererseits gibt es aber im Augenblick so viele verschiedene Modelle und Formen, daß wohl nur noch ein Brillendesigner oder ein Optiker mit Blick in den Katalog sagen kann, für welches Geschlecht die gedacht ist.. Wink

 

 

Natürlichkeit ist langweilig    

Fabienne
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dabei seit: 19.02.2005

Also ich war vor ein paar Monaten beim Optiker und hab mir auch Brillen für Frauen zeigen lassen und anprobiert, die ich auch als Mann tragen kann. War kein Problem und bin zufrieden :)  .

P.S.: Glitzersteine würde auch gehen, musste nur im 70er-Style auftauchen :mgreen:

n/v
Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Ein wenig irritiert mich aber doch, dass von 700 bis 1000 Euro für eine Brille als quasi unausweichlicher Größe die Rede ist. Wenn Geld eine Rolle spielt, kommt man auch mit *sehr* viel weniger aus. Auch bei den einfachen Gestellen gibt es schicke Teile. Für die genannte Summe kann man doch ganz locker je ein Gestell für beide Rollen finanzieren. So hab ich es in meiner Anfangszeit auch gemacht.

Auf die Tönung habe ich in der weiblichen Rolle verzichtet; ich komme überraschend gut klar damit. (Kann es übrigens sein, dass Männer tendentiell häufiger getönte Brillen tragen als Frauen?)

Gerade neulich habe ich für meine Arbeitsbrille 220 EU hingeblättert (bifokal, Zylinder, Prisma, entspiegelt, gehärtet, ungetönt). Und das Teil gefällt sogar meiner Frau...

Zeigt das nicht, dass man für den eingangs genannten Finanzrahmen locker 2 schicke Brillen nebst dazu passendem Nagellack, Lippenstift, Lidschatten und ggf. sogar Klamotten erstehen kann?

Viele liebe Grüße

Beate 

patricia-fiona
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dabei seit: 18.04.2010

Hallo Beate,

mit den genannten Summen meines Optikers tue ich mich auch schwer. Brauche eigentlich noch eine neue Perücke.

Das Problem - da ich die Brille ständig anhaben muss und eine Sonnenbrille daher nicht möglich ist brauche ich die Tönung um des Sonnenblendschutzes beim Autofahren wegen.

Nun kommt auch noch die altersbedingte Gleitsichtbrille dazu. Natürlich müssen es, aus Gewichtsgründen Kunststoffgläser sein und extrem kratzfest. Sie soll ja 2-3 Jahre halten.

 

Die optimale Entspiegelung habe ich noch vergessen. So und dafür möchte mein Optiker  ca. 750,00 Euro haben. Das Gestell ist noch nicht dabei.

Ich könnte auch der Werbung von Fielmann glauben. Aber Fehlanzeige. Wenn Du bei denen fertig bist hast Du fast den gleichen Preis.

Jetz hat mir mein Optiker eine Rahmenlose, sehr dezent und ( weibliche )Brille gezeigt, ohne natürlich zu Wissen warum ich etwas  Farbe im Gestell haben möchte. Bei diesem Modell kann ich den Nasenflügel, als auch die beiden Bügel mit verschiedenen Farbteilen wechseln. Bis hin zu einem dezenten rosa. Zuhause könnte ich ja die Alltagsfarbe wählen.

 

Das würde ich gerne nehmen. Aber noch einmal 285,00 Euro. Jetzt stehe ich da. Was tun. Ohne Brille keinen Durchblick, ohne Perücke kein Ausgang.

Liebe Grüße

Fio

n/v
Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Hast du mal an Kontaktlinsen gedacht? Da hättest du nicht das Problem.

Zitat:
Ohne Brille keinen Durchblick, ohne Perücke kein Ausgang.

Auch wenn Billigperücken (50,- Euro) oft ein Passingmangel sind,für die ersten Ausgänge reichen diese. Du wirst noch genug andere Passingmängel haben, und du wirst einige Zeit brauchen, um deinen Stil bei Perücken zu finden, so dass einige der ersten Perücken ohnehin Fehlkäufe sein werden.

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Hallo Fio,

bei den Preisvorstellungen solltest Du den Optiker wechseln.

Tipp aus eingener Erfahrung: im Nahbereich ist eine Bifokalbrille *wesentlich* angenehmer als eine Gleitsichtbrille, weil das Gesichtsfeld *sehr sehr* viel weniger eingeschränkt ist. Sowas verkaufen die Optiker aber ungern, warum auch immer. Das gilt auch für die teuersten Glassorten der Gleitsichtbrillen - da weiß ich aus eigener Erfahung, wovon ich rede: meine eigene ist noch nicht mal ein Jahr alt, formal korrekt angepasst, und ich kann kaum was mit dem Ding anpassen (das waren Gläser für 700 EUR).

 

Viele liebe Grüße

Beate 

patricia-fiona
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dabei seit: 18.04.2010

Vielen Dank für den Tipp, werde meinen Optiker darauf ansprechen.

Und mit der Tönung, ich weiß das es nicht ladylike ist. Aber ohne Sonnenbrille ist es im Sommer schon öffter nicht einfach den Durchblick zu erhalten, besonders wenn ich mit meinem Motorrad unterwegs bin. Und unter dem Helm ist eine Brille eh ein Hinderniss.

Grüße

Fio

n/v
patricia-fiona
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dabei seit: 18.04.2010

Hallo Johanna,

mein Augenarzt hat mir vor einigen Jahren einmal versucht mich auf Kontaktlinsen umzustellen.

Er und ich sind jedoch gescheitert. Da mein linkes Auge fast blind ist, muss das rechte alles übernehmen. Und daher habe ich panische Angst bei allem was auch nur in die Nähe meiner Augen kommt. Selbst meine eigenen Finger ob mit oder ohne Kontaklinse, haben dort nicht zu suchen. Habe deshalb das Thema abgehakt.

Andererseits nach fast 40 Jahren Brille tragen, kann ich mir mein Gesicht ohne Brille nicht mehr vorstellen.

Grüße

Fio

 

n/v
Triona
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dabei seit: 05.10.2007

hallo fiona,

1. form / farbe / stil:

bitte doch mal roxanne darum, daß sie dir 2 bilder schickt.
je 1 als f / m.
sie trug in hannover ein modell, das ich auf den ersten blick als typisches "frauenmodell" eingeschätzt habe.
aber es war auch als mann tragbar ohne damit dumm aufzufallen.
ist zwar bisserl exzentrisch, aber wenn das vlt dein stil ist oder vlt in zukunft sein könnte, dann finde ich das ein beispiel für einen gelungenen kompromiss.
mir ist das jedenfalls direkt aufgefallen.

2. haltbarkeit von kunststoffgläsern:

mein bruder trägt seit jahrzehnten ausschließlich vergleichsweise teure kunststoffgläser, da er auf arbeit häufiger schleiffunken + schweißspritzern ausgesetzt ist, die glas ziemlich schnell undurchsichtig machen würden.
mir ist nicht aufgefallen, daß er seine brille unbedingt alle 2 - 3 jahre erneuern müßte, sondern erst, wenn sich die sehstärke wesentlich ändert.

3. extremer unterschied zw rechts + links / extreme fehlsichtigkeit.

ich kenne eine frau, die seit ihrer frühesten jugend beidseitig -8 und mehr braucht.
sie trägt ausschließl kontaktlinsen, da ihr die gläser sonst viel zu schwer wären.
(erschwingliche kunststoffgläser gab es in ihrer jugendzeit noch nicht.)
wenn du linsen nicht verträgst oder nicht magst, hast du da ja nochmal glück gehabt, wenn dich brille nicht stört.

ein mann, den ich kenne, hat auf einem auge mehr als -8, auf dem anderen fast normalsichtig.
er trug immer nur brille.
allerdings immer randlose / dünne metalldrahtgestelle (modell john lennon) mit möglicht kleinflächigen gläsern.
diese modelle machen auch einen ziemlich brauchbaren unisex-eindruck (siehe zb janis joplin, die bisweilen auch so ein modell trug), der durch die wahl der form (kreisrund, oval, abgerundetes viereck, sechseck, usw) noch unterstützt werden kann.

 

selber brauche ich zum glück keine - außer der mittlerweile unvermeidlichen lesebrille wg altersweitsichtigkeit.
aber auch diese benutze ich so wenig wie möglich, da ich festgestellt habe, daß sich dadurch die sehkraft schleichend aber stetig verschlechtert, weil die augen träge werden + sich sehr schnell an die sehhilfe gewöhnen.

da ich aber einen heftigen astigmatismus habe, krieg ich keinen sehtest für die fahrerlaubnis hin, obwohl ich das beim normalen sehen überhaupt nicht wahrnehme.
da der stempel in meiner alten fahrerlaubnis (der alte grue lappen) nicht mehr lesbar war, habe ich nie eine neue ausstellen lassen wollen.
das hat mir früher bei polizeikontrollen immer ärger eingebracht, als der stempel noch lesbar war.
als ich jetzt wg VÄ doch eine neue brauchte, brauchte ich bei dem antrag nur selber ankreuzen, ob ich beim fahren eine sehhilfe trage oder nicht. (die fahrerlaubnis klasse 2, die alle 5 jahre neuen sehtest erfordert, hatte ich eh nimmer verlängern lassen, weil ich sie nie gebraucht hatte. das hätte mich mehr gekostet, als damals der erwerb dieses scheins.)
da ich "wahrhetsgemäß" nein angekreuzt hab, ist auch kein stempel mehr drin. Innocent
so hat das auch seinen vorteil gehabt.
aber bei deiner fehlsichtigkeit ist das ja eh kein thema mehr.

zwar habe ich selber keine erfahrung mit meinem eigenen gesicht, was die wirkung von brille im erscheinungsbild ausmacht, aber dafür kann ich das erscheinungsbild anderer leute mit brille recht unvoreingenommen beobachten + beurteilen.

 

liebe grüße
triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.